Die fünf besten Buchverfilmungen – Das musst du sehen!

Die fünf besten Buchverfilmungen – Das musst du sehen!

Ich weiß, mit Buchverfilmungen ist es immer so eine Sache. Eigentlich freut man sich, wenn man hört, dass das Lieblingsbuch verfilmt wird, aber dann sitzt man im Kino und ist total gehyped – aber noch während der Film macht sich die Enttäuschung breit. Die Besetzung, die Kulisse, das Feeling. Das alles stimmt irgendwie nicht mit dem überein, was wir uns selbst ausgemalt haben. Aber der hat doch eigentlich braune Haare! Ihre Augen sind aber eigentlich blau! Das war im Buch gar nicht so! Die (für mich) enttäuschendste Buchverfilmung ist die Verfilmung der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier. Besonders der letzte Teil erzählt für mich eine ganz andere Geschichte als das Buch. Gott, ich war so enttäuscht, dass ich erstmal das Buch erneut gelesen habe, um mich wieder an die „richtige“ Geschichte erinnern zu können. Aber zum Glück sind nicht alle Adaptionen so! In meinem heutigen Blogpost möchte ich euch daher auch fünf Verfilmungen vorstellen, die (erstaunlicherweise) echt gut sind. Viel Spaß!

Harry Potter, 2001-2011 (basierend auf den Harry Potter Romanen von Joanne K. Rowling, 1997-2007)

Da ein Ranking ohne Harry Potter langweilig wäre, hat er auch in diesem einen Platz sicher. Von den ganzen großen Buchreihen (Tribute von Panem, Percy Jackson, Twilight, Die Bestimmung, Die Auserwählten etc.) ist „Harry Potter“ eigentlich die einzige, die eine ehrwürdige Verfilmung bekommen hat. Ja, die Bücher sind immer noch besser und detailreicher, aber die Filme können auch was! Sie haben es geschafft, die komplexe Welt, die Joanne K. Rowling sich einst ausdachte, auch für diejenigen zugäugig zu machen, die vielleicht nicht so gerne lesen, aber die Welt trotzdem erkunden wollen. An den ein oder anderen Stellen mussten Abstriche gemacht werden und wenn die Filme eins nichts können, dann die Kussszenen unserer Protagonisten richtig umzusetzen. Ich hatte mich beispielsweise so sehr auf den Kuss zwischen Harry und Ginny (Filmginny ist übrigens generell nicht mein Fall, haha) im „Halbblutprinzen“ gefreut, der im Film dann aber ganz anders war als im Buch. Statt nach gewonnenem Quidditchendspiel im Gemeinschaftsraum, küssen sich die beiden Still und Heimlich im Raum der Wünsche und auch eigentlich nur, damit Ginny Harry das alte Zaubertränkebuch abnehmen kann. Ich war wirklich sehr enttäuscht. Den Kuss zwischen Ron und Hermine finde ich im Buch zwar auch besser, aber mit der Filmvariante kann ich gerade noch so leben. Aber was ich eigentlich sagen wollte, ist dass die Filme den Büchern schon gerecht werden. Die Besetzung finde ich super, auch weil man mal nicht nur Supermodels und Starathleten für die Hauptrollen ausgewählt hat, sondern Menschen, die ganz normal aussehen und die Darstellung der Zauberwelt finde ich auch sehr gut. Fun Fact: der Tropfende Kessel sah in meiner Vorstellung übrigens 1 zu 1 so aus, wie er im ersten Film gezeigt wird, haha.

Ich finde die Filme auch sinnvoll gekürzt, man kann nun einmal nicht die gesamte Komplexität eines Buchs in einen Film packen. Die stärksten Verfilmungen finde ich übrigens die ersten vier, danach hat die Qualität (und die Nähe zur Vorlage) leider ein wenig nachgelassen.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter, 2014 (basierend auf dem gleichnamigen Roman von John Green, 2012)

Wie ihr ja wisst, gehört John Green zu meinen absolut liebsten Lieblingsautoren. Sein Schreibstil, seine Geschichten und die tollen Figuren, die er jedes Mal konzipiert, begeistern mich jedes Mal aufs Neue. Wie bei vielen anderen wahrscheinlich auch, war „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ meine erstes Buch von ihm. Ich bin mir gerade leider nicht mehr sicher, ob ich den Film zuerst gesehen oder doch vorher das Buch gelesen habe, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass der Film ziemlich nah an seine Vorlage kommt. Alles, was das Buch ausmacht, die Metaphorik, die komplexen und liebenswerten Figuren, die Poesie, die Tiefgründigkeit, das alles findet sich auch in der Verfilmung. Ich bin wirklich ein emotionaler Mensch, aber nur wenige Filme rühren mich zu Tränen. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hat es geschafft. Ich habe wirklich Rotz und Wasser geheult. Während des Films und auch am Ende, als der Abspann lief. Die Geschichte von Augustus Waters und Hazel Grace Lancaster berührt mich zutiefst, und obwohl sie so traurig ist, lässt sie mich auf die große Liebe hoffen. Die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller finde ich übrigens auch überragend. Besonders Shailene Woodley finde ich einfach großartig. Sie würdigt die Buchhazel mit jedem Atemzug, in meine Augen ist sie die perfekte Besetzung. Und auch Ansel Elgort macht in meinen Augen einen guten Job.

Wenn ihr also eine gute Verfilmung von John Greens großartigen Büchern sehen wollt, dann guckt die zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und auf keinen Fall, ich wiederhole auf gar keinen Fall (!!!) , die zu „Margos Spuren“. Das Buch ist in meinen Augen eines von Greens besten, aber der Film ist leider eine Katastrophe. Die dritte bis dato existierende Verfilmung, nämlich die zu „Eine wie Alaska“, die nicht als Film, sondern als Serie adaptiert wurde, ist auch noch ganz passabel, aber „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ wird dadurch nicht übertroffen.

Der große Gatsby, 2013 (basierend auf dem gleichnamigen Roman von F. Scott Fitzgerald, 1925)

1925 erscheint ein Buch, das sich auch 95 Jahre später noch an großer Beliebtheit erfreuen wird. Ein Buch, das in unzähligen Büchern und Filmen genannt wird. Wer etwas auf sich hält, bezeichnet dieses Buch als sein Liebstes. Die Rede ist von F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“. Erzählt wird die traurige Geschichte eines geheimnisvollen jungen Mannes mit dem Namen Gatsby, der jedes Wochenende fantastische Partys schmeißt. Nur um die Liebe seines Lebens wiederzufinden. Die meisten Menschen kennen die Geschichte. Verfilmt wurde sie mehrmals, besonders loben möchte ich hier die aktuellste Verfilmung von 2013 mit Leonardo DiCaprio (😍😍😍) als Gatsby, Tobey Maguire als Nick und Carey Mulligan als Daisy. Mit viel Liebe zum Detail werde hier die goldenen Zwanziger wieder auferweckt und zwar so, dass der Zuschauer am liebsten durch den Bildschirm steigen möchte, um an den rauschenden Partys selbst teilnehmen zu können. Leonardo DiCaprio ist immer ein guter Schauspieler, aber mit seiner Darstellung des Gatsbys hat er mich persönlich sogar mehr überzeugt als mit seiner Rolle in „The Wolf of Wall Street“, die ja allgemein als seine stärkste schauspielerische Leistung gilt. Für mich ist er der perfekte Gatsby. Unnahbar, geheimnisvoll, hoffnungslos verliebt, tieftraurig. Ich kaufe ihm alles, wirklich alles, ab, was er mir in dem Film zeigen möchte. Aber auch die anderen Schauspieler finde ich super. Die Nähe zum Roman ist auch hier gegeben. Und der Film hat den Vorteil, das die leider etwas langweiligen Passagen (damit möchte ich nicht den Brillanz des Buchs in Frage stellen) hier entsprechend gekürzt und durch fantastische Bilder untermalt werden konnten. Eine super Verfilmung mit einem fantastischen Soundtrack. Solltet ihr also einmal Lust auf eine Zeitreise ins Goldene Zeitalter haben, kann ich euch diesen Film nur sehr empfehlen!

Love, Simon, 2018 (basierend auf dem Roman „Nur drei Worte“ von Becky Albertalli, 2015)

Der jüngste Film in dieser Liste ist „Love, Simon“. Die Verfilmung des LGBTQ+-Romans „Nur drei Worte“ (im Original „Simon vs. the homo sapiens agenda) hat mir auf Anhieb gut gefallen. Ich mochte auch das Buch sehr, sehr gerne und war daher auch total froh, dass die Verfilmung der Vorlage gerecht wird. „Love, Simon“ kommt mit einem Hauptdarsteller daher, den man einfach lieben muss. Nick Robinson verkörpert all den Schmerz und die innere Zerrissenheit Simons so liebevoll und absolut überzeugend. Wenn man in den Bildschirm klettern könnte, um eine Figur einfach einmal in den Arm zu nehmen, ich hätte es bei Simon gemacht! Die Message von Buch und Film (Es ist okay, schwul zu sein; Outings sind nicht so wichtig, es kommt auf den Menschen an) ist zusätzlich auch noch eine unglaublich wichtige, daher solltet ihr auf jeden Fall das Buch lesen und den Film angucken!

Wunder, 2017 (basierend auf dem gleichnamigen Roman von Raquel J. Palacio, 2012)

Das Buch hat mich schon berührt, aber der Film hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen gewinnen können. Ich habe ja bereits weiter oben erwähnt, dass ich nicht so schnell bei filmen weine, aber bei „Wunder“ konnte ich gar nicht mehr aufhören. Nicht mal bei „Titanic“ oder bei „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ habe ich so viel geweint wie bei „Wunder“. Die Geschichte ist einfach so schön und so emotional. Erzählt wird die Geschichte des 10-jährigen August, der aufgrund eines Gendefekts ziemlich anders aussieht, als normale Zehnjährige. Und dieser Junge soll ab jetzt auf eine öffentliche Schule gehen. Behandelt werden dabei Themen wie Freundschaft, Fürsorge und Ausgrenzung. Den Film finde ich tatsächlich sogar noch ein bisschen besser als das Buch, was auch an den tollen schauspielerischen Leistungen im Film liegt. Augusts Eltern werden übrigens von Julia Roberts und Owen Wilson gespielt und machen das so, so gut. Aber auch die Kinderdarsteller sind der Hammer. „Wunder“ ist ein toller Familienfilm, bei dem man allerdings eine ordentliche Ladung Taschentücher in der Nähe haben sollte!

Kennt ihr die Filme? Oder die Buchvorlagen? Was sind eure liebsten Buchverfilmungen?

xoxo Ruth



6 thoughts on “Die fünf besten Buchverfilmungen – Das musst du sehen!”

  • Ich habe bei „Wunder“ so geweint. Es ist einfach eine so wunderschöne Geschichte :) Ich glaube, den muss ich bald mal wieder anschauen. Und „Der große Gatsby“ habe ich erst gestern geschaut und wirklich sehr geliebt. Muss jetzt auch auf jeden Fall noch das Buch lesen :)
    Hab einen schönen Sonntag! ❤️

    • „Wunder“ ist echt einfach toll! Wie schön, das sich nicht die einzige bin, die das so sieht🙏🏻 Und jaa, du musst auf jeden Fall das Buch zu „Der große Gatsby“ lesen – es ist gigantisch!
      Liebe Grüße💗

  • Da hast du ein paar sehr schöne Filme ausgesucht! Eines meiner Lieblingsbücher ist „Die Brücken am Fluss“ von James Robert waller und auch der Film ist großartig.
    Auch mag ich „Salz auf unserer Haut“, Buch wie Film, letzteres mWn eher verissen.
    PS: Harry Potter – ich werde nie darüber hinwegkommen, wie meine Lieblingscharaktere Fred und George besetzt wurden!!!

    • Beide Bücher bzw. Filme, die du genannt hast, kenne ich tatsächlich leider nicht, aber ich werde sie mir definitiv mal näher anschauen! Echt? Die Besetzung fand ich tatsächlich gar nicht so schlimm. Ich fand Ginny schlimmer und bei Bill hatte ich mir so einen mega gut aussehenden Typen vorgestellt, bin mit der tatsächlichen Besetzung aber doch ganz zufrieden :)

  • Ich habe zuletzt beim Film „Drei Schritte zu dir“ so heulen müssen und das Buch fand ich ja auch gut, weswegen das für mich hier auch aufgelistet werden müsste 😄 Das Schicksal ist ein mieser Verräter habe ich, meine ich, gelesen, aber auf jeden Fall gesehen und fand den Film auch echt mega gut!

    • „Drei Schritte zu dir“ ist echt ein schöner Film! Ich habe ihn hier nicht aufgelistet, weil das Buch tatsächlich erst im Nachhinein geschrieben wurde. Also es basiert auf dem Drehbuch und nicht andersherum🙈

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