Rezension: Das Hotel der Erinnerung von Chelsea Bobulski

Rezension: Das Hotel der Erinnerung von Chelsea Bobulski

Hallöchen! Ich hoffe, es geht euch allen gut! In diesem Beitrag gibt es mal wieder eine Rezension. Es geht um „Das Hotel der Erinnerung“ von Chelsea Bobulski. Viel Spaß beim lesen!

Infos zum Buch:

Titel: Das Hotel der Erinnerung I Autor: Chelsea Bobulski I Verlag: Carlsen I Seiten: 349 I Erscheinungsdatum Deutschland: August 2019 I Preis: 13,00€ (Taschenbuch) I ISBN: 978-3-551-31813-8 I Zum Buch

Darum geht es:

Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen? (Carlsen.de)

„Es ist ein Jammer, dass heute Morgen so viele Boote auf dem Fluss unterwegs sind. Wenn ich über die Reling der Fähre ins Wasser gleiten würde – aus Versehen natürlich -, würde man mich sehr wahrscheinlich nicht ertrinken lassen.
Doch wenn ich ehrlich bin, würde ich es wohl ohnehin nicht tun.“

-Chelsea Bobulski, Das Hotel der Erinnerung

Handlung & Thematik

Ich lese total gerne Mystery-Geschichten. „One of us is lying“ habe ich ja total geliebt und ich mag es auch in Serien und Filmen total gerne, wenn ich überrascht werde und nicht direkt weiß, was eventuell gleich passiert. „Das Hotel der Erinnerung“ ist genau so ein Buch. Eingebettet in das Setting eines alten Hotels, was in meinen Augen einfach grundsätzlich schon eine super Vorlage für Spannung liefert, wird hier die Geschichte von Nell und von Lea erzählt. Die Handlung springt zwischen den Ereignissen der Jahre 1905 (Lea) und 2017 (Nell) hin und her und baut so ungemein viel Spannung auf. Als Leser möchte man quasi permanent wissen, wie die beiden in Verbindung zu einander stehen und warum das Buch „Das Hotel der Erinnerung“ heißt. Ohne zu viel von der Handlung preisgeben zu müssen, kann ich euch schon einmal eins verraten: ihr werdet es herausfinden und die Auflösung werdet ihr lieben. Genauso wie ihr die Wendepunkte dieses Romans lieben werdet. Ich war wirklich überrascht, habe mit nichts dergleichen gerechnet und fand die Zusammenführung der beiden Geschichten wirklich sehr gelungen.

ACHTUNG! Der folgende Abschnitt könnte SPOILER und TRIGGER enthalten! Wenn du das nicht lesen kannst/möchtest, scroll einfach bis unter das Bild!

Auf Goodreads habe ich gelesen, dass einige andere Rezensenten das Buch (zu) gruselig fanden und sich zu manchen Geschehnissen eine Triggerwarnung gewünscht hätten. Gruselig fand ich das Buch tatsächlich nicht unbedingt. Es war spannend, ja, und ein „Pageturner“, aber es war in meinen Augen nicht wirklich gruselig. Allerdings war das von meiner Seite aus auch kein Anspruch an diesen Roman. Was die Triggerwarnung betrifft: ich habe das Buch nicht als triggernd empfunden und sehe auch nicht wirklich Bedarf für eine. Solltet ihr jedoch persönliche Erfahrungen mit häuslicher Gewalt haben, ist das vielleicht nicht unbedingt das richtige Buch für euch. Diese wird zwar nur angedeutet, aber was einen persönlich triggert, ist ja völlig unterschiedlich!

Rezension zu das Hotel der Erinnerung

Figuren

In „Das Hotel der Erinnerung“ gibt es drei zentrale Figuren: Nell, Lea und Alec. Dazu kommen einige Randfiguren wie Eltern, Hotelmitarbeiter, Freunde oder Leas Verlobter Lon. Die Ausarbeitung der Hauptfiguren hat mir sehr gut gefallen. Nell und Lea erzählen wie gesagt abwechselnd und ermöglichen es dem Leser so, nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch den Zeiten zu springen. Ich konnte mich weder entscheiden, welche Zeit (und Geschichte) ich interessanter fand, noch welche Figur mir sympathischer war. Jedenfalls konnte man sich sehr gut in sie einfühlen und sie nachvollziehen. Auch Alec, auf dessen Innenleben der Leser keinen „Zugriff“ hat, ist die Figur mit eigener Geschichte und Tiefgang.

Schreibstil

Zu guter letzt möchte ich noch den Schreibstil der Autorin loben! Wunderschön erzählt, mit sprachlichen Bildern geschmückt und immer wieder überraschend, schreibt Chelsea Bobulski die Geschichten von Nell und Lea. Und das auch jeweils der Zeit angepasst. So ist der Schreibstil bei Lea ausgeschmückter und bildlicher als der bei Nell, aber das passt auch gut zur Geschichte. Und dann ist der Schreibstil natürlich auch ein Grund dafür, warum man dieses Buch förmlich verschlingt: er ist einfach fesselnd!

Fazit

„Das Hotel der Erinnerung“ hat mir unglaublich gut gefallen. Es punktet mit Ideenreichtum, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, durchdachten Figuren und einem guten Schreibstil. Ich bin wahnsinnig froh, mir das Buch gekauft und auch fast direkt gelesen zu haben. Wer auf der Suche nach einer spannenden Geschichte ist, ist bei diesem Buch auf jeden Fall an der richtigen Adresse! Übrigens: es gibt auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, die perfekt in die Spannung eingebettet wurde. Somit ist „Das Hotel der Erinnerung“ auch was für all diejenigen unter euch, die Romantik in ihren Büchern brauchen. Weil mich der Roman so überzeugen konnte, gehört er für mich definitiv zur Kategorie:

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xoxo Ruth

Rezension zu Das Hotel der Erinnerung



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