Filme, die ich in letzter Zeit gesehen (& geliebt) habe

Filme, die ich in letzter Zeit gesehen (& geliebt) habe

Es wird mal wieder Zeit, über Filme zu sprechen! Das habe ich jetzt tatsächlich schon ziemlich lange nicht mehr getan, dabei habe ich einige Filme gesehen, die definitiv empfehlenswert sind. Ein paar Filme davon, die mir besonders nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind, möchte ich euch heute gerne vorstellen. Einige davon laufen aktuell im Kino, andere hingegen liefen mal im Kino und werden jetzt auf diversen Streamingplattformen angeboten. Ich hoffe, euch gefällt der Beitrag und ich wünsche euch viel Spaß beim lesen von „Filme, die ich in letzter Zeit gesehen (& geliebt) habe“ und natürlich beim Filme schauen!

Tenet von Christopher Nolan (2020)

„Tenet“ war der erste Film, den ich nach der langen Zeit der Kinoschließungen wieder im Kino gesehen habe. Und es war genau der richtige Film, um wieder zurück in den Saal zu kommen. Ich spare mir hier die Inhaltsangabe, weil ich den Inhalt sowieso niemals so wieder geben könnte, dass es dem Film gerecht wird. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich großer Fan von Christopher Nolans Filmen und mag an ihnen besonders, dass sie oft so unvorhersehbar und auch ein bisschen kompliziert sind. Sein neuster Film ist auch genau das: unvorhersehbar und kompliziert. Und das nicht nur ein bisschen. Bisher fand ich „Interstellar“ immer am schwierigsten zu verstehen. Jedenfalls die Szene mit dem Bücherregal, haha. Aber bei „Tenet“ hat sich die Verwirrung noch einmal ziemlich gesteigert. Am Anfang bin ich noch ganz gut mitgekommen, aber irgendwann habe ich es dann aufgegeben, den Film verstehen zu wollen und einfach nur noch genossen, wieder im Kinosaal zu sitzen und mir einen Film anzusehen, auf den ich mich so lange gefreut habe. Denn trotz einiger Verständnisschwierigkeiten fand ich „Tenet“ immer noch gut. Nicht so gut wie „Inception“ oder „Dunkirk“, was meine liebsten Nolan-Filme sind, aber dennoch auf jeden Fall sehenswert.

Wenn ihr die Filme von Christopher Nolan grundsätzlich mögt, dann werdet ihr auch „Tenet“ mögen. Das gilt auch, wenn ihr gerne Filme schaut, die viele Plottwists haben und die man vermutlich nie vollständig verstehen wird. Wenn ihr weder das eine noch das andere mögt, dann könnt ihr euch „Tenet“ natürlich trotzdem gerne anschauen, allein schon für die Schauspieler (Robert Pattinson!!!) und die krassen Actionszenen, aber es könnte durchaus sein, dass ihr vielleicht nicht ganz so viel Gefallen an „Tenet“ finden werdet. Mir hat er aber definitiv gefallen!

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit von Mimi Leder (2018)

Der Film „Die Berufung“ (engl. „On the Basis of Sex“) erzählt die Geschichte der US-amerikanischen Richterin Ruth Bader Ginsburg und ihren Kampf für mehr Gleichberechtigung in den USA. Der Film thematisiert dabei besonders Ginsburgs Zeit als Studentin und spätere Juraprofessorin.

Den Film wollte ich schon sehr lange sehen und habe es neulich endlich geschafft. Ruth Bader Ginsburg finde ich schon länger ziemlich faszinierend, und das nicht nur, weil sie den gleichen Vornamen hat wie ich. Jedenfalls hat mich der Film nur noch mehr von ihr überzeugt. Ich finde es sehr beeindruckend, was sie in ihrem Leben alles geleistet hat und war sehr traurig, als sie nur wenige Tage nachdem ich den Film gesehen habe, verstorben ist. Besonders für das liberale Amerika war das ein herber Rückschlag, da US-Präsident Donald Trump nun noch eine Richterin zur obersten Richterin am Supreme Court ernennen kann, die Ginsburgs Platz einnimmt. Inzwischen hat er das auch getan und eine Frau gewählt, die vermutlich einige Türen schließen wird, die ihre Vorgängerin vorher mühsam öffnen musste. An solchen Tagen bin ich dann nochmal besonders froh, nicht in den USA zu leben.

Aber zurück zum Film: der Film erzählt die Lebensgeschichte von Ruth Bader Ginsburg so eindringlich und so interessant, dass es mich förmlich an den Bildschirm gefesselt hat. Ich kann leider nicht ins Detail gehen, weil das sonst zu viel Spoilern würde, aber ich kann euch von ganzem Herzen empfehlen, den Film anzusehen. Ich finde, der Film geht jeden etwas an! An dieser Stelle möchte ich übrigens auch noch einmal sagen, was für einen tollen Mann RBG doch hatte. Marty Ginsburg hat seine Frau nämlich in allen Dingen unterstützt und sie stets als ihm gleichwertige Anwältin betrachtet. Gespielt wird er übrigens von Armie Hammer, er ist also auch nett anzusehen ;).

Knives Out – Mord ist Familiensache von Rian Johnson (2019)

Nachdem der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey am Morgen nach seinem 85. Geburtstag tot aufgefunden wird, befragt die Polizei in Kooperation mit dem Privatdetektiv Benoit Blanc die Angehörigen Thrombeys sowie seine Haushälterin und seine Pflegerin. Dabei wird so manches Familiengeheimnis gelüftet und die Frage, wer den Vater und Großvater getötet hat, rückt immer mehr in den Fokus der Familie.

„Knives Out“ wollte ich eigentlich unbedingt im Kino sehen, habe ihn dann aber leider verpasst. Als ich gesehen habe, dass Prime Video den Film seit September im Programm hat, musste ich ihn mir direkt anschauen. Und war schon nach wenigen Minuten absolut begeistert von dem Film. Eine überragende Besetzung (z.B. Daniel Craig, Chris Evans oder Jamie Lee Curtis spielen mit) trifft auf einen genialen Plot, der in vielerlei Hinsicht an alte Kriminalfilme erinnert. Die Handlung ist fast komplett im Haus der Familie Thrombey angesetzt, das für eine geheimnisvolle und fast schon gruselige Stimmung sorgt. Hinzu kommt graues Novemberwetter und tausende Fragen, die sich der Zuschauer stellt.

Der Erzählstil des Films ist, dank einiger Rückblenden, nämlich so angelegt, dass der Zuschauer permanent auf falsche Fährten gelenkt wird, ohne es zu merken. Ich habe mich echt die ganz Zeit gefragt, wie das jetzt alles aufgelöst werden soll und von der tatsächlichen Lösung war ich dann ziemlich begeistert. Mich konnte „Knives Out“ komplett abholen und ich kann ihn euch nur empfehlen!

Harry und Sally von Rob Reiner (1989)

Harry Burns und Sally Albright begegnen sich erstmals 1977, als sie gemeinsam von Chicago nach New York fahren. Während der Fahrt unterhalten sie sich und verstehen sich eigentlich ganz gut, bis Harry die Ansicht äußert, Männer und Frauen könnten nicht einfach nur miteinander befreundet sein, der Sex käme ihnen immer dazwischen. Daraufhin haben die beiden mehrere Jahre lang keinen Kontakt und begegnen sich erst später wieder. Auch dieses Mal ist ihr Aufeinandertreffen nur von kurzer Dauer. Erst Ende der 80er treffen die beiden wieder aufeinander und beschließen nun, doch Freunde zu sein. Aber können und Männer und Frauen wirklich einfach nur befreundet sein?

„Harry und Sally“ ist einer der Lieblingsfilme meiner Eltern. Wirklich von beiden Elternteilen. Sie können den Film beide fast komplett mitsprechen und lachen über jeden Witz noch genauso, wie sie vermutlich auch gelacht haben, als sie den Film das erste Mal gesehen haben. Ich habe den Film dann neulich mit meinen Eltern zusammen geguckt und nun ja, ich gehöre jetzt dem „Harry und Sally“-Fanclub meiner Eltern an. Der Film glänzt mit ungemein starken Dialogen. Wirklich, es kommt fast einzig und allein auf die Dialoge an. Handlungsmäßig passiert nicht viel, dafür liefern sich die Figuren immer wieder exakt getimte Wortgefechte, die einfach Spaß machen. Der Film spielt außerdem in New York, wodurch er schon weitere Pluspunkte bei mir sammeln konnte. Natürlich weiß man im Grunde die ganze Zeit, auf was der Film hinausläuft, aber das ist egal. „Harry und Sally“ gehört wirklich zu den romantischen Komödien, die man unbedingt gesehen haben muss und ich schäme mich fast schon, dass ich den Film erst jetzt das erste Mal gesehen habe.

Brave Mädchen tun das nicht von Chris und Nick Riedell (2020)

Weil sie beim Sex an ihre Einkaufsliste denkt und allgemein eher verklemmt ist, macht ihr Freund mit der Violinistin Lucy Schluss. Als Lucy sich dann auch noch anhören muss, sie sei „pornophob“, macht sich die junge Frau eine „Sex to-do Liste“, auf der Dinge wie „25 Pornos gucken“ und „einen Stripclub besuchen“ stehen. Die Erfüllung der to-do’s bringt Lucy, und ihre drei besten Freunde vom Streichquartett, immer wieder in lustige und manchmal auch peinliche Situationen, besonders wenn sie dabei auf den hübschen Grant Anderson trifft.

„Brave Mädchen tun das nicht“ habe ich mit meinen Freundinnen im Kino gesehen und dafür war er eigentlich der perfekte Film. Unterhaltsam, stellenweise wirklich sehr lustig, leicht und ein bisschen unrealistisch – ein Film für einen Mädelsabend eben. Klar, es ging die ganze Zeit nur um Sex, aber dieses Mal so offensichtlich und nicht so seltsam zweideutig, dass ich das tatsächlich an keiner Stelle als too much empfunden habe. Sicher, es gibt bessere Rom Coms, aber man muss auch nicht immer einen Oscar-würdigen Film sehen, um sich gut unterhalten zu fühlen.

Kennt ihr einen der Filme? Welche Filme habt ihr zuletzt gesehen?

xoxo Ruth

Filme die ich in letzter Zeit gesehen (& geliebt) habe

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