„Kind, denk an deine ZUKUNFT!“ //life

In letzter Zeit habe ich mich häufig in folgendem Dialog wiedergefunden:

„Mensch, bist du groß geworden. In welcher Klasse bist du denn jetzt?“ Ich: „In der 11.“ „Na, dann dauert es ja nicht mehr lange bis zum Abitur. Was möchtest du denn danach machen?“ „Studieren.“ „Schön, was denn?“ „Deutsch und Englisch“ „Das willst du doch nicht wirklich machen? Da bist du ja nur noch am korrigieren!“ „Habe ich gesagt, dass ich auf Lehramt studieren möchte?“ „Aber was willst du denn sonst machen?“ „Journalismus.“ „Ohhhh, da sind die Jobchancen aber schlecht. Da musst du schon echt gut sein, um Geld zu verdienen. Kind, denk doch an deine Zukunft!“

Das ist kein Witz, genauso ging es mir in letzter Zeit tatsächlich oft. Kollegen, Bekannte meiner Eltern und andere Erwachsene haben mich in letzter Zeit ziemlich oft gefragt, was ich denn nach dem Abitur machen möchte. Und langsam bin ich es leid, ständig beantworten zu müssen, was ich machen möchte, nur um mir dann doch nur Kritik anhören zu können. Zugegeben, Germanistik und Anglistik, wie es ja so schön an manchen Unis heißt, zielen nicht auf den Beurf Germanist oder Anglist ab, aber welcher Studiengang, mal abgesehen von Jura, Medizin und Lehramt macht das denn? Nur, weil jemand BWL studiert, heißt das ja auch noch lange nicht, dass er genau weiß, was er danach für einen Beruf ausüben möchte. Das Studium ist nun einmal keine Ausbildung und alle Studierten sollten das eigentlich wissen. Aber alle möchten doch eigentlich, nur dass ich an meine Zukunft denke und meinen es ja auch eigentlich alle gut mir mir. Das Leben sei nun einmal kein Ponyhof. Ja, ich weiß, dass das Leben kein Ponyhof ist und an meine Zukunft, tja, über die denke ich sowieso jeden Tag nach. Und ich habe, nach dem ich lange überlegt habe, endlich etwas gefunden, was ich studieren möchte. Es hat schon seine Gründe, warum ich Deutsch und Englisch studieren möchte und auch wenn ich dies dann doch auf Lehramt mache, wieso eigentlich nicht? Ich kann gut mit Stress umgehen und wenn ich an einnem Gymnasium unterrichten sollte, wird spätestens in der Oberstufe jedes Nebenfach zum Korrekturfach. Ich kann mich, denke ich, gut selber einschätzen und sage, dass ich es schaffe, zwei Korrekturfächer zu haben. Ich arbeite schnell und effektiv, ich weiß, dass ich das hinkriege. Und wenn ich Journalistin werde, werde ich auch das hinbekommen und gutes Geld verdienen. Ich arbeite jetzt schon bei der Zeitung und habe auch sonst schon gut an meinem Lebenslauf gearbeitet. Aber wie können die Leute direkt an einem zweifeln? Sofort davon ausgehen, dass man versagt? Einen Traum zerstören, der noch nicht einmal die Chance hatte, erfüllt zu werden?

Und auch wenn die meisten es nur lieb meinen, ein bisschen weniger Kritik und „Gute-Ratschläge- die- man-eigentlich-gar-nicht-hören-möchte“ haben auch noch niemanden geschadet. Ganz im Gegenteil!

Kennt ihr diese Stituation?

xoxo Lila

3 Kommentare zu „„Kind, denk an deine ZUKUNFT!“ //life

  1. Du hast vollkommen recht! Ich bin zwar erst in der 9. Klasse und komme dieses Jahr in die 10., aber trotzdem fragen mich jetzt schon alle, was ich später einmal werden möchte. Ich möchte Medien/Kommunikationswissenschaften studieren, das ist schon mal ein Blick in die Zukunft. Aber ich möchte tierisch gerne mal selbständig sein. Mit dem Bloggen und/oder der Fotografie. Das darf man heutzutage aber niemandem sagen, denn dann kommt genau das was du in deinem Blogpost verdeutlichen willst. Aber ich finde, jeder sollte auf sein Herz hören und das tuen, was man selber als richtig empfindet. Ich finde es gut das du in den Journalismus gehen möchtest ♥
    xoxo Jeanette

    Gefällt 1 Person

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