CULTURE CLUB: der Unpopular Opinions TAG – unbekannte Meinungen zu bekannten Büchern

CULTURE CLUB: der Unpopular Opinions TAG – unbekannte Meinungen zu bekannten Büchern

Neulich bin ich in den Tiefen des Internets auf einen sehr interessanten TAG gestoßen. Genauer gesagt auf den „Unpopular Opinions-TAG“, in dem man Fragen rund um die eigene, eher unbekannte oder auch untypische, Meinung zu Büchern beantwortet. Ich mag sowas immer total gerne, da es sehr diskussionsanregend ist und außerdem auch immer so viel über den Leser und dessen Geschmack verrät. Heute möchte ich daher auch an diesem TAG teilnehmen und ich hoffe, dass er euch gefällt! Vielleicht hat der ein oder andere von euch ja auch mal Lust, mitzumachen? P.S.: Bitte hasst mich nicht, sollte ich euer Lieblingsbuch nicht mögen, haha😅🙈

ein beliebtes Buch, das du nicht mochtest

Ich denke, direkt mit der ersten Antwort breche ich einigen Lesern das Herz, aber „After Passion“ ist einfach nicht mein Buch. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach keine Erotikromane mag, oder dass ich Hardin Scott als Beleidigung für sein Vorbild Harry Styles empfinde oder vielleicht liegt es auch einfach daran, dass dieses Buch so ein einziges schlechtes Klischee ist. Und sich die Handlung ständig im Kreis dreht. Ich habe es in meiner Kurzrezension schon geschrieben, aber ich möchte es hier einfach nochmal wiederholen, denn in „After Passion“ passiert einfach die ganze Zeit genau das gleiche. Party. Streit. Sex. Das wars. Hinzu kommt, dass die Beziehung von Tessa und Hardin absolut toxisch und ungesund ist. Und dass Tessa eine absolut gefügige Protagonistin ohne eigene Willenskraft ist, die sich ständig von Hardin verletzten lässt, nur um sich dann erneut auf ihn einzulassen. Tut mir leid, aber das finde ich einfach nicht gut.

Ein weiteres sehr beliebtes Buch bzw. eine sehr beliebte Reihe, die ich aber nach fast 100 Seiten abgebrochen habe, ist „Maze Runner„. Es ist schon eine Weile her, dass ich den ersten Teil angefangen habe, aber ich weiß, dass es mich absolut nicht gepackt hat und dass ich überhaupt keine Bindung zu der Handlung oder den Figuren aufbauen konnte.

ein verhasstes buch, das du mochtest

Puhhh, ich würde das folgende Buch oder die folgenden Bücher nicht unbedingt als „verhasst“ bezeichnen, aber ich weiß, dass sie viele enttäuscht haben. Ich spreche, oder besser schreibe, von „Silber“ von Kerstin Gier. Die „Edelsteintrilogie“ ist ja so ziemlich eine der beliebtesten Buchreihen im deutschsprachigen Raum, ich kenne kaum einen Buchblogger, der diese Romane nicht mag. „Silber“ ist Kerstin Giers zweite Jugendfantasy-Trilogie und ich weiß von vielen, so wohl aus meinem persönlichen Umfeld, als auch aus dem Internet, dass diese Reihe sie einfach nicht überzeugen konnte. Ja, die Geschichte um Liv ist nicht so gut wie die um Gwendolyn, doch ich mag sie trotzdem. Ich finde Träume nämlich einfach total interessant und ich mag einfach die Art, wie hier mit ihnen umgegangen wurde. Auch die Figuren fand ich alle total sympathisch und liebenswert, besonders Livs Stiefbruder Grayson hat es mir angetan. Also ja, ich mochte die Silber-Trilogie und empfehle sie auch gerne weiter :).

ein one-true-pairing (otp), das du nicht mochtest

Auch diese Frage ist schwer. Ich mag eigentlich immer alle Pärchen, aber ich muss sagen, dass ich bei der „Maxton Hall-Trilogie“ die Geschichte um Lydia und den Lehrer viel spannender fand als die um Ruby und James. Es ist nicht so, dass ich Ruby und James gar nicht mochte, aber irgendwie hat ihre Liebesgeschichte schnell an Glanz und Spannung verloren und ich fand das ganze um Lydia und Mr. Sutton einfach interessanter zu verfolgen. Vielleicht, weil man nicht so viel davon mitbekommen hat und es daher nicht so leicht langweilig werden konnte. Ach ja, und wie man Tessa und Hardin shippen kann, ist mir ein absolutes Rätsel 😅.

ein beliebtes genre, das du nicht magst

Ich habe manchmal das Gefühl, dass das einzige Genre, das auf Bookstagram wirklich viel Anklang findet, New Adult/Erotik ist. Ein Genre, mit dem ich einfach nicht so warm werden kann. Ich mochte die „Maxton Hall-Trilogie“ zwar, aber auch da habe ich beim lesen gemerkt, das sich mehr brauche, als nur eine Liebesstory. Und wenn die Hälfte der Handlung aus Sexszenen besteht, dann frage ich mich manchmal wirklich, wie Leute diese Bücher dann auch noch mit „sie eine spannende Handlung“ bezeichnen können. Es tut mir leid, falls ich den ein oder anderen von euch damit jetzt auf den Schlips trete, aber ich brauche einfach mehr als nur ein bisschen Liebe in einem Buch. Ich will nicht alle New Adult Romane komplett ausschließen, ich weiß, dass die doch wesentlich mehr Handlung aufweisen, als erotische Romane wie „Shades of Grey“, aber ich greife tendenziell doch eher zu anderen Genres.

eine beliebte figur, die du irgendwie nicht leiden kannst

Nymphadora Tonks aus „Harry Potter“. Ich weiß, eigentlich jeder liebt sie, aber ich finde sie einfach nur total nervig. Sowohl in den Büchern, als auch in den Filmen. Sie ist weder lustig, noch sonderlich sympathisch, sondern einfach nur albern. Klar, es war am Ende traurig, besonders wegen ihres Sohnes, aber trotzdem konnte ich einfach nie mit ihr warm werden. Es tut mir Leid! Dann hätten wir da noch Tessa aus After, die mich einfach nur total aggressiv gemacht hat. Aber das habe ich ja schon öfters erwähnt, haha. Ansonsten fällt mir jetzt eigentlich keine wirklich beliebte Figur mehr ein, die ich nicht mag.

Dafür aber eine eher unbeliebte Figur, die ich aber nie wirklich schlimm fand: Katniss Everdeen aus „Die Tribute von Panem“. Ich weiß, viele mögen sie nicht, aber ich fand sie eigentlich immer ganz okay. Nicht jede ihrer Entscheidungen ist immer zu 100% nachvollziehbar, aber letztlich wollte sie auch die ganze Zeit nur überleben und wem kann man das schon verdenken?

ein beliebter autor, mit dem du irgendwie nicht klar kommst

Da hätte ich gleich zwei Kandidaten. Auf der einen Seite gibt es Stephen King. Ich zweifele nicht an, dass er ein gefeierter Autor mit Talent ist, aber für mich ist er einfach nichts. Es macht mir einfach Angst, dass sich ein Mensch solch Horrorkreaturen wie den bösen Clown Pennywise ausdenken kann, haha. Außerdem mussten wir mal in der Schule etwas von ihm lesen („The Running Man“) und dieser Roman hat mir einfach absolut nicht gefallen. Es handelt sich dabei um eine Dystopie und ich konnte einfach weder irgendwelche Beziehungen zu den Figuren aufbauen, noch mich für die Handlung sonderlich erwärmen. Einfach gesagt: das Buch war total langweilig. Und auf der anderen Seite gibt es da noch John Strelecky. Der schreibt zwar keine Romane, da „Das Café am Rande der Welt“ aber so eine unglaublich hohe Präsenz auf Social Media hat, wollte ich ihn hier doch erwähnen. Ich habe wirklich versucht, ihn zu mögen. Vollkommen davon überzeugt, ein tolles philosophisches Buch zu lesen, das ich danach zu meinen Lieblingen zählen kann, habe ich „Das Café am Rande der Welt“ aufgeschlagen, und nun ja, es hat mich einfach absolut nicht überzeugen können. Ja, die Metapher mit der Schildkröte war ganz nett, aber der Rest, ich weiß nicht, irgendwie nichts neues. Für mich ist Strelecky einfach nicht das, was ich von ihm erwartet habe :/.

ein typisches buchschema, das du einfach nicht mehr sehen kannst (z.b. Liebesdreiecke, korrupte regierung…)

Bad Boys mit einer schweren Vergangenheit und Dystopien. Bei den Bad Boys muss ich allerdings eine kleine Abgrenzung machen. Im Grunde mag ich Bad Boys in Büchern, oder zumindest die Männer, die ein wenig arrogant sind und vielleicht auch mal ein bisschen gemein, aber auf wirklich böse Jungs mit einer traumatischen Kindheit, die dann ihr schlechtes Benehmen in der Gegenwart entschuldigt, habe ich wirklich keine Lust mehr. Leider, leider ist dieses Schema sehr häufig in New Adult-Romanen vertreten, was auch meine leichte Abneigung erklären könnte. Generell wurde die ganze „traumatische Kindheit/schwere Vergangenheit“-Schiene ein bisschen zu oft gefahren, jedenfalls für meinen Geschmack. Außerdem habe ich mich an Dystopien satt gelesen. Das liegt vielleicht daran, dass wir sie in der Schule behandelt haben (da, wo wir das furchtbare Buch von Stephen King gelesen haben) und sie dahin gehend genauestens analysiert haben, vielleicht ist es aber auch das ewig gleiche Handlungsschema, das mich davon abhält, zu einer Dystopie zu greifen.

eine beliebte buchreihe, bei der du kein interesse hast, sie zu lesen

Obwohl ich gegen meine Erwartungen auch „After Passion“ gelesen habe, habe ich einfach absolut kein Interesse daran, mich „Shades of Grey“ von E.L. James zu widmen. Ich habe es schon in einem anderen Post erwähnt, aber tue es hier noch einmal, denn dieses Story spricht mich einfach überhaupt nicht an. Ich habe den dritten Film damals im Kino gesehen und danach hatte ich nur noch weniger Lust, auch nur eines der Bücher zu lesen. Eine Reihe, bei der ich mir noch nicht sicher bin, ob ich sie nicht doch einmal lesen möchte, ist „Der Herr der Ringe„. Im Grunde ist es ja fast schon ein Klassiker, aber ich weiß einfach nicht, ob die Geschichte meinem Geschmack entspricht.

eine filmadaption, die du besser fandest als die buchvorlage

Auch wenn in den meisten Filmen die Buchvorlage die Filmadaption um Längen schlägt (Edelsteintrilogie), gibt es auch einige Bücher, die gute Verfilmungen bekommen haben (Harry Potter) und sogar einige, bei denen mir die Filme um einiges besser gefallen haben, als das Buch: „Tribute von Panem„. Ich habe das erste Buch zwar unglaublich geliebt, das empfinde ich auch als besser als die Filme, aber den zweiten Teil musste ich leider nach einem Drittel oder so abbrechen, weil es einfach so langweilig war. Seitenlange Dialoge, eine Zugfahrt, die sich extrem in die Länge zieht und einfach ganz anders als der erste Teil. Die Filme hingegen fand ich echt gelungen und daher auch deutlich besser als ihre literarische Vorlage.

Habt ihr auch eine Unpopular Opinion?

xoxo Ruth



10 thoughts on “CULTURE CLUB: der Unpopular Opinions TAG – unbekannte Meinungen zu bekannten Büchern”

  • das ist ja mal ein mega interessanter Tag 😊
    auf After hast du es ja so ein bisschen abgesehen, was? 😅 ich hab es imme rnoch nicht gelesen (mir komnen immer andere Bücher unter und dann lese ich die zuerst🤣)
    Maze Runner habe ich tatsächlich noch gar nicht gelesen, ich hab nur die ersten beiden Filme gesehen 🙌🏼 Mit Silber bin ich bisher nicht warm geworden 🤔 ich habe mehrmals den ersten Teil zu lesen begonnen, aber bis zum Ende habe ich es nie geschafft 🤦🏼‍♀️
    Die Shades Of Grey Bücher sind eine meiner liebsten Buchreihen! Die Filme hab ich nicht gesehen, also nur die Ausschnitte, die man auf YouTube findet 😅 Ich hab sonst wenig in dem Genre oder auch New Adult gelesen, aber abgeneigt bin ich dem definitiv nicht 🤷🏼‍♀️
    „Klassiker“ wie Harry Potter und Herr der Ringe habe ich nicht gelesen und bin mir auch noch unsicher, ob ich mich da ranwagen soll😄

    • Ohhh, da hast du ja echt ganz andere Meinungen als ich😂, was ich aber wirklich gut finde😇 Es ist ja gerade so schön, dass es so viele unterschiedliche Meinungen gibt. Und ja, auf After habe ich mich irgendwie ein bisschen eingeschossen, haha

  • Ich habe eher weniger unpopular opinions, sondern kenne viele beliebte Sachen einfach nicht… Zum Beispiel habe ich nur den ersten Harry Potter Film gesehen, und das erst vor kurzem, weil ich irgendwie doch neugierig war. Ich möchte den Film, schaue vielleicht auch mal noch die weiteren Teile, aber bis vor kurzem hat mich das einfach nicht wirklich interessiert…
    Außerdem bin ich der Meinung, dass der Roman „Deine Juliet“ mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
    Liebe Grüße, lilaboxx

  • Das war ja nett! Genau, Kafka ist großartig! Nur im Deutschunterricht werden einem die wirklich großen und guten verdorben so wie das Interesse an den meisten spannenden Sachen, leider nur wenige Lehrer (ganz vom Lehrplan abgesehen) haben das Format, dagegen ankämpfen zu können.

  • Ich bin immer mal wieder überrascht, und öfter positiv als negativ. So dachte ich, als der Hype um Harry losging, was soll der Schmarrn. Habe ihn dann aber fast zwangsläufig (Kinder) gelesen und war sehr positiv angetan – von den ersten Bänden bis etwa zum trimagischen Turnier und der süßen Erstlingsküsserei und von den Büchern wie üblich mehr als von den Filmen (wobei die überwiegend ganz gut gemacht sind, aber die Feuerwehrtreppen, die sich wie auf einem Leiterwagen halt drehen fand ich blöd, was soll daran magisch sein?). Freilich habe ich zwar die überbordende Phantasie betreffend als des Zauberkuddelmuddels genossen, aber es mehr als Jugend – Entwicklungsroman gelesen und fand, dass die Autorin vieles fein getroffen hat. Auch andere Autoren, die mich zuerst abgeschreckt haben, ein Beispiel wäre G. Grass, haben mich dann überzeugt (ich war seinerzeit eher ein Böll-Fan). Freilich, manchmal ist die Idee gut und entweder schon die allgemeine Ausführung nicht so toll oder, relativ oft, hält das nicht bis zum Ende durch (das Letztere wäre für mich z.B. Fräulein Smillas Gespür für Schnee), ganz ganz oft bei Graphic Novels, Comics. Selbst für den großen Tolkien gilt das, tatsächlich ist der erste Band des Herrn der Ringe einfach toll um dann immer mehr (wie auch z.B. Harry) in das üblich düstere wie auch zu simple Gut gegen Böse abzugleiten – also, der große Endkampf zwischen einem vordefinierten Guten und einem dem gegenübergestellten konstruierten Bösen lockt jetzt langsam keinen Hund mehr hinterm Ofen vor. Da würde schon mehr interessieren, was die Oberbösewichte eigentlich leitet (ja, oft übertrieben und auch wieder simplifiziert, ach, der Ärmste hatte eine schlimme Kindheit – da gefällt mir am Besten der Film „ein Fisch namens Wanda“ (mit ganz viel Monty Python – Humor), als über Otto gesagt wird, er sei als Kind immer geschlagen worden, und einer der andern Gauner nur kommentiert: „gut!“ Was ich aber immer würdige sind eben gute Ideen, aber auch eine gute, schöne Sprache, und hier ist es leider so, dass die ganzen Übersetzungen das meist nicht so wiedergeben können, also weder das, was sie im Original vielleicht waren noch ein Kongeniales in Deutsch. Ja, und das seltsame, schattige Grau der ach so grausamen Liebe habe ich auch weder vor, anzuschauen, noch zu lesen – bisher konnte mir auch niemand sagen, was daran toll sein soll. Am Besten war noch der Kommentar, den ich irgendwo las, dass das halt nur für Reiche so klappt, einen Armen hätten sie halt eingesperrt. Aber was passiert denn schon?

    • Erst mal: ganz lieben Dank für diesen Hammer-Kommentar!
      Freut mich, dass du öfter positiv als negativ überrascht bist, so soll es doch sein😇 Ich war ehrlich gesagt auch Harry zuerst kritisch gegenüber, habe ich ihn dann irgendwann so tief in mein Herz geschlossen, dass er nie wieder da raus kommt, haha. Ich lasse mich auch immer gerne positiv überraschen von Autoren, die in der Schule beispielsweise eher unbeliebt waren (ich war in meinem LK die einzige, die Kafka mochte und auch jetzt im Deutschstudium bin ich noch nicht wirklich vielen begegnet, die Kafka wirklich mögen). Gute Ideen würdige ich auch stets, nur manchmal wird eine gute Idee irgendwie in den Satz gesetzt (Tribute von Panem). Gut, dass wir bei Shades of Grey einer Meinung sind!
      Hab noch einen schönen Tag!

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