Gedanken zur Zeit //life

Mit der Zeit verhält es sich merkwürdig. Mal hat man das Gefühl, die Zeit rennt, rast an einem vorbei. Unaufhaltsam wie ein Zug, der mit Höchstgeschwindigkeit an uns vorbei rast. Und dann hat man das Gefühl, die Zeit würde schleichen. Fünf Minuten kommen einem vor wie eine Ewigkeit, die Zeiger auf der Uhr bewegen sich doch bestimmt langsamer als sonst, denken wir. Ich muss noch zwei Jahre in die Schule gehen. Als ich diesen Beitrag geschrieben habe, waren es noch genau 537 Tage bis zu meinem letzten „richtigen“ Schultag. Danach kommen nur noch die Prüfungen, dann die Verleihung der Abiturzeugnisse und schließlich noch der Abiball, der die wenig glamouröse Schulzeit mit ganz viel Glanz und Aufwand krönen soll. Während die meisten in meiner Stufe stönen: „Noch zwei Jahre, wie soll ich das denn überstehen? Das ist noch so lang!“, denke ich mir „Nur noch zwei Jahre? Zwei Jahre, das ist ein winziger Zeitraum, ein kleiner Teil eines ganzen Lebens.“

13768200_1771214959819406_335580107_nUhr: Daniel Wellington, Bluse: Esprit, Jeans: Hollister, Schuhe: Converse

 

Und so ist es in vielen anderen Situationen auch. Am einen Tag sind es noch 100 Tage, am nächsten eben nur noch 99. Etwas, was wir heute anfangen, kann morgen schon wieder vorbei sein. Auf etwas, auf das wir uns 100 Tage lang freuen, geht viel zu schnell vorbei, wenn es dann passiert. Am ersten Ferientag denke ich mir immer: Heute ist gerade einmal der erste Ferientag. Ich habe noch wahnsinnig viel Zeit. Und einen Moment später bricht auch schon der grauenvolle letzte Ferientag an. Ich habe dann nicht das Gefühl, nichts aus meinen Ferien und meiner vielen Zeit gemacht zu haben, denn das habe ich. Auch an den Tagen, an denen ich nur zu Hause war, da habe ich das eben gebraucht, genauso wie ich an anderen Tagen Action gebraucht habe. Was mich wirklich beängstigt, ist meine eigene Naivität, mit der ich dachte, ich hätte ewig Zeit. Denn so ist es nicht.

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Ich will jetzt hier nichts in die Richtung „live today because yesterday is gone and tomorrow may never come“ verbreiten. Immer davon auszugehen, im nächsten Moment sterben zu können und deswegen alles auf einen Moment zu legen, finde ich irgendwie deprimierend. James Dean sagte eins „Träume, als würdest du für immer leben und lebe, als würdest du morgen sterben“. Dieser Satz gefällt mir besser. Es ist gut Träume zu haben, Träume, für die wir 30, 40, 50, 60 und älter werden müssen, denn Träume und Ziele halten uns am Leben. Eine Bucketlist ist nie fertig, immer können wir neue Träume hinzufügen, denn für manche Träume müssen wir erst ein bestimmtes Alter erreichen, während wir manche Träume nur in jungen Jahren leben können. Gleichzeitig sollten wir jedoch im Auge behalten, was mit dem hier und jetzt ist. Dass auch der heutige Tag ein einzigartiger werden könnte, wenn wir ihm die Chance dazu geben. Die Zeit kann man nicht aufhalten und nichts ist für die Ewigkeit, aber wir können oder besser wir müssen versuchen, aus der Zeit, die wir haben, das beste zu machen. Das postive und schöne aus den Dingen zu ziehen, Träume zu haben. Dann haben wir vielleicht eine Chance.

xoxo Lila

(dieser Beitrag enstand in keinerlei Kooperation mit Daniel Wellington)

 

 

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