Die wichtigsten Dinge, die ich in meinem Leben gelernt habe

Die wichtigsten Dinge, die ich in meinem Leben gelernt habe

Der Mensch lernt viele Dinge im Leben. Zu Beginn seines Lebens ganz grundlegende Dinge wie Sprechen, Laufen und Essen. Wir lernen schreiben, lesen und rechnen. Fahrrad fahren, wie man eine Schleife bindet und irgendwann so seltsame Dinge wie Integrale ausrechnen. Wir lernen, wie man ein Auto fährt und wie man eine Steuererklärung macht. Aber nichts von all diesen Dingen trägt großartig zu unserer Persönlichkeit bei. Kein Lehrplan der Welt lehrt einen das, was man nur durch persönliche Erfahrung erreicht. Genau darum soll es aber heute gehen. Ich möchte euch die fünf wichtigsten dinge vorstellen, die ich in meinem Leben bisher gelernt habe. Da ich ja gerade einmal 19 Jahre alt bin, gibt es da natürlich noch einige Dinge, die ich noch lernen muss, aber ein bisschen Erfahrung durfte ich dann ja doch schon sammeln. Also, los geht’s!


das leben geht weiter

An dieser Stelle möchte ich gerne den US-amerikanischen Dichter Robert Frost zitieren:

„In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter.“ oder auch „In three words I can sum up everything I’ve learned about life: It goes on.“

Eine Zeit lang habe ich dieses Zitat als eher negativ behaftet verstanden, vielleicht weil es so nüchtern geschrieben ist. Es hört sich ein bisschen so an, als könne man nichts im Leben festhalten und alles würde an einem vorbeifliegen, aber das ist damit nicht gemeint. Es geht viel mehr darum, dass auf einen schlechten Tag meist ein guter folgt. Vielleicht ist nichts für die Ewigkeit, aber dann sind es Verlust, Trauer und Schmerz auch nicht. Und das ist ja eigentlich ein positiver Gedanke.

Nicht alle menschen sind nett

Zugegeben, ich bin ziemlich naiv. Oder war es zumindest. Doch dann bin ich ein paar Mal mit richtig miesen Leuten in Berührung geraten. Menschen, die sich selbst im Weg stehen und das an anderen auslassen. Hinterhältige, unehrliche und streitsüchtige Menschen. Sie existieren nicht nur in Büchern und Filmen, sondern leider auch im echten Leben. Ihre eigenen Fehler lassen sie an dir aus, halten dich klein, machen dich runter. Es ist immer schwer, jemanden aus seinem Leben zu streichen, aber bei manchen gibt es einfach keine andere Wahl. Die haben deine Liebe, deine Aufmerksamkeit und deine Zeit einfach nicht verdient. Ich habe erst kürzlich einige Menschen endgültig aus meinem Leben gestrichen. Besonders bei einer Person ist mir das nicht leicht gefallen und ich habe sehr, sehr lange dafür gebraucht, aber jetzt, wo eben diese Person kein Teil meines Lebens mehr ist, fühle ich mich viel besser und irgendwie befreit. Wenn dir jemand in deinem Leben also schon seit längerem kein gutes Gefühl mehr gibt, solltest du vielleicht einmal in Erwägung ziehen, ob es nicht doch besser ist, wenn diese Person kein Teil deines Lebens mehr ist.

Mach dich nicht zu sehr von anderen menschen abhängig

Komplett auf sich alleine gestellt zu sein ist unschön, klar, aber genauso unschön ist es, sich zu sehr von anderen Menschen abhängig zu machen. Dein eigenes Glück ist nicht abhängig von dem anderer. Nur du alleine bist dafür verantwortlich. Versuche niemals, es allen recht machen zu wollen, das wird nicht klappen. Ich habe es oft genug probiert und bin jedes mal gescheitert. Es geht mir wesentlich besser, seit ich mich von einigen Personen in meinem Leben befreit habe, die eigentlich schon länger keinen Platz mehr in diesem verdient haben. Befreie dich selbst! Warte nicht darauf, dass es jemand anderes tut. Nur weil jemand um dich herum gerade unglücklich ist, heißt das nicht, dass DU es auch sein musst. Behalte die Menschen in deinem Leben, die dir gut tun und trenne dich von denjenigen, die es nicht tun. Das mag beängstigen klingen, aber letztlich hilft es DIR glücklich zu sein.

Sei mutig und riskiere auch mal was!

Viel zu oft habe ich mich früher von Ängsten zurückhalten lassen. Von Selbstzweifeln, der Angst nicht genug zu sein. Aber das stimmt nicht. Ich bin genug. Und du auch! Also trau dich auch mal was! Wage den Schritt weiter nach vorne. Was soll schon passieren? Es wird dich garantiert niemand fressen, haha. Hör nicht immer auf das, was dir andere oder die Gesellschaft ins Ohr flüstern, gut gemeinte Ratschläge sind meistens genau das Gegenteil. Es ist DEIN Leben und du musst glücklich und zufrieden damit sein, nicht die anderen. Ich selbst habe meine Komfortzone in letzter Zeit sooft überwunden, dass sie viel kleiner geworden ist. Vor einem Jahr noch hätte ich mich zum Beispiel niemals getraut, jemanden nach einem Date zu fragen oder bei Leuten, die ich noch nicht so gut und so lange kenne, zu 100% ich selbst zu sein. Das ist jetzt nicht mehr so. Wenn ich auf ein Date gehen will, dann frage ich danach. Daran ist nichts verwerfliches und so Phrasen wie „Der Mann muss schon den ersten Schritt machen“ sind veraltet und zudem völlig unnötig. Warum sollte nicht die Frau auch mal den ersten Schritt machen dürfen? Der Mann freut sich garantiert auch mal darüber. Letztlich kann ich nur sagen, dass es unheimlich gut tut, seine Komfortzone zu verlassen und sich einfach einmal etwas zu trauen! Du kannst das, da bin ich mir ganz sicher!

Zusätzliche arbeit wird belohnt

Als ich letztes Jahr mein Abitur gemacht habe, wurde mir bei der Bekanntgabe der Noten mittgeteilt, dass mir drei Punkte zum besseren Schnitt fehlen würden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich einen Schnitt von 1,6, also auch definitiv einen guten Abiturdurchschnitt. Das Fach, in dem ich die Prüfung am besten machen sollte, war Deutsch. Das Fach, das immer mein absolut liebsten war und das ich ab Herbst auch studieren wollte. Eben da hatte ich statt meiner üblichen 13 Punkte nur 10 in der Abiturprüfung erzielt. Ich war sauer auf mich selbst und ehrlich gesagt auch ziemlich enttäuscht. Gleichzeitig hatte ich aber auch absolut keine Lust mehr zu lernen. Drei Tage lang habe ich hin und her überlegt, ob ich mich noch zu der freiwilligen Nachprüfung anmelden sollte. 12 Punkte, die müsste ich doch eigentlich schaffen, oder? Nach mehreren Gesprächen mit meinen Eltern, meinem Deutsch LK Lehrer und den Beratungslehrern habe ich mich schließlich dazu durchgerungen, die zusätzliche Arbeit auf mich zunehmen und die Nachprüfung zu absolvieren. Und was soll ich sagen, als ich mich an der Uni eingeschrieben habe, durfte ich in das Feld mit dem Notendurchschnitt eine 1,5 eintragen. Ich erzähle diese Geschichte immer super gerne, wenn jemand in einer ähnlichen Situation ist. Zusätzliche Arbeit zahlt sich in den meisten Fällen aus und wird bezahlt! Aber selbst wenn ich die 1,5 nicht gepackt hätte, hätte ich es immerhin versucht. Ich wüsste dann, dass es einfach nicht sein sollte, aber da wäre nicht diese ewige Unsicherheit, es nicht doch schaffen zu können gewesen. Also, go the extra mile, it’s never crowded!

wer nicht fragt, bleibt dumm

Ich vermute, dass die meisten Menschen eine ziemliche Angst davor haben, eine Frage zu stellen. Ich rede jetzt nicht von der Gretchenfrage, also von den wirklich bedeutenden Fragen des Lebens, sondern viel mehr von den Fragen, die einem vielleicht ein bisschen dumm vorkommen. Von denen man denkt, dass sie sich niemand sonst stellt, aber ich kann dir sagen, dass sich die meisten Menschen vermutlich genau die gleichen Fragen stellen. Wenn dir jemand sagt, dass du ihn oder sie ruhig jederzeit zu etwas befragen kannst, dann solltest du das auch ernst nehmen und deine Fragen einfach stellen. Jeder Ersti fragt sich, wo man seine Hausarbeit abgibt. Woher sollst du wissen, wie etwas funktioniert, dass du noch niemals gemacht hast? Trau dich ruhig, zu fragen! Niemand wird dir den Kopf abreißen und als kleine Motivation, die sich übrigens auf sehr gut auf die bedeuteten Fragen unseres Lebens bezieht: wenn du nicht fragst, wird die Antwort immer „nein“ sein.

Was ist das wichtigste, das du bisher gelernt hast?

xoxo Ruth



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