CULTURE CLUB: Rezension zu „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas

CULTURE CLUB: Rezension zu „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas

Freunde, was soll ich sagen, nach meiner letzten, und ersten (kann man das überhaupt in dieser Reihenfolge sagen, haha?), Buchrezension in einem einzelnen Blogpost habe ich richtig Lust, noch eine zu schreiben. Ich habe nämlich wieder ein Buch gelesen, für das es nicht ausreicht, nur in eine paar Sätzen und gemeinsam mit ganz vielen anderen Büchern in einem Leseupdate erwähnt zu werden, sondern das einen ganz eigenen Blogpost verdient. Ich spreche von „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas. Viel Spaß also bei meiner Rezension für diesen Roman!

warum dieses buch?

Wieso habe ich mich überhaupt dazu entschieden, „Das Reich der sieben Höfe“ zu lesen? Nun ja, das hatte mehrere Gründe. Zum einen wollte ich endlich mal wieder etwas fantastisches lesen. Fantasy ist eines meiner liebsten Genres bis dato hatte ich 2019 nur „Die Fabelmacht-Chroniken“ von Kathrin Lange gelesen. Ein Zweiteiler, der mir leider insgesamt nicht wirklich gefallen hat. Der erste Teil war grandios, der zweite eher nicht so, um nicht zu sagen furchtbar schlecht. Das sollte also die einzige Fantasy-Geschichte für dieses Jahr sein? Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe mich daher erkundigt, welche Fantasy-Romane denn sehr beliebt sind. So bin ich dann tatsächlich auf „Das Reich der sieben Höfe“ gestoßen. Ich hatte den ersten Band tatsächlich vorher schon ein paar Mal in der Hand, aber nie die richtige Motivation, ihn auch zu lesen. Doch das hat sich ja dann geändert. Der zweite Grund war übrigens die Tatsache, dass ich nach ein paar Einzelbänden auch mal wieder so eine richtig packende Reihe lesen wollte. Am besten eine Trilogie oder sogar mehr Teile (ich glaube, „Das Reich der sieben Höfe“ ist aktuell eine Tetralogie, aber nagelt mich bitte nicht drauf fest). Und da war ich dann und begann mit „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“

worum es geht

„Dornen und Rosen“ ist der Auftakt eines Mehrteilers. Es geht um die junge Jägerin Feyre, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt und durch das Jagen ihre Familie über Wasser halten muss. Sie lebt in einer Welt, in der es Menschen und die geheimnisvollen, von Menschen gefürchteten Fae gibt. Eines Tages wird sie von genau so einem entführt und in das sagenumwobene Reich Prythian gebracht. Sie erfährt immer mehr über die eigentlich so verhasste andere Welt und schließlich ist sie es, die das Land von einem dunklen Fluch befreien muss.

das cover

Ehrlich gesagt fand ich das Cover anfänglich gar nicht so schön. Es war mir irgendwie zu kitschig, aber mittlerweile hat sich das geändert. Es ist geheimnisvoll, genau wie die Geschichte. Man weiß durch das Cover nicht genau, was einen erwartet und das weiß man auch am Anfang des Lesens nicht.

die figuren

Es gibt erst drei, später dann vier zentrale Figuren: Feyre, Tamlin, Lucien und schließlich Rhysand. Erzählt ist die Geschichte aus der Sicht von Feyre.

  • Feyre ist eine sehr eigenwillige Protagonistin, manchmal ein bisschen zu ernst, aber sie ist stark und weiß, was es heißt, ums Überleben kämpfen zu müssen. Man muss sich erst ein bisschen an sie gewöhnen, aber eigentlich ist sie eine sehr nachvollziehbare und sympathische Figur.
  • Bei Tamlin (meine Autokorrektur macht die ganze Zeit „Tomlin“ daraus, ich hoffe, dass es mir jedes Mal auffällt und ihr überall auch wirklich „Tamlin“ lest😅) bin ich mir das Sympathielevel betreffend nicht so ganz sicher. Er ist im Grunde nicht unsympathisch, aber er hat irgendwie etwas von einem Kontrollfreak und das stört mich ein wenig.
  • Lucien ist Tamlins bester Freund und absoluter Sympathieträger. Ich mag seine sarkastische, leicht arrogante Art und auch wenn man ihn anfangs vielleicht als Antagonisten verstehen könnte, so habe ich ihn doch ins Herz schließen können.
  • Zu guter Letzt die geheimnisvollste und damit auch interessanteste Figur: Rhysand. Ich mochte ihn eigentlich von seinem ersten Auftritt an richtig. Jedes Mal, wenn er vorkam, habe ich mich gefreut und jeden seiner Sätze aufgesogen. Ich muss unbedingt mehr über ihn erfahren!

Letztlich hat der Roman neben diesen vier Hauptfiguren noch weitere tolle Charaktere erschaffen und auch eine Antagonistin, die es in sich hat. Manche Figuren mögen zu Beginn der Handlung vielleicht ein wenig flach erscheinen, aber je tiefer man in diese fantastische Welt eintaucht, desto mehr erfährt man über sie und desto plastischer werden sie auch. Der einzige der leider farblos bleibt, ist Feyres Vater.

die sprache und der schreibstil

Hier muss ich wirklich ein sehr großes Lob aussprechen. Der Schreibstil ist wirklich großartig. Die Autorin Sarah J. Maas schreibt sehr bildlich und regt absolut die eigene Vorstellungskraft an. Mit ihren Worten schafft sie eine so plastische Welt, dass der Leser beinahe das Gefühl hat, selbst inmitten der Handlung zu stehen. Sowas habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Die Sprache ist nicht unbedingt gehoben, aber man muss schon manche Sätze zweimal lesen, da die Wortwahl und Satzstruktur nicht ganz so einfach ist wie zum Beispiel bei vielen New Adult-Romanen, die man einfach so runterlesen kann. Ein bisschen Konzentration ist also schon gefordert, aber keine Sorge, das kriegt ihr hin!

die handlung

Wie schreibe ich hierzu etwas möglichst aussagekräftiges, ohne zu viel zu spoilern? Sagen wir es mal so: die Handlung ist auf jeden Fall sehr einfallsreich. Mit einigen Wendungen rechnet man absolut nicht und ich war teilweise echt sehr überrascht. Logikfehler oder ähnliches konnte ich nicht ausmachen.

atmosphäre und spannung

Ehrlich gesagt brauchte die Story ein bisschen, um mich zu packen. Ich hatte irgendwie nicht direkt Zugang zu dieser Welt und zu den Figuren. Die ersten 100 – 150 Seiten war ich noch recht kritisch allem gegenüber, bin beim Lesen recht schnell abgeschweift und war mehr mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt als mit dem Buch vor mir, doch dann wurde es plötzlich schlagartig besser. Sobald ich mich an die Figuren, das Setting und halt auch die Handlung an sich gewöhnt hatte, war ich dem Roman völlig verfallen. Wollte immer wissen, wie es weitergeht, wollte mehr über Prythian und seine Bewohner erfahren. Ich habe dann irgendwann nicht nur einmal am Tag, sondern sooft es ging zum Buch gegriffen und die letzten 100 Seiten innerhalb eines Abends ohne Absetzen verschlungen.

zielgruppe und genre

„Das Reich der sieben Höfe“ ist ein Fantasyroman. Und zwar High Fantasy. Das heißt, dass die Geschehnisse in ihrer eigenen Welt stattfinden. Es nicht wie bei Harry Potter, wo die Zauberer- und die Muggelwelt nebeneinander existieren und die Muggelwelt der unseren entspricht. Zwar gibt es bei „Dornen und Rosen“ auch ein „Land der Menschen“ und ein „Land der Fae“ (Prythian), jedoch handelt es auch auch bei der Menschenwelt um eine ausgedachte, fiktive Welt, die sich von unserer erheblich unterscheidet. Auch ist nicht klar, zu welcher Zeit die Handlung spielt. Wer Fantasy also gar nicht mag, der ist hier nicht so wirklich gut aufgehoben. Ich habe davor tatsächlich noch nie High Fantasy gelesen und musst mich erst dran gewöhnen, aber mich konnte das Genre dann trotzdem von sich überzeugen.

Ansonsten ist der Roman vor allem an Teenager und Junge Erwachsene gerichtet. Es ist ein Jugendbuch, da auch die Protagonistin Feyre noch eine Jugendliche ist, ihr genaues Alter wird jedoch nicht genannt. Wer auch eine Liebesgeschichte braucht, der ist definitiv gut bedient. Ich verrate aber noch nicht, welche Figuren miteinander anbandeln, hehe 😉.

fazit

Nach leichten Startschwierigkeiten konnte Sarah J. Maas‘ Fantasyroman „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“ mich dann doch noch absolut von sich überzeugen. Ich habe mich in die Welt und die Figuren (oder jedenfalls einige der Figuren) verliebt und auch direkt mit Band zwei angefangen. Die Geschichte ist einfallsreich und der Schreibstil mehr als überzeugend. Ein wirklich schöner Auftakt einer epischen Fantasyreihe!

Bewertung: 8,5 von 10 Punkten

Habt ihr diesen Roman schon gelesen?

xoxo Ruth



2 thoughts on “CULTURE CLUB: Rezension zu „Das Reich der sieben Höfe. Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas”

  • Also, so wie du das geschrieben hast, klingt das echt richtig gut und ich werde das vielleicht auch mal lesen. In letzter Zeit habe ich wieder echt viel gelesen und im Moment habe ich sogar keinen Stapel von ungelesene Büchern rumliegen… Das kann so nicht bleiben 😂😂

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