Reisebericht: vier Tage in Hamburg

Reisebericht: vier Tage in Hamburg

Letzte Woche waren meine Schwester und ich für vier Tage in Hamburg. Uns beiden hat es dort unglaublich gut gefallen und wir freuen uns schon sehr auf unseren nächsten Besuch, der hoffentlich nicht all zu weit in der Zukunft liegt. Daher habe ich heute auch einen Reisebericht für vier Tage in Hamburg für euch. Ich hoffe, es gefällt euch und ihr könnt den ein oder anderen Tipp für eure Reise in die Hansestadt mitnehmen!

Anreise mit der Bahn

Wir sind mit der Bahn angereist. Besonders aus Umweltschutzgründen bin ich der Meinung, dass man Flüge innerhalb Deutschlands unbedingt vermeiden sollte. Und auch in Städte wie Paris kann man von Köln zum Beispiel wunderbar über den Schienenweg erreichen. Hinzu kommt, dass man kaum Zeitersparnis hat. Am Flughafen muss man immer ein bis zwei Stunden früher da sein, Flughäfen liegen weit außerhalb der Städte, Flugzeuge heben fast nie pünktlich ab und dann kommt ja auch noch die eigentliche Flugzeit dazu. Bahnhöfe hingegen liegen in den Zentren der Städte und es gibt einfach auch viel mehr von ihnen. Die Deutsche Bahn hat es zwar nicht so mit Pünktlichkeit, aber ich ziehe die Bahn innerhalb Deutschlands trotzdem dem Flugzeug vor. Meine Schwester und ich sind also von Köln Hbf nach Hamburg Hbf gefahren.

Unsere gesamte Reise haben wir über Hamburg Tourismus gebucht. Das Bahnhit-Paket beinhaltet das Hotel, die An- und Abreise mit der Bahn und die Hamburg CARD, mit der man die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort nutzen kann und außerdem vergünstigten Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten (z.B. das Speicherstadtmuseum) erhält. Das Bahnticket ist ohne Zugbindung, ich würde euch jedoch trotzdem empfehlen, euch für eine Bahn zu entscheiden und Sitzplätze online zu reservieren. Das geschieht dann über die Deutsche Bahn selbst und kostet noch einmal zusätzlich ca. 18€.

Unser Hotel

Wir haben im Mercure Hotel Hamburg Mitte übernachtet. Wir hatten ein Doppelzimmer + Frühstück gebucht und waren sehr zufrieden damit. Das Zimmer war sauber, das Personal ausgesprochen freundlich und das Frühstück lecker. Es war ein klassisches Frühstücksbuffet mit Speck, Eiern, Pancakes, Brötchen, Wurst, Käse, süßem Aufstrich, Obst und Müsli.

Das Hotel liegt nur 600m weit vom Bahnhof Sternschanze entfernt, von dem man sehr gut und schnell den Hauptbahnhof und somit die Innenstadt erreicht. Tagsüber ist der Bahnhof recht belebt, Abends leider ein bisschen gruselig.

Extra Sympathiepunkte konnte das Hotel bei mir übrigens mit der Musikauswahl beim Frühstück sammeln. Zu erst lief „Slow Hands“ von Niall Horan und dann, man glaubt es kaum, „Two Ghosts“ von HARRY STYLES 🤩.

Highlight: Hafenrundfahrt und Elbphilharmonie

So gut wie jeder Reiseführer empfiehlt seinen Lesern an einer Hafenrundfahrt teilzunehmen und ich weiß jetzt auch warum. Die Hafenrundfahrten sind wahnsinnig interessant. Und anders als in anderen Städten auch überhaupt keine Touristenfalle.

Von den St. Pauli Landungsbrücken aus kann man mit verschiedenen Anbietern eine ein oder zwei Stündige Fahrt durch den Hafen buchen. Hier fährt man entweder mit Barkassen oder mit klassischen Passagierschiffen. Wir haben uns für letzteres und eine Fahrt durch den großen Industriehafen entschieden. Es gibt auch Fahrten mit Speicherstadt, da wir aber am nächsten Tag noch ins Museum gehen wollten und am Vormittag schon die ganze Zeit durch die Haferstadt geschlendert sind, haben wir uns gegen eine Fahrt durch diese entschieden.

Die Fahrt führte die Elbe entlang zu den großen Schiffen und auf dem Rückweg noch einmal an der Elbphilharmonie vorbei. Erklärt wurde alles Interessante auf dem Weg. Sei es etwas über den Hafen oder das Ufer auf der rechten Seite. Wir hatten das große Glück, dass unsere Fahrt sehr jugendlich und lustig gestaltet war und so haben meine Schwester und ich uns sehr gut unterhalten gefühlt. Also Freunde, macht eine Hafenrundfahrt, wenn ihr in Hamburg seid!

Highlight: Speicherstadt

Mit am meisten gefreut habe ich mich auf den Besuch der Speicherstadt. Kennt ihr noch die Kinderserie „Pfefferkörner“? Ich habe das früher als Kind soo geliebt und wollte seitdem unbedingt mal nach Hamburg. Und ganz besonders in die Speicherstadt. Dort befindet sich nämlich das Hauptquartier der Kinderdetektive und schon da war ich fasziniert von den riesigen Lagergebäuden.

Die Speicherstadt wurde zwischen 1885 und 1910 in drei Bauabschnitten auf der Kehrwiederinsel/Wandraminsel gebaut. Obwohl durch Kriegszerstörungen einiges an Lagerflächen verloren gegangen ist, stehen immer noch 400.000 m2 Speicher- und Kontorfläche zur Verfügung. Gelagert werden hauptsächlich Kaffee, Gewürze und Teppiche. Tatsächlich ist Hamburg der weltweit große Umschlagplatz für Orientteppiche. Was ich dank der „Pfefferkörner“ aber bereits wusste. Direkt neben der Speicherstadt befindet sich übrigens die HafenCity. Hier befinden sich moderne Häuser und schickes Yachthafenambiente. Mich persönlich hat es an eine Mischung aus Kölner Rheinauhafen und dem Düsseldorfer Medienhafen erinnert. Mein Favorit bleibt jedoch die Speicherstadt, die mit ihren alten Häusern und den vielen Brücken mein Herz für sich gewonnen hat.

Die Speicherstadt erkundet man übrigens am besten zu Fuß. So bekommt man ihren Charme einfach am besten mit. Wir waren dann noch im Speicherstadtmuseum. Das ist ein kleines Museum, in dem die Geschichte der Speicherstadt sehr anschaulich und kinngerecht erklärt wird. Dort gibt es außerdem Eintrittsvergünstigungen mit der Hamburg CARD. Des Weiteren beherbergt die Speicherstadt auch noch das Miniatur Wunderland und den Hamburg Dungeon. Ein sehr beliebter Fotospot ist die Poggenmühlenbrücke, von der aus man direkt auf das Wasserschloss guckt. Ansonsten heißt es hier: Augen auf und genießen!

Highlight: König der Löwen – Das Musical

Meine Schwester ist ein riesiger König der Löwen-Fan und somit war auch klar, dass wir auf jeden Fall ins Musical gehen. Sie wusste bis zu ihrem Geburtstag gut zwei Wochen vor unserer Reise allerdings noch nichts von ihrem Glück, während ich mich schon seit April darauf gefreut habe.

Wir saßen in der vierten Reihe und die Karten haben so um die 120€ gekostet, was natürlich ein ordentlicher Batzen Geld ist, der aber gut investiert ist. Das Musical ist wirklich ein Traum! Die Kostüme, die Musik, die ganze Atmosphäre. Man kommt gar nicht drum herum, die ein oder andere Träne verdrücken zu müssen. Besonders bei der gigantischen Eingangsszene zu „Circle of Life“ (Der Ewige Kreis) liefen bei mir die Tränen. Also wirklich, dieses Musical ist genial. Und außerdem um einiges besser als die Realverfilmung, die derzeit im Kino läuft.

Hier noch ein paar Informationen zum Musical: das Gebäude befindet sich in der Norderelbestraße 6 und man erreicht es am besten mit dem Boot. Von den St. Pauli Landungsbrücken quasi direkt gegenüber fährt man ca. fünf Minuten mit extra König der Löwen-Shuttlebooten rüber und wird auch nach der Vorführung wieder abgeholt. Es empfiehlt sich, ca. 1 1/2 – 2 Stunden früher am Anleger zu sein und rüber zu fahren. So kann man in Ruhe noch eine Kleinigkeit essen, evtl. Fotos machen, der Toilette noch einen Besuch abstatten und muss sich insgesamt einfach nicht so hetzen. Die Vorführung wird durch eine kleine Pause von 20 Minuten geteilt, jedoch würde ich euch empfehlen, die Pause nicht für einen Toilettengang zu nutzen. Die Schlange ist nämlich ziemlich, ziemlich lang. Übrigens sind Fotos während der Vorstellung strengstens verboten. Sollte man doch ein Foto machen, wird man auch augenblicklich vom Personal darum gebeten, das Foto zu löschen. Also besser gar nicht erst ausprobieren!

Auch noch sehenswert: Jungfernstieg, Michel und Elbtunnel

Neben diesen drei Highlights haben wir natürlich auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten in Hamburg besichtigt. Diese haben uns zwar auch gut gefallen, aber wenn mich jemand nach Hamburgtipps fragt, würde ich sie nicht an erster Stelle nennen.

Jungfernstieg & Rathaus: direkt am ersten Tag waren wir am Jungfernstieg und am Rathaus. Wir wollten in der Nähe in ein paar Geschäfte gehen und direkt am ersten Tag auch schon was von dem Hamburg sehen, das man aus Reiseführern und Co. kennt. Ich finde die Umgebung rund um den Jungfernstieg ganz nett, aber doch recht überfüllt. Eben typisch Innenstadt.

Hamburger Michel: der Hamburger Michel, eigentlich St. Michaelis Kirche, ist die bekannteste Kirche Hamburgs und definitiv eine Besichtigung wert. Von innen ist sie fast komplett weiß und wer für kleines Geld den Aufstieg ganz nach oben in den Turm wagt, bekommt einen tollen Ausblick über die Stadt geboten. Für diejenigen, die die Treppen nicht nutzen können oder möchten, gibt es übrigens auch einen Aufzug.

St. Pauli-Elbtunnel: Am Ende unserer Reise waren meine Schwester und ich dann noch im St. Pauli-Elbtunnel. Der fast 427 Meter lange Tunnel verbindet die Norderelbe mit den Landungsbrücken und ist ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Besonders bei eher schlechtem Wetter empfiehlt es sich, dem Elbtunnel mal einen Besuch abzustatten.

Shoppen in Hamburg

Wenn man in einer Stadt Urlaub macht, gehört shoppen irgendwie auch immer dazu. Wir haben das shoppen direkt mit dem Ankunftstag verbunden. Das ist daher sehr empfehlenswert, da man so keinen gesamten Tag „opfert“, den man auch mit Besichtigungen etc. hätte füllen können. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu platzfüllend für nur ein paar Stunden und so eignet sich das shoppen einfach super dafür. Gute Einkaufsstraßen in Hamburg sind zum einen die berühmte Mönckebergstraße, welche man direkt vom Bahnhof aus erreicht. Die Poststraße, die quasi direkt neben dem Rathaus liegt und zum Gänsemarkt führt, hat mir persönlich sogar noch ein Stückchen besser gefallen. Falls es regnet, kann ich euch außerdem noch die Europa Passage unweit vom Jungfernstieg entfernt, ans Herz legen. Die Geschäfte, in denen ich fündig geworden bzw. die mir besonders gut gefallen haben:

Brandy Melville: Brandy gibt es mittlerweile in einigen deutschen Großstädten, nur in Köln leider noch nicht. Daher wollten meine Schwester und ich unbedingt in den in Hamburg. Das Bekleidungsgeschäft bietet moderne One Size Mode für Frauen. Mit ihren verspielten Details und den sehr weichen Stoffen konnte mich der Laden wieder einmal überzeugen. Adresse: Jungfernstieg 45

Abercrombie & Fitch: Man mag über die Marke sagen, was man möchte und sie ist auch bestimmt nicht mehr so beliebt wie vor fünf Jahren, aber mir gefällt der Stil der Sachen einfach immer noch. Und so gehe ich jedes Mal, wenn ich in einer Stadt mit Abercrombie bin, rein und werde auch jedes Mal fündig. Adresse: Poststraße 11

H&M Home: Hamburg hat neben einer Menge klassischer H&M-Filialen auch eine wunderschöne für Inneneinrichtung. Ich habe zwar nichts gekauft, da ich nichts brauchte, aber schon allein von der Optik war die Filiale einen Besuch wert. Übrigens gibt es dort auch einen wunderschönen integrierten Blumenladen, der zu meinem Stammblumenladen geworden wäre, würde ich in Hamburg wohnen ;): Adresse: Mönckebergstraße 11

Essen gehen: Peter Pane & Eisprinzessinnen

Städtetrips machen hungrig und so mussten wir natürlich ab und zu auch mal etwas essen. Was das angeht, habe ich zwei absolute Favoriten für euch:

Peter Pane: Im Burgerlokal Peter Pane findet vermutlich jeder etwas. Neben einer riesigen Auswahl an Burgern (mit und ohne Fleisch und sogar auch ohne Brot) gibt es hier auch super leckere Salate. Es erinnert ein bisschen an Hans im Glück, hat mir aber persönlich besser gefallen. Adresse: Hamburg Turnhalle, Lange Reihe 107

Eisprinzessinnen: Super leckeres, und zum Teil auch veganes, Eis gibt es bei den Eisprinzessinnen. Ich habe dort zum ersten Mal in meinem Leben veganes Schokoladeneis und ich muss gestehen, dass es fast noch besser geschmeckt hat, als das klassische. Adresse: Am Rathenaupark 15

Wart ihr schon einmal in Hamburg?

xoxo Ruth

Travel Guide Hamburg

Du willst noch mehr Reisetipps von mir? Kein Problem! Zu London, Dänemark und Dublin habe ich ebenfalls schon Reiseberichte geschrieben.



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