REZENSION: One True Queen – Von Sternen gekrönt von Jennifer Benkau

REZENSION: One True Queen  – Von Sternen gekrönt von Jennifer Benkau

Falls ihr bereits seit längerem sehnsüchtig auf eine neue Rezension von mir gewartet habt, dann ist heute endlich der Tag der Tage gekommen! Es gibt eine neue Review und zwar dies mal zu „One True Queen. Von Sternen gekrönt“ von Jennifer Benkau. Aufgrund des vorweihnachtlichen Stresses habe ich leider sehr lange zum lesen und dann auch noch einmal fast eine Woche bis zur Veröffentlichung des Beitrages gebraucht. I’m sorry! Da das hier mein letzter Post vor Weihnachten ist, wollte ich euch über diesem Weg auch noch ganz herzlich frohe Weihnachten wünschen. Feiert schön!

Infos zum Buch:

Titel: One True Queen. Von Sternen gekrönt I Autorin: Jennifer Benkau I Verlag: Ravensburger I Seiten: 512 I Preis: 18,99€ I Erscheinungsdatum: 2019 I ISBN: 978-3-473-40179-6 I Zum Buch

Darum geht’s:

Eben noch stand Mailin in ihrem irischen Heimatort, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der sie aus tödlicher Gefahr rettet. Als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil (Klappentext).

„Er küsst meine Stirn und etwas in meiner Brust explodiert. Ich hebe den Kopf und plötzlich sind meine Lippen dicht an seinen. Er hält inne. „Du zögerst ja“, flüstere ich. „Du darfst doch nicht zögern in Lyaskye, du darfst niemals…“ Ich weiß nicht, ob er mich küsst oder ich ihn. Der Kuss hat nichts von dem, was erste Küsse ausmacht, da ist kein Hauch von Vorsicht, kein behutsames Erkunden. Und sanft und zärtlich? Dieser Kuss ist das Gegenteil. Er schmeckt wie eine Entscheidung, vielleicht aus den falschen Gründen getroffen, aber dennoch unausweichlich, hier und jetzt. Und was zählt schon außer dem Hier und Jetzt, in einer Welt, in der ein falscher Schritt dein letzter ist?“

-Jennifer Benkau, One True Queen

Handlung:

Die Protagonistin Mailin wird auch ihrem eigentlichen Leben gerissen und findet sich auf einmal in einer ganz anderen Welt wieder. Diese Welt ist gefährlich und für den Leser sehr komplex. Nichts ist wie es scheint, Gefahren lauern überall und wem man vertrauen kann, ist ungewiss. Genau wie Mailin ist der Leser anfangs überfordert, ich persönlich brauchte ein wenig, um mich an diese erschaffene Fantasiewelt zu gewöhnen. Das lag vermutlich daran, dass sie doch sehr komplex ist und Erklärungen teilweise ein wenig oberflächlich sind. Spannung entsteht recht schnell, sackt aber immer wieder weg. Gerade in der ersten Hälfte hatte ich oft mit Längen zu kämpfen und wusste einfach nicht so ganz, wo mich die Geschichte hinführen soll. Man muss sich nämlich ziemlich auf die einlassen und man muss sich auch konzentrieren. „One True Queen“ kann man nicht nebenbei lesen, während man Musik hört oder mit den Gedanken einfach nicht voll und ganz bei der Geschichte ist. Wenn man aber die nötige Konzentration mitbringt und sich auch dazu motiviert, einige eher langweilige Stellen auf sich zunehmen, dann bekommt man hier eine wundervolle Fantasygeschichte erzählt, die einen immer und immer wieder überrascht. Vorhersehbar fand ich die Story in keinem eigenen Moment, ich habe alles, was ich gelesen habe, geglaubt. Bin in falsche Fährten getippt und war jedes Mal überrascht, wenn sich das Blatt doch wieder gewendet hat. Insgesamt eine sehr kreative Geschichte!

Die Figuren

Mailin ist die weibliche Hauptfigur des Romans. Sie erzählt in der Ich-Perspektive von ihrer plötzlichen Reise in eine unbekannte Welt. Trotz der Ich-Perspektive konnte ich sie zu Beginn nicht immer zu 100% nachvollziehen und musste erst mit ihr warm werden. Aber das wurde dann von Seite zu Seite besser. Insgesamt ist sie aber eine sympathische Hauptfigur, deren Geschichte man gerne verfolgt.

Den Namen ihres männlichen Gegenparts möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, weil das einfach zu viel Spoilern würde. Er ist sehr geheimnisvoll und ich war mir fast bis zur letzten Seite nicht sicher, ob er jetzt gut oder böse ist bzw. was genau er plant. Die aufkeimende Liebesbeziehung zwischen den beiden kam für mich anfangs sehr überraschend, mir war nicht unbedingt klar, dass es zwischen den beiden geknistert hat. Doch letztlich konnten sie mich doch von sich als Pärchen überzeugen!

Die anderen Figuren sind alle sehr geheimnisvoll und teilweise ähnlich komplex wie die Protagonisten. Man weiß als Leser einfach nicht, wer gut und wer böse ist. Manche Figuren haben mich wirklich sehr genervt, andere hingegen fand ich sehr interessant und hätte gerne noch mehr über sie erfahren. Insgesamt beinhaltet „One True Queen. Von Sternen gekrönt“ ein abwechslungsreiches Figuren-Ensemble, das sich sehr gut in die eigentliche Geschichte integriert.

Schreibstil:

Wie ihr wisst bin ich manchmal ein wenig kritisch, wenn es um das Thema Schreibstil geht. Ich habe da einfach hohe Ansprüche, finde Formulierungen oft plump und den Erzählstil allgemein eher flach. Bei diesem Roman habe ich allerdings wirklich nichts zu merken. Obwohl im Präsens verfasst, was ich normalerweise nicht so gerne mag (vor allem nicht bei Fantasy), habe ich mich beim lesen sehr wohlgefühlt. Die Sprache ist bildlich, gar metaphorisch und kann einen immer und immer wieder überraschen. Die Autorin ist auf diesem Gebiet wirklich mit Talent gesegnet und daher habe ich auch tatsächlich nichts zu meckern! Wenn alle AutorInnen dieser Welt auch nur ansatzweise so schreiben würden, gäbe es definitiv eine Menge besserer Bücher!

Fazit:

Insgesamt hat mir Jennifer Benkaus „One True Queen. Von Sternen gekrönt“ gut gefallen. Anfängliche Längen und Schwachstellen werden durch die fantastische Welt, in der die Geschichte spielt, wieder wettgemacht und das Ende, das einen mit sehnsüchtiger Erwartung auf den Folgeband zurücklässt, steigert das alles noch einmal. Die Figuren sind, genau wie die Handlung, komplex, aber leider nicht immer nachvollziehbar. Teilweise hätte ich mir mal eine andere Innensicht gewünscht, als immer nur die von Mailin. Der Schreibstil ist grandios, wirklich sehr, sehr gut. Letztlich gibt es von mir vier von fünf möglichen Sternen, wodurch der Roman in der Kategorie „Wohlfühllektüre“ landet.

Habt ihr „One True Queen“ schon gelesen?

xoxo Ruth



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