BULLET JOURNAL HACKS: dein Weg in ein organisiertes Leben

Ihr habt euch ein Bullet Journal gekauft, um endlich Ordnung in euer Leben zu bringen wisst jetzt aber nicht so richtig, wie ihr anfangen sollt? Vor diesem Problem stehen wohl die meisten Menschen, die ein Bullet Journal starten. Man will alles perfekt machen, aber man weiß nicht, welche Module man integrieren soll, was für einen selbst funktioniert und wie man es hinbekommen soll, jede Woche gleich motiviert einen Weekly Spread zu zeichnen. Auf YouTube oder Instagram gibt es zwar unglaublich viele Videos und Fotos mit wunderschönen und aufwendigen Übersichten, aber leider fehlen einem dazu selbst meistens drei entscheidene Dinge: a) die Zeit, b) die Motivation und c) leider meistens auch das Talent. Aber ihr solltet nicht direkt aufgeben. Bullet Journals sind nicht nur für die Kreativen und Künstler dieser Welt etwas, sondern für jedermann. Heute möchte ich euch zeigen wie ihr ein Bullet Journal anfangt, wie ihr mit Zeitproblemen umgeht und wie ihr euer Leben dank Bullet Journal ganz einfach organiseren könnt.

Makroblick → Mikroblick

Wenn ihr euer Bullet Journal startet, solltet ihr als erstes eine Jahresübersicht einfügen. Dafür gibt es viele verschiedene Layoutideen: das klassische Raster oder eine minimalistische Tabelle sind zum Beispiel zwei gute Möglichkeiten. In diese Jahresübersicht solltet ihr die wichtigsten Ereignisse des Jahres eintragen. Das können wichtige Prüfungs- und Abgabetermine, Urlaube oder auch Hochzeiten sein. Einfach alle Dinge, die ihr schon lange im Voraus wisst. Geburtstage organisiere ich übrigens auf einer sepearten Seite, das spart Platz. Die Jahresübersichten sind also der erste Schritt. Weiter geht es mit den Monatsübersichten. Hier benötigt ihr schon ein wenig mehr Platz. Jeden Monat ein Raster zeichnen, das ist mir etwas zu umständlich, daher schreibe ich alle Tage des Monats samt Wochentag untereinander auf und habe dann daneben eine ganze Zeile Platz für die wichtigsten Termine des Monats. Arzt- und Frisörtermine, Arbeitszeiten und wichtige Ereignisse trage ich hier ein. So behalte ich den ganzen Monat im Blick und habe immer alle wichtigen Termine parat. Der Mikroblick bezieht sich nun auf die Wochen- bzw. Tagesübersichten. Dort ist Platz für täglich to-dos, spontane Termine etc. Es gibt verschiedene Methoden, diese Seiten zu gestalten. Dazu aber später mehr.

Legt ein Farbsystem an und benutzt einen Key

Ich arbeite eigentlich schon immer mit einem Farbsystem. Das ist nicht optisch eine schöne Sache, sondern auch organisatorisch sinnvoll. Euer Farbsystem sollte allerdings innerhalb eines Bullet Journals das gleiche bleiben. Wenn ihr den einen Monat grün für Geburtstage und pink für Schule/Uni/Arbeit nutzt, den nächsten Monat jedoch genau andersherum, kommt ihr schnell durcheinander, also behaltet euer System bei. Ähnlich wie ein Farbsystem funktioniert ein Key. Beide sind dafür gedacht, Termine und Aufgaben zu kategorisieren und sie so effektiver organisieren zu können. Ihr könnt euch entweder euren eigenen Key überlegen oder den Standardkey benutzen:

Punkt = Aufgabe, Kreis = Termin, x = Erledigt, – = Notiz, * = wichtig, < = später erledigen,
> = neu einplanen, N = unwichtig/ gecancelt

Planungsunterschiede in stressigen und entspannten Zeiten

Das schöne am Bullet Journaling ist ja, dass man jede Seite indivduell seinen Ansprüchen anpassen kann. Und so ist es sinnvoll, in unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich zu planen. Diese spiegelt sich besonders in den Wochenübersichten wider. Ich befinde mich ja momentan in der freien Zeit zwischen dem Abitur und dem Beginn meines Studiums im Oktober, die einzigen Verpflichtungen bzw. fixen Termine, die ich habe, sind mein Klavierunterricht, meine Nachhilfestunden und meine Arbeitszeiten bei Depot. Die ersten beiden Termine sind immer zu einer festen Uhrzeit, die muss ich mir nicht extra notieren, es bleiben also nur mein Depotzeiten. Jede Woche aufs neue eine Wochenübersicht zu erstellen, lohnt sich daher für mich nicht. Ich benutze daher die Monatsübersicht sehr stark und führe so etwas wie eine Running-to-do-List. Da trage ich einfach alle meine to-dos ein. Sollte doch einmal ein Tag anstehen, an dem ich mehrere wichtige Dinge zu erledigen habe und die Monatsübersicht etwas unpraktisch wird, schreibe ich einfach den Wochentag auf und darunter meine Termine. Wenn ihr jedoch jeden Tag zur Schule/Uni/Arbeit geht, ist eine klassische Wochenübersicht, in der ihr euch jeden Tag einzeln notiert sinnvoller. Hierfür reicht es ja auch, wenn ihr die einzelnen Wochentage mit ein wenig Abstand zu einander für jeweils eine Woche auf eine Doppelseite schreibt, ein aufwändiges Layout ist meistens sowieso eher unpraktisch.

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Nutzt euer Bullet Journal wirklich für alles

Ein Vorteil des Bullet Journals anderen Kalendern gegenüber ist es ja besonders, dass ihr nicht für alles, was ihr irgendwie organisieren wollt, ein extra Notizbuch braucht, sondern alles in einem Buch habt. Das solltet ihr auch nutzen. Ich organisere längst nicht nur meine Termine und Aufgaben mit meinem BuJo, nein, ich nutze es auch als Geburtstagskalender, Finanzplaner, Urlaubsorganisator und Tracker. Ich halte fest, bei welchen Serien ich bei welcher Staffel bin, mache mir Notizen zu Blogposts und anderen wichtigen Dingen, halte meine Statistiken fest und notiere mir meine liebsten Zitate. Alles, was ich wissen muss, habe ich in meinem Bullet Journal. Ich muss nicht mehr ewig in allen möglichen kleinen Heften blättern, denn alles steht schön zusammengefasst in einer Quelle.

Welche Tracker sind für mich geeignet?

Mit einem Bullet Journal habt ihr die Möglichkeit, so ziemlich alle Dinge in eurem Leben zu tracken. Ihr führt Buch über verschiedene Dinge, um Fortschritte festzuhalten, neue Gewohnheiten zu etablieren oder um euch und euer Leben besser kennenzulernen. Ich persönlich integriere in jedes Monatslayout einen Habittracker. Der dient zum einen als Motivation, zum anderen aber auch einfach als Statistik. Wie oft mache ich Fotos? Wie oft spiele ich Klavier? Bei einem Habittracker sucht ihr euch einfach bestimmte Eigenschaften aus, die ihr gerne beobachten möchtet (zum Beispiel Sport, Lesen, selbst gekocht, kein Geld ausgegeben, vor 10 Uhr zu Bett gegangen … ) schreibt diese untereinander in eine Tabelle und schreibt in die Kopfzeile die Tage des Monats. Jedes mal, wenn ihr einen der Habits ausführt, macht ihr einen Punkt. Ganz wichtig ist allerdings, dass ihr euch mit einem Habittracker nicht unter Druck setzt. Motivation und ein bisschen aufs Gewissen drücken ist gut, aber ihr solltet euch auf keinen Fall stressen!

Natürlich gibt es auch Tracker für spezifische Dinge. Ihr treibt viel Sport? Dann haltet eure Fortschritte, Trainingsmethoden und Zeiten in einem Tracker fest. Ihr wollt eure Produktivität tracken? Auch das ist absolut möglich. Genauso wie Tracker über Serien, Filme, Bücher und allem, was euch sonst noch so einfällt. Es ist euer Bullet Journal und ihr habt die Möglichkeit, alle Tracker so individuell zu gestalten wie ihr wollt!

Ein Herz für Post-It’s

Seien wir mal ehrlich, wir alle lieben doch Haftnotizen. Mittlerweile habe ich schon eine gar nicht mehr so kleine Sammlung an Blöcken mit Klebezetteln, in allen verschiedenen Größen und Formen. Natürlich sind die klassischen Quadrate, auf die gerade einmal um die zehn Zeilen passen, die praktischsten. Der Nachteil: irgendwie fliegen sie immer umher, fallen von fast allen Oberflächen ab und so verlieren wir doch schnell den Überblick. Auch hier kann ein Bullet Journal helfen. Gestaltet euch eine Seite, auf die ihr eure ganzen Klebezettel klebt. Hat sich ein Punkt erledigt, könnt ihr den Zettel wegschmeißen und hab Platz für eine neue Notiz. Das hat den Vorteil, dass ihr überall auf eure kleinen Reminder zurückgreifen könnt und immer sofort wisst, wo ihr suchen müsst, da sich alle an einem Platz befinden. Post-It’s könnt ihr natürlich auch auf jede andere Seite in eurem Journal einkleben, um noch einmal spezifisch auf etwas hinzuweisen.

Habt ihr weitere Bullet Journal Hacks?

xoxo Lila

2 Kommentare zu „BULLET JOURNAL HACKS: dein Weg in ein organisiertes Leben

  1. Toller Beitrag!
    Ich nutze Post-its mittlerweile als kleines hausaufgabenheft, wo ich einfach in der jeweiligen Woche alle Hausaufgaben aufschreibe, damit die keinen platz in meinem Bullet Journal wegnehmen und komme damit sehr gut klar!

    Gefällt 1 Person

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