CULTURE CLUB: Let’s talk about … BOOKS – 17 Fragen

CULTURE CLUB: Let’s talk about … BOOKS – 17 Fragen

Es ist an der Zeit, mal wieder über Bücher zu sprechen, oder eher zu schreiben. Dieses Mal soll es gar nicht so spezifisch um einzelne Bücher und deren Rezension gehen, sondern viel mehr um Leseverhalten, die Art und Weise, wie ich mein Bücherregal sortiere und ganz viel anderes rund um’s Thema Bücher. Dafür habe ich mir 15 Fragen ausgedacht, die ich diesem Blogpost beantworten werde. Vielleicht hat ja einer von euch Lust, in einem eigenen Beitrag diese Fragen ebenfalls zu beantworten? Viel Spaß jetzt aber erst einmal mit meinen Antworten!

Welches buch hast du am häufigsten gelesen?

Bevor ich diese Frage beantworte, solltet ihr wissen, dass ich vor ein paar Jahren eher Hörbücher gehört habe, anstatt das Buch tatsächlich zu lesen. Ich weiß also nicht, ob die fünf Male, die ich die Harry Potter-Reihe gehört habe, auch wirklich zählt. Sollte dies nicht so sein, ist es wohl die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier, die ich am häufigsten gelesen habe. Zusätzlich habe ich davon auch einige Male die Hörbücher gehört. Sowohl Harry Potter als auch die Edelsteintrilogie sind einfach so fesselnd und jedes mal, wenn ich sie lese, versinke ich voll und ganz in ihrer Welt.

Dein lieblingsklassiker?

Ich studiere zwar Germanistik, aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich pausenlos Klassiker oder Höhenkammliteratur lese. Das ist mir auf Dauer dann auch zu anstrengend. Dennoch versuche ich, immer mal wieder auch in meiner Freizeit den ein oder anderen Klassiker zu lesen. Dann ich gerne mal einen der britischen bzw. amerikanischen Literatur. Mein absoluter Lieblingsklassiker ist daher auch „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald.

New York 1922. Auf seinem Anwesen in Long Island gibt Jay Gatsby sagenhafte Feste. Er hofft, mit seinem neuerworbenen Reichtum, mit Swing und Champagner seine verlorene Liebe zurückzugewinnen. Zu spät merkt er, dass er sich von einer romantischen Illusion hat verführen lassen. (Quelle: Diogenes)

Ich bin sicherlich nicht die einzige, die diesen Roman zu ihrem Lieblingsklassiker kürt, schließlich ist in Film und Fernsehen ziemlich oft die Rede von Gatsby, doch mich hat diese Geschichte einfach fasziniert. Man kann sich wunderbar in New Yorks dekadentes Leben der 1920er Jahre Einträumen und das Mitleid ist am Ende groß mit dem großen Opfer genau dieses Lebens. Die Sprache in „Der große Gatsby“ ist leicht zu verstehen und obwohl die Geschichte bald 100 Jahre alt ist, ist sie an keiner Stelle eingestaubt oder gar langweilig. Wenn ihr einen Klassiker lesen wollt, dann lest diesen.

Wie viele ungelesene Bücher stehen in deinem Bücherregal?

Zur Zeit sind es genau zwölf Romane, die ich noch nicht gelesen habe. Das meiste davon tatsächlich Klassiker. So stehen da zum Beispiel „Emma“ von Jane Austen oder auch eine wunderschöne Ausgabe von „Alice im Wunderland“, allerdings auf Englisch. Ich habe euch ja bereits eben erzählt, dass ich ab und zu gerne Klassiker lese, aber noch lieber als sie zu lesen kaufe ich sie einfach nur. Aber Mark Twain sagte dazu bereits das folgende, was ich einfach zu 100% richtig finde:

„Ein Klassiker ist ein Buch, das jeder gelesen haben möchte, aber niemand lesen möchte“ – Mark Twain

Wer ist dein literarischer traumtyp?

Da muss ich nicht lange nachdenken, ganz klar ist mein literarischer Traumtyp Gideon De Villiers aus der Edelsteintrilogie. Warum? Erstens stelle ich ihn mir wie eine Mischung aus Harry Styles, Cole Sprouse und dem jungen Leonardo DiCaprio vor, dann liebe ich es, wie er Gwendolyn auf Händen trägt und alles tun würde, um sie zu beschützen, ihr aber gleichzeitig, jedenfalls als er sein Ego ein wenig überwunden hat, auch den nötigen Platz gibt, sich selbst zu entfalten und für sich selbst einzustehen. Und ich geb’s nicht gerne zu, aber ich habe irgendwie etwas übrig für die scheinbar unnahbaren, arroganten und geheimnisvollen Typen. Und Gideon De Villiers ist nun einmal all das.

Dein lieblingsgenre?

Während ich bei Filmen und Serien, außer Horror, alle Genres mag, die es so gibt, bin ich bei Büchern da schon etwas kritischer. Grundsätzlich mag ich gerne jegliche Form der Jugendliteratur. Ich mag es einfach gerne, wenn sich die Figuren in den Büchern in einem ähnlichen Lebensabschnitt befinden wie ich. Ich kann ihre Probleme, Sorgen und Geschichten viel besser nachfühlen, weil ich mich im echten Leben vielleicht auch schon einmal damit auseinandersetzen musste. Vielleicht ändert sich das, wenn ich älter werde, aber meine Mutter zum Beispiel liest nach wie vor ab und zu gerne Werke der Jugendliteratur. Grundsätzlich bin ich auch offen für alle möglichen Genres, ich würde mich um Beispiel wahnsinnig gerne an Krimis heranwagen, da ich Krimiserien eigentlich immer sehr gerne mag. Mal sehen, vielleicht findet ihr ja bald mal eine Review zu einem Krimi auf meinem Blog?

Was mir aber wichtig ist, ist dass der Roman nicht zu erotisch wird, mit New Adult und Mona Kasten kann ich leider nicht so viel anfangen. Außerdem brauche ich immer ein bisschen Tiefgang und Poesie. Deswegen mag ich auch John Green so gerne. Fantasy finde ich auch oft toll, nur bitte nicht zu sehr High Fantasy, sondern eher in der Light Edition. Lange habe ich auch alle möglichen Dystopien verschlungen, weil die ja immer irgendwas kritisieren wollen und stets eine wichtige Aussage transportieren, aber da geht mir zur Zeit irgendwie der Stoff aus. Habt ihr Tipps für mich?

Das schönste buchcover?

Hier muss ich auch wieder die Edelsteintrilogie nennen. Ich LIEBE einfach die Covergestaltung von „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“. Diese unglaublich liebevollen und detailreichen Zeichnungen und die Art und Weise, wie Gwen und Gideon Beziehungsstatus auf den jeweiligen Covern dargestellt wird, finde ich einfach wunderschön. Auch schön finde ich übrigens die Cover von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und „Hundert Stunden Nacht“. Generell mag ich auch die schlichten, fast schon minimalistischen Cover der im Diogenes Verlag erschienen Bücher. Mein Lieblingscover aus diesem Verlag ist das von „Zärtlich ist die Nacht“.

Welches buch würdest du niemals lesen?

Sag niemals nie, aber Fifty Shades of Grey von E. L. James werde ich vermutlich nicht lesen. Wie oben bereits erwähnt, mag ich einfach nicht so gerne erotische Literatur (vielleicht bin ich auch zu verklemmt? 🤷🏼‍♀️). Außerdem habe ich den dritten Teil als Film im Kino gesehen und da hat mir schlicht weg einfach die Handlung gefehlt. Das bisschen tatsächliche Handlung, das da war, war so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ich mich fast schon geärgert habe, überhaupt Geld für den Film ausgegeben zu haben. Da ich mit zwei lieben Freundinnen da war, habe ich mich dann doch nicht geärgert, schließlich hatte ich sonst einen lustigen Abend. Ich habe zwar noch keinen Horrorroman gelesen, aber anders als bei Horrorfilmen bin ich dem gar nicht so abgeneigt. Aber ich denke trotzdem nicht, dass ich mich zu einer Stammleserin von Stephen King entwicklen werde…

Das buch deiner kindheit?

Vermutlich sämtliche Werke von Astrid Lindgren. „Ronja Räubertochter“, „Michel“, „Lotta aus der Krachmacherstraße“, „Pippi Langstrumpf“, „Madita“ und „Die Brüder Löwenherz“ wurden bei uns bestimmt an die Hundert Mal vorgelesen und wenn mal niemand zum vorlesen da war, dann lief eben die Kassette rauf und runter. Märchen, besonders die der Gebrüder Grimm, mochte ich übrigens auch immer total gerne.

Liest du im original oder lieber die übersetzung?

Sowohl als auch. Deutlich schneller und eigentlich auch lieber lese ich die Übersetzung, aber wenn mir ein Buch besonders gefällt und es einfach nur auf Endlich existiert, dann lese ich auch gerne das Original. „Love, Simon“ bzw. „Simon vs. the homo sapiens Agenda“ habe ich beispielsweise nur im Original gelesen und Lieblinge wie Harry Potter auch in beiden Sprachen. Wusstet ihr übrigens, dass es Harry Potter sogar auf Latein gibt?

Die beste Schullektüre, die du jemals lesen musstest?

Ganz klar „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt. Es ist nicht unbedingt das Leseerlebnis, das mich an diesem Buch so begeistert hat (Dramen lesen finde ich nämlich immer eher zäh und anstrengend), sondern viel mehr die Aussage und die Tatsache, dass mich diese auch jetzt, vier Jahren später, noch begleitet. Ich denke heute noch oft darüber nach und denke dann jedes Mal, wie wichtig dieses Theaterstück doch ist. Sind sie einmal gedacht, können Gedanken nicht mehr zurückgenommen werden und in den falschen Händen hat so mancher vielleicht eigentlich harmloser Gedanke schon großes Unheil angerichtet. Genau das thematisiert eben auch „Die Physiker“ und das sehr eindringlich! Auch sehr gefallen hat mir „Der Prozess“ von Franz Kafka. Jap, ich mag Kafka.

Mit welchem buchcharakter kannst du dich am besten identifizieren?

Diese Frage finde ich wirklich schwer und auf Anhieb fällt mir da auch niemand konkretes ein. Ich denke, ich habe mit vielen Romanfiguren gewisse Ähnlichkeiten: ich sehe mich in Gwendolyn Shepherd und in Hermine Granger. Manchmal bin ich abenteuerlustig und nachdenklich zu gleich wie Margo aus „Margos Spuren“ und manchmal eher lieb und zart wie Lara Jean aus „To all the boys I’ve loved before“. Ich entdecke immer wieder einiges von mir in verschiedenen Romanheldinnen, aber bisher bin ich noch keiner begegnet, die wirklich genauso tickt wie ich.

Welches Buch sollte jeder einmal gelesen haben?

Harry Potter. Zumindest den ersten Teil sollte meiner Meinung nach jeder einmal lesen. Joanne K. Rowling hat mit den Geschichten um den verwaisten Zaubererjungen einfach etwas wahrhaft magisches geschaffen. Für mich ist ihr Einfluss auf mein persönliches Leben, aber auch auf meinen Blick auf Literatur enorm und wünschte mir, jeder Mensch auf dieser Erde würde Harry Potter Anspielungen verstehen.

Wonach ist dein bücherregal sortiert?

Mein Bücherregal ist seit fast einem Jahr nach Farben sortiert. Davor hatte ich eine alphabetische Sortierung, aber die hat mir einfach rein optisch überhaupt nicht gefallen. Seitdem gibt es also ein Farbsystem in meinem Bücherregal. Ich würde euch diese Art der Sortierung allerdings nur dann empfehlen, wenn ihr eher wenig Bücher besitzt. Ich habe derzeit so an die 90 Bücher (Kochbücher, Kinderbücher und Bildbände ausgenommen) und die passen auf genau drei Regalbretter der klassischen „Billy“-Regale von Ikea. Meine Eltern füllen fast fünf dieser Regale samt Extraaufsatz. Bei der Menge an Büchern ist eine Sortierung nach Farbe einfach viel zu unübersichtlich und daher sortieren sie nach wie vor nach Alphabet.

Nach welchem Verfahren kaufst du Bücher?

Zu erst einmal ist das Cover für mich entscheidend. Wie bereits erwähnt, mag ich Fotos auf Buchcovern nicht so gerne und so gehe ich an solchen Büchern auch meistens eher vorbei. Wenn mich Cover und Titel angesprochen haben, lese ich den Klappentext und wenn der mich komplett vom Hocker haut, kaufe ich das Buch auf jeden Fall. Andernfalls lese ich noch einmal kurz rein und entscheide dann. Auch kaufe ich auf Empfehlung oder weil ich den Autor bzw. die Autorin mag.

Welchen Autor liest du am liebsten?

Mein absoluter Lieblingsautor ist John Green. Von John Greens Geschichten fühle ich mich verstanden und in gewisser Weise fühle ich mich in ihnen auch zu Hause. Auch Kerstin Gier finde ich klasse, da sie, genau wie ich, ein Faible für London, Jugendromane und ein wenig Fantasy hat. Auch ihre Romane habe ich alle verschlungen. Natürlich bin ich auch Fan von Joanne K. Rowling, aber wer ist das nicht??? Für mein Germanistikherz darf es dann auch gerne mal etwas von Kafka sein. Vielleicht lag es an meinem Kafka-liebenden Deutsch LK-Lehrer, aber irgendwas hat dieser aus Tschechien stammende Autor an sich, das mir gefällt.

Wie würdet ihr die Fragen beantworten?

xoxo Ruth



10 thoughts on “CULTURE CLUB: Let’s talk about … BOOKS – 17 Fragen”

  • Hm, also Mona Kasten finde ich ganz gut, ich habe „Save Me“ angefangen, weil ich es zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und mochte die Protagonistin Ruby irgendwie von Anfang an. Außerdem finde ich super, dass sie zu jedem Buch eine kleine Playlist erstellt hat.
    Ich habe tatsächlich kein Harry Potter gelesen… Das ist irgendwie an mir vorbei gegangen, aber ich habe letztens mal den ersten Film geschaut, weil ich keine Lust mehr hatte, die ganzen Anspielungen in meiner Klasse nicht zu verstehen 😂
    Hast du „Deine Juliet“ gelesen? Das Buch ist total toll und ich glaube, du würdest es mögen 😃 (Den Film habe ich leider noch nicht gesehen, aber er steht auf meiner Watchlist.)
    Und ich habe viel zu viele Bücher… Help
    Liebe Grüße, lilaboxx 💕

    • Bei Mona Kasten weiß ich halt nicht genau. Ich glaube grundsätzlich auch, dass es mir gefallen könnte, ich mag halt nur absolut keine erotischen Geschichten, also sowas wie Shades of Grey oder die After-Reihe würde ich halt nie lesen. Wie sieht es bei Mona Kasten denn diesbezüglich aus?
      Oh ja, das mit den Anspielungen ist immer so eine Sache. Nachdem ich zum Beispiel das erste Mal Star Wars gesehen habe, habe ich erst gemerkt, wie viele Anspielungen es gibt.
      Bei „Deine Juliet“ habe ich tatsächlich den Trailer gesehen, das Buch sollte ich mir vermutlich wirklich mal näher anschauen.
      Liebe Grüße
      Ruth

      • Also bei der Save Me Reihe gab es in drei Büchern gibt es insgesamt so zwei (glaube ich) explizitere Szenen und der Rest geht und die ganze Geschichte (abseits davon) ist echt schön. Also der erotische Part ist nicht der Hauptteil der Geschichte.
        Liebe Grüße, lilaboxx 😊

  • Also bei Fity Shades of Grey hast du echt nichts verpasst. Die ersten 50 Seiten waren super, dann wurde es einfach nur noch dumm. Ich habe es bis zum Ende gelesen und es war wirklich verschwendete Zeit. :D
    Mein Lieblingsbuch ist „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.“ Einfach in einem Tag verschlungen :D
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

    • Ahh, da bin ich ja direkt doppelt so froh, dass ich Shades Of Grey nicht gelesen habe.
      Davon habe ich auch schon so super viel gutes gehört, werde es mir demnächst mal ansehen.
      Liebe Grüße
      Ruth

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