REZENSION: Die LUX-Reihe von Jennifer L. Armentrout

REZENSION: Die LUX-Reihe von Jennifer L. Armentrout

Erinnert ihr euch noch an diesen Blogbeitrag? Dort habe ich euch den ersten Teil der sogenannten Lux-Reihe (manche bezeichnen sie auch als „Obsidian-Reihe. Die Autorin verwendet die erste Bezeichnung) von Jennifer L. Armentrout vorgestellt bzw. rezensiert. Da mir der erste Band gut gefallen hat, habe ich natürlich weitergelesen. Ich habe dann länger überlegt, ob ich zu jedem Band eine einzelne Rezension schreiben soll oder ob ich alle in einen großen Beitrag zusammenfasse, in dem ich dann die ganze Reihe rezensieren. Wie ihr seht, habe ich mich für die zweite Option entschieden. Warum? Nun ja, wenn man eine Reihe beginnt, tut man das ja meistens unter der Voraussetzung, auch die anderen Teile zu lesen. Aber lohnt sich das auch? Bei manchen Reihen ist ja vielleicht auch nur der erste Teil gut, vom Rest der Reihe würde man allerdings eher abraten. Damit ihr bei der Lux-Reihe aber ganz genau wisst, was euch erwartet, gibt es heute eine Sammelrezension. Viel Spaß!
P.S.:Ich versuche übrigens, das ganze möglichst spoilerfrei zu halten.

Infos zur Reihe:

Titel in der Reihenfolge von 1-5 I Obsidian. Schattendunkel, Onyx. Schattenschimmer, Opal. Schattenglanz, Origin. Schattenfunke, Opposition. Schattenblitz I Verlag: Carlsen I Preis: 19,99€ (Hardcover), 9,99€ – 14,99€ (Taschenbuch) I Erscheinungsdaten in den USA: 2011 – 2014 I Übersetzung Deutschland: Anja Milch I Genre: (Urban) Fantasy/ Science Fiction

Darum geht es:

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die Schülerin und begeisterte Buch-Bloggerin Katy Swartz von Florida nach West Virginia. Dort angekommen muss sie feststellen, dass das Internet leider noch nicht funktioniert, so dass sie erstmal nicht an ihren Blog weiterschreiben kann. Also macht sie sich auf den Weg, die Nachbarschaft zu erkunden. Doch direkt am ersten Haus wird sie abgewiesen. Der in etwa gleichaltrige Daemon Black sieht zwar ungemein gut aus, scheint aber das größte Ego der Welt zu haben und ist generell ziemlich unfreundlich. Mit der Zeit freundet sie sich aber mit seiner Schwester Dee an. Doch irgendwas stimmt mit den Geschwistern nicht. Sie tauchen immer plötzlich auf und verschwinden auch genauso schnell wieder. Als sie fast von einem Lastwagen überfahren wird, rettet Daemon Katy und erzählt ihr schließlich, dass er und seine Schwester sowie eine weitere Geschwisterkonstellation aus der High School gar keine Menschen sind, sondern Aliens. Genauer gesagt heißt ihre Spezies Lux und es gibt noch eine weitere auf der Erde, die Arum. Mit diesem Geständnis macht Katys Leben eine 180-Grad-Wendung, nichts ist mehr wie früher. Auf einmal muss sie kämpfen und sich nicht nur mit außerirdischen Bedrohungen sondern auch mit staatlichen Geheimorganisationen auseinandersetzen. Doch wer sind hier eigentlich die Bösen? Und ist es schlau, sich in ein Alien zu verlieben?

Handlung, Thematik und Geschichte

In der Lux-Reihe erwartet uns keine klassische (Urban)Fantasy-Geschichte mit Hexen und Vampiren. Hier geht es eben um Aliens. Aber warum eigentlich nicht? Das ist auf jeden Fall einmal etwas anderes und hat mich von Beginn an positiv überrascht. In jedem Band der Reihe wird ein weiterer Handlungsstrang eröffnet, der sich an die anderen anschließt. Die Welt der Lux, Arum und wie sie sonst noch alle heißen, wird von Teil zu Teil größer und komplexer. Dabei ist die Geschichte stets spannend und überraschend erzählt. Den Leser erwartet hier eine ganze Reihe an Plottwists und Wendungen, mit denen er so vielleicht nicht gerechnet hatte.

Ingesamt fand ich persönlich die drei Teile in der Mitte am besten. Da habe ich teilweise hunderte Seiten am Stück gelesen, was ich nur sehr selten mache. In diesen Bänden wurde man richtig in die Geschichte hineingesogen, hat jedes bisschen an Information, das man bekommen hat, nur so aufgesogen und gerade in „Origin“ konnte ich die Spannung teilweise nicht aushalten. Den letzten Band fand ich leider am schwächsten, ihm habe ich in der Einzelbewertung nur 3,5 Sterne (auf Goodreads 4) gegeben. Ich hatte mir das Ende ein bisschen spektakulärer gewünscht und manche Probleme wurden für mein Verständnis ein bisschen zur einfach gelöst. Dennoch haben wir es hier mit einer fesselnden Fantasyreihe zu tun!

Natürlich beinhaltet die Reihe auch eine Liebesgeschichte. Und zwar eine grandiose und super romantische. Erzählt wird im Grunde erst einmal eine „enemies to lovers“-Story (Feinde werden zu Liebenden). Ja, Katy ist am Anfang ziemlich genervt von Daemon und auch eher scheint sich nicht wirklich für sie zu interessieren. Aber schnell merkt der Leser, das die beiden doch mehr füreinander empfindend, als es den Eindruck macht. In „Obsidian“ ist die Liebesgeschichte noch ganz zart, deutet sich erst an, in „Onyx“ geht es dann weiter. Ich finde, das beste, was eine Liebesgeschichte erreichen kann, ist dass der Leser selbst Bauchkribbeln bekommt, wenn er die Geschichte liest. Und genauso ist es bei der Lux-Reihe. Gerade im zweiten Band hatte ich teilweise das Gefühl, selbst von Daemon umworben zu werden. Es knistert ganz schön zwischen den beiden! Ich muss gestehen, dass mir im letzten Band ein bisschen zu viel Liebe war und ein bisschen wenig „normale“ Handlung, aber da kann ich noch einmal drüber wegsehen, da der Rest ja einfach so genial war!

Figuren

Mit Katy, die die ersten drei Bände alleine und die letzten beiden im Wechsel mit Daemon erzählt, hatte ich am Ende von Band eins ein paar Schwierigkeiten, aber das hat sich wieder getan. In Katy schlummert viel mehr, als die Buchbloggerin aus Florida. Sie ist eine taffe junge Frau, die die, die sie liebt, niemals aufgibt und alles für sie tun würde. Ich mochte ihre Art zu denken sehr und konnte mich, abgesehen vom Ende des ersten Teils immer gut mit ihr identifizieren. Am Ende der Reihe kann man bei Katy definitiv eine Veränderung ausmachen. Sie lernt, mit ihren Handlungen und Entscheidungen, die in innerhalb der Geschichte treffen musste zu leben und ist am Ende wieder mit sich im Reinen.

Daemon ist teilweise das genaue Gegenteil von Katy, aber das macht die Kombination der beiden nicht weniger interessant. Während Katy eher überlegt, bevor sie etwas tut, ist Daemon ziemlich impulsiv und oftmals auch sehr gefühlsgesteuert. Er denkt nicht, er handelt einfach. Seine Pläne entstehen innerhalb weniger Stunden, was oft leider auch dazu führt, dass etwas schief geht. Hinter seiner harten Schale verbirgt sich ein weicher Kerb, aber sein arrogantes Gehabe kann er trotzdem nicht ganz ablegen. Aber mir ist das egal, ich mag das, haha. Insgesamt hat Daemon einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, aber gerade in Bezug auf seine Schwester Dee lernt er im Laufe der Reihe dann doch noch, sich etwas zurückzunehmen. Ich habe in ihm meinen neuen Bookboyfriend gefunden, den ich so schnell nicht wieder hergeben möchte, hehe.

„Ich würde die Welt niederbrennen, um sie zu retten“

Daemon in „Origin. Schattenfunke“

Dann gibt es natürlich noch eine ganze andere Reihe an Figuren. Dee, die Daemons Schwester ist, mochte ich immer sehr und ich hätte super gerne mal ein paar Kapitel aus ihrer Sicht gelesen. Sie ist zu Beginn der Reihe ein echter Sonnenschein, muss durch einen schweren Schicksalsschlag aber einiges von ihren Strahlen abgeben. Aber sie beweist den Lesern, das man verzeihen kann und auch sein Lächeln wieder finden kann. Ich mochte sie sehr! Andere wahnsinnig spannende Figuren sind auch Archer und Luc, bei dem man nie weiß, was er als nächstes plant oder auf welcher Seite er eigentlich steht.

Was die Antagonisten angeht, ist diese Reihe ein bisschen kompliziert. Man weiß oft nicht, wer der wirklich böse ist und oft wird von Antagonisten zu Antagonisten gesprungen. Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, einen der „Bösen“ mal ein bisschen genauer kennenzulernen und mehr über ihren Weg in die Finsternis zu erfahren. Eine Figur bietet dazu eigentlich das Potential, aber ihre Geschichte verliert sich im letzten Teil ein bisschen, was ich sehr schade finde!

Schreibstil

Noch ein paar Worte zum Schreibstil: die Geschichte lässt sich gut und flüssig lesen. Die Gedanken von Katy finde ich immer ein bisschen besser formuliert, bei Daemon habe ich mich schon an manchen, sagen wir mal, „Ausdrücken“ gestoßen, aber dennoch, der Schreibstil ist gut. Nicht zu ausgeschmückt, aber auch nicht zu schlicht.

Fazit

Wie ihr meiner Rezension bestimmt schon entnehmen konntet, hat mir die Lux-Reihe wahnsinnig gut gefallen. Ich mochte die Grundidee, die Figuren und ja, auch den Schreibstil. Vom letzten Band war ich ein bisschen enttäuscht, aber weil mir die anderen drei Teile so unglaublich gut gefallen haben und sie alle fünf von fünf Sternen auf Goodreads bekommen haben, gehört die Lux-Reihe für mich auch ganz eindeutig in die Kategorie „Lieblingsbuch“. Wenn ihr Lust auf eine Fantasygeschichte habt, die nicht die typischen Fantasyelemente enthält und dazu noch eine super tolle Liebesgeschichte zu bieten hat, dann kann ich euch diese Reihe von Jennifer L. Armentrout nur wärmstens ans Herz legen. Und an alle anderen: probiert es doch einfach mal aus!

Habt ihr die Lux-Reihe schon gelesen?

xoxo Ruth



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