REZENSION: Someone New von Laura Kneidl

REZENSION: Someone New von Laura Kneidl

Erinnert ihr euch noch, wie ich in diesem Beitrag von zehn Büchern geschrieben habe, die ich 2020 gerne lesen würde? Eins davon war ja „Someone New“ von Laura Kneidl. Ich habe es jetzt tatsächlich noch richtig früh im Jahr gelesen. Ehrlich gesagt dachte ich nämlich, dass das so ein Buch wird, das ich noch ewig vor mir herschiebe und dann am Ende in den letzten Wochen des Jahres (wenn überhaupt :o) lese. Aber so ist es dann doch nicht gekommen. Meine Rezension gibt es daher heute! Viel Spaß beim lesen :)

Infos zum Buch:

Titel: Someone New I Autorin: Laura Kneidl I Verlag: LYX I Ersterscheinung: 28.01.2019 I Seiten: 534 I Preis: 12,90€ (Paperback) I ISBN: 978-3-7363-0829-9 I Zum Buch

Darum geht’s:

„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein“. Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte … (Klappentext)

„Für alle, die sich zwischen den Zeilen dieses Buches wiederfinden“

-Laura Kneidl, Someone New

Handlung:

Zugegeben, der Klappentext klingt erstmal so, als könne er auch die Geschichte aus 100 anderen New Adelt-Geschichten anteasern. Mädchen und Junge treffen aufeinander, der Junge ist dabei abweisend und geheimnisvoll. Das Mädchen lässt ihn aber nicht in Ruhe und entdeckt Stück für Stück sein so besonderes Geheimnis. Doch während in den meisten anderen Vertretern dieses Genres dann ein ziemlich überdramatisiertes Geheimnis folgt, das eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie dargestellt, erwartet den Leser in „Someone New“ ein Geheimnis, mit dem er so vielleicht nicht gerechnet hat. Mir ist es jedenfalls so ergangen. Ab einer bestimmten Stelle habe ich dann zwar doch irgendwann geahnt, was genau hinter Julians Geheimniskrämerei steckt, aber das hat mich nicht weniger davon begeistert. Hier wird ein Thema angesprochen, mit dem man zuerst vielleicht nicht rechnet und über das ich vorher noch nicht soo viel gelesen habe. Ich mochte dem Umgang damit sehr und das hat für mich auch echt positiv in die Bewertung des Romans miteingespielt.

Ansonsten ist die Handlung jetzt nicht so außergewöhnlich. Es wird vom Collegeleben, Familienleben und eben der Liebesgeschichte von Micah und Julian berichtet. Nichts spektakuläres, aber ich habe mich durchaus unterhalten und wohl gefühlt. Auch mochte ich, dass „Someone New“ ein New Adult-Roman ist, in dem nicht direkt alles auf Sex ausgelegt ist. Die Figuren haben hier nämlich durchaus auch andere Gedanken und sobald sie sich sehen, müssen sie auch nicht unbedingt übereinander herfallen. Das war sehr erfrischend.

Figuren:

Erzählt wird die Geschichte einzig aus der Sicht von Micah. Sie war mir auch von Anfang an sympathisch. Sie ist jetzt zwar nicht meine absolute Lieblingsfigur geworden (weder in dem Buch noch generell), aber ich mochte sie und kam gut mit ihr klar. Ihre Gedanken und Reaktionen konnte ich gut nachvollziehen und ich habe es als sehr positiv wahrgenommen, dass sie mal nicht das naive unschuldige Mädchen ist, das sich in den bösen Typen verliebt. Wobei der Typ hier auch gar nicht böse ist.

Wobei wir bei der zweiten Hauptfigur wären: Julian. Auch ihn mochte ich direkt sehr. Seine Handlungen sind am Anfang nicht ganz, später dann aber zu 100% nachvollziehbar. Auch harmoniert er wundervoll mit Micah. Ich mochte es sehr, wenn die beiden zusammen Zeit verbracht haben und man als Leser live dabei war. Micah und Julian passen sehr gut zusammen und ich bin froh, dass sie sich zwischen diesen Buchdeckeln gefunden haben.

Die Nebenfiguren mochte ich auch sehr, jedenfalls die meisten (das schreibe ich auch immer, oder?). Micah hat zwei beste Freundinnen, Lilly, die sie noch aus der Schule kennt und Aliza, die sie in der Uni kennenlernt. Beide sind unterschiedlich, Lily ist in der Highschool schwanger geworden und holt jetzt ihren Abschluss nach, während ihr Freund in einer anderen Stadt studiert und Aliza lebt für ihren Foodblog. Aber beide habe ich als gute Freundinnen empfunden, die immer für Micah da sind. Julian hat zwei Mitbewohner, Cassie und Auri. Auch beide sehr sympathisch, denen der zweite Teil der Reihe „Someone Else“ gewidmet wurde. Insgesamt mag ich auch an den Nebenfiguren, dass sie so unterschiedliche Typen von Menschen darstellen. Diversität ist generell ein sehr großes und wichtiges Thema in dem Buch!

Schreibstil:

Last but not least: der Schreibstil. Laura Kneidl wird ja immer sehr für ihren Schreibstil gelobt und ich kann mich diesem Lob durchaus anschließen. Sie erzählt angenehm, humorvoll und locker. Man kommt gut voran und der Schreibstil unterstützt einen auch sehr dabei, in die Geschichte abtauchen zu können. Für mich gibt es diesbezüglich nichts zu meckern. Genau wie Mona Kasten ist Laura Kneidl eine von den gehypeten New Adelt-Autorinnen, die auch wirklich schreiben kann!

Fazit:

Wenn ich jemandem, der genau wie ich eigentlich nicht so gerne New Adult liest, aber dennoch mal etwas aus dem Genre lesen möchte, dem würde ich „Someone New“ von Laura Kneidl definitiv empfehlen. Den Leser/die Leserin erwartet eine Geschichte, die vielleicht auf den ersten Blick sehr klischeehaft klingt, das dann aber irgendwie doch nicht ist. Eine Geschichte über Diversität, Vorurteile und die Überwindung dieser. Die Figuren sind sympathisch und harmonieren miteinander und der Schreibstil ist gut. „Someone New“ ist jetzt nicht das beste Buch der Welt, es hat mich beispielsweise emotional nicht so mitgenommen, wie andere Bücher, aber ich habe mich wohlgefühlt. Und deswegen gehört dieser Roman auch in die Kategorie „Wohlfühllektüre“.

Habt ihr „Someone New“ schon gelesen?

xoxo Ruth



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