ACHTSAM & BEWUSST: diese FRAGEN solltest du dir wöchentlich stellen

Ein Tagebuch oder ein Journal zu führen ist eine wirklich achtsame Aktivität. Schreiben hatte für mich schon immer einen entspannenden, fast schon meditativen Effekt. Sowohl das literarische Schreiben, als auch das Aufschreiben von Gedanken und Gefühlen. Man schafft dadurch eine Art Distanz zwischen sich und seiner Gefühlswelt, durch die man einen viel besseren Überblick über eben diese bekommt. Nachdem ich etwas aufgeschrieben habe, weiß ich oft viel besser, wohin ich will und außerdem fühle ich mich oft sehr befreit. Befreit von dem ganzen Gedankenballast, den man manchmal so mit sich herumschleppt. Leider finde ich nicht ganz so oft die Zeit zum Tagebuch schreiben, wie ich es gerne möchte. Aber einmal in der Woche, am besten Sonntags, sollte doch machbar sein, oder? Machen wir das wöchentliche Journaling doch einfach gemeinsam zu einer Gewohnheit! Als eine kleine Anregung, die euch auch die Angst vor dem leeren Blatt nehmen soll, habe ich mir daher einige Fragen überlegt, die ihr euch während eurer wöchentlichen Journalsession stellen solltet. Viel Spaß!

Wofür war ich diese Woche dankbar?

Beginnen wir mit Dankbarkeit. Meiner Meinung nach ist das definitiv einer der Schlüssel zu einem zufriedenen und achtsamen Leben. Nehmt euch also definitiv die Zeit, Sonntagsabends einmal alle Dinge aufzuschreiben, für die ihr die vergangene Woche dankbar wart und immer noch seid. Ich versuche dabei immer, auf jeden Fall fünf Dinge zu finden, ihr könnt aber auch gerne mehr aufschreiben! Es ist übrigens zusätzlich hilfreich, auch den Grund für eure Dankbarkeit dazuzuschreiben – das verstärkt den Effekt enorm. Hier einmal ein Beispiel für eine Dankbarkeitsliste:

  1. Ich bin diese Woche dankbar für das tolle Wetter, weil die Sonne und der blaue Himmel meine Laune einfach enorm steigern.
  2. Ich bin dankbar für den Mädelsabend mit meiner besten Freundin am Mittwoch, weil ich immer gerne Zeit mit ihr verbringe und wir uns so viel zu erzählen hatten.
  3. Ich bin diese Woche dankbar, mich endlich wieder zum laufen motiviert zu haben, weil ich das schon so lange nicht mehr gemacht habe, obwohl es mir tatsächlich eigentlich Spaß macht.
  4. Ich bin dankbar für jedes Mal diese Woche, an dem ich mich zum Schreiben meiner Hausarbeit motivieren konnte, weil ich so ein ganzes Stück weitergekommen bin.
  5. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich diese Woche mit meiner Familie verbringen konnte, weil es meine Familie ist, die mich immer unterstützt und mich versteht.

Was waren die sieben besten Momente der letzten Woche?

Diese Frage unterstützt nicht nur die Dankbarkeitsfrage, sondern hilft euch auch dabei, zu erkennen, was euch glücklich macht und natürlich dabei, Erinnerungen zu bewahren. Sieben Momente, weil die Woche sieben Tage hat und ich mir sicher bin, dass in jedem Tag, wie schrecklich er auch gewesen sein mag, doch noch etwas gutes steckt. Und wenn es eine Serie auf Netflix war, haha. Wer motiviert genug ist, kann natürlich auch täglich aufschreiben, was das beste am vergangen Tag war.

Was habe ich diese Woche gelernt?

Wir Menschen lernen eigentlich dauerhaft. Egal, ob das jetzt das Lernen von Inhalten für die Uni oder die Schule ist oder das Lernen von all den Dingen, die uns das Leben lehrt, ums lernen kommen wir nicht herum. Nehmt euch doch in Zukunft Sonntagabends einmal die Zeit, auch wirklich darüber nachzudenken, was ihr in den vergangen sieben Tagen gelernt habt und das dann auch zu notieren. Mir ist natürlich bewusst, dass man nicht jede Woche die Lektion seines Lebens lernt, aber darum geht es auch überhaupt gar nicht. Die Frage soll einfach zu mehr Reflexion und Bewusstsein im Umgang mit euch und eurem Leben führen. Wenn euch da nun einmal eine Woche oder auch mehrere Wochen nichts einfällt, dann ist das auch überhaupt nicht schlimm.

Habe ich meine Ziele für diese Woche erreicht und welche Ziele setze ich mir für die nächste?

Um die großen Ziele in unserem Leben erreichen zu können, müssen wir meistens klein anfangen. Dabei hilft es, eben diese Ziele in kleine Wochenziele oder sogar Tagesziele zu reduzieren. Egal, ob Lebensträume oder Pflichtziele wie die Abgabe einer Hausarbeit, alle sind sie es Wert die größtmögliche Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Wenn ihr eure Ziele also wirklich erreichen wollt, dann brecht sie auf Wochenziele hinunter und gebt jede Woche alles dafür, sie erreichen zu können!

Wovor hatte ich diese Woche Angst und was kanns du ich tun, um mich dieser Angst nächste Woche stellen zu können?

Angst ist, leider, ein ständiger Begleiter in unserem Leben. Jedoch können wir uns oft nicht eingestehen, wovor wir uns jetzt konkret fürchten. Klar, mit manchen unserer Ängste können wir offener umgehen, zum Beispiel wenn uns irgendwelche Tiere Angst einjagen oder wenn wir sicher wissen, dass wir nicht die einzigen mit dieser Angst sind. Bei vielen Angsterscheinungen, die durch die Gesellschaft oder auch einfach nur unsere eigene ewig lange Gedankenspirale verursacht werden, haben wir dieses Sicherheitsgefühl jedoch nicht. Menschen sind gut darin, ihre wahren Gefühle und damit auch ihre Ängste zu verstecken. Woher sollen wir also wissen, dass von fünf Menschen in einem Raum vermutlich drei von ihnen exakt die gleichen Ängste haben? Wir verstecken unsere Ängste vor anderen und damit auch vor uns selbst. Dabei ist Eingeständnis der erste und wichtigste Schritt, um gegen diese Angst vorzugehen. Denkt also ruhig einmal darüber nach, was euch momentan ängstigt und überlegt auch, was ihr ab jetzt dagegen tun könnt. Es ist vermutlich kein Mensch komplett ohne Furcht, aber wer offen zu seinen Ängsten steht und weiß, wie er damit umzugehen hat, der lebt um ein vielfaches besser.

Welches Wort beschreibt meine Woche am besten?

Manchmal bedarf es nicht vieler Worte, um etwas genau auf den Punkt zu bringen. Es gibt bestimmt auch ein Wort, das eure Woche recht gut beschreibt. Damit muss natürlich nicht jeder Tag gemeint sein, aber so bekommt ihr einen guten Überblick über eure Woche. Beispielwörter sind zum Beispiel: Stress, Party, Sport, Unterwegs, Reisen, Lernen, Arbeit – der dominanteste Part eurer Woche soll damit einfach beschrieben werden.

Welche Fragen wollt ihr euch öfter stellen?

xoxo Ruth

15 Kommentare zu „ACHTSAM & BEWUSST: diese FRAGEN solltest du dir wöchentlich stellen

  1. Danke für die hilfreiche Inspo!
    Mein Tipp des Abends: Aus Angst Repekt formen. Is ein ganz langer Werdegang, bedarf viel Arbeit und Anstrengung. Aber Angst ist etwas Schlechtes, Respekt nicht. 😊

    Mach bitte weiter so, du bist wirklich toll!! 😚

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  2. Oh das ist eine wirklich gute Idee. Ich finde die Frage, was man erreicht hat und was einen glücklich gemacht hat sehr wichtig. Denn dann führt man sich diese kleinen Dinge auch bewusst vor Augen und nicht nur die großen Events.
    Liebe Grüße
    Dorie von thedorie.com

    Gefällt 1 Person

  3. Ich finde auch, dass wir uns viel öfter mit uns selbst befassen sollten. Das habe ich zu lange Zeit nicht getan und einfach nur funktioniert, d. h. das getan, was andere von mir erwartet haben. Man selbst bleibt dabei auf der Strecke, was dazu führt, dass man sich gar nicht gut fühlt. Seit ich mir aber immer wieder die Zeit nehme und solche Fragen, wie die von dir genannten, für mich selbst beantworte, hat sich bei mir eine innere Zufriedenheit eingestellt.
    LG Kerstin

    Gefällt 1 Person

  4. Hallo Ruth,
    vielen Dank für diese tolle Idee. Ich selber bastle schon seit einiger Zeit an meinem Bulletjournal herum, aber so richtig benutzen, kann ich ihn nicht. Klar ist es schön, möglichst viele Bilder, Zeichnungen und Lyrics zu verewigen, aber ich denke, dass mir Deine Fragen helfen werden, mein Leben besser zu ordnen und mich selber besser zu verstehen. Danke!

    Liebe Grüsse,
    Melanie

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