DIY: 3 einfache Aquarelle, die du ausprobieren musst

DIY: 3 einfache Aquarelle, die du ausprobieren musst

Herbstzeit ist nicht nur Lesezeit, sondern auch Kreativzeit. Derzeit habe ich viel Spaß daran, mir ein gutes Hörbuch oder meinen Lieblingspodcast anzumachen, meine Aquarellfarben hervorzuholen und einfach zu malen. So kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen und zusätzlich auch gut entspannen. Heute möchte ich euch daher drei meiner Aquarelle zeigen und auch erklären, wie ihr diese ebenfalls malen könnt. Alle Bilder sind wirklich super simpel und auf für Anfänger geeignet. Ich hoffe, euch gefällt dieser Beitrag!

Aquarell Nr. 1: Blumenkranz mit Lettering

Ich male ja total gerne Kränze. Die sehen nämlich nicht nur total schön aus, sondern sind eigentlich auch noch recht einfach. Für den Kranz, den wir heute malen, braucht ihr die folgenden Materialien: Aquarellfarben, Aquarellpapier (ich benutze derzeit sehr gerne das glatte Aquarellpapier von Tombow), Pinsel in den Stärken 6, 4 und 2, Bleistift und Radiergummi, einen runden Gegenstand z.B. Schüssel, bei Bedarf Sprenkelstempel und Stempelkissen in gold oder goldenen Filzstift.

Um überhaupt eine Grundlage für den Kranz schaffen zu können, zeichnet ihr zunächst einen großen Kreis in die Mitte eures Aquarellpapiers. Am besten nehmt ihr hierfür einen runden Gegenstand wie eine Schüssel zu Hilfe. Achtet darauf, mit dem Bleistift wirklich nur ganz leicht aufzudrücken, das macht es leichter, die Bleistiftreste später zu radieren. Im nächsten Schritt könnt ihr entscheiden, ob ihr weiter vorzeichnet oder ob ihr direkt mit der Aquarellfarbe weiter machen wollt. Falls ihr euch für letzteres entscheidet, solltet ihr die verschiedenen Blumen- und Blattelemente, die ihr benutzen wollt, aber am besten auf einem separaten Blatt zunächst üben.

Bei meinem Kranz habe ich mich für eine Kombination aus drei verschiedenen Blumen- und Blattelementen entschieden. Es gibt große Blumen, mit recht schmalen und spitz zulaufenden Blütenblättern, einfache Ranken mit ebenfalls schmalen und spitz zulaufenden Blättern sowie kleine Äste mit Beeren. In der Anordnung habe ich zunächst die Blüten gemalt und mit recht großen Abständen zu einander über den Kranz verteilt. Dabei habe ich aber fast immer zwei Blüten direkt nebeneinander gemalt. Den Zwischenraum habe ich dann abwechselnd mit den Ranken und mit den Ästen ausgefüllt. Für die Blätter der Blüten und der Ranken zieht ihr den Pinsel am besten ein Stück über das Papier und lasst ihn dann spitz zulaufen. So entsteht eine schöne Blattform.

Bei der Farbgebung habe ich mich für recht herbstliche Töne entschieden: ein dunkles lila, ein kräftiges gelb-grün sowie senfgelb für die Beeren. In die Mitte des Kranzes habe ich noch das Wort „hello“ geklettert. Dafür habe ich mit Bleistift das Wort vorgeschrieben und dann mit schwarz und recht viel Wasser nachgezogen. Ich habe dabei die Faux-Calligraphy-Technik angewendet und mit dem 4er Pinsel zunächst alle Linien dünn gezogen. Die Abstriche habe ich dann mit dem 6er Pinsel verstärkt, damit der typischen Handlettering-Look entstehen konnte. Abrunden könnt ihr euren Kranz dann noch mithilfe des Sprenkelstempels oder des goldenen Filzstifts. Dafür einfach entlang des Kranzes stempeln (den Stempel wirklich auf den Kranz aufsetzen) oder mit dem Filzstift selbst Sprenkel malen. Zum Schluss, wenn alles gut getrocknet ist, müsst ihr noch eure Hilfslinien wegradieren und schon ist euer Kranz fertig!

Aquarell Nr. 2: Mohnblumen

Die Mohnblumen sind das eigentlich einfachste Motiv aus diesem Blogpost. Ihr braucht einen recht großen Pinsel (z.B. Größe 20), Aquarellfarben und Wasser, Aquarellpapier, einen Fineliner, einen Bleistift und, wenn ihr mögt, einen Sprenkelstempel samt Stempelkissen.

Für die große Aquarellfläche verwenden wir die Nass in Nass-Technik. Dazu macht ihr euren Pinsel zunächst nass und verteilt das Wasser dann ohne Farbe auf dem Aquarellpapier. Erst danach geht ihr in die Farbe und geht dann über die nasse Fläche. Dann entsteht sehr leicht eine schöne große Aquarellfläche. Im Anschluss gut trocknen lassen!

Im nächsten Schritt geht es wieder ans Vorzeichnen. Dafür zeichnet ihr die zwei großen Mohnblumen samt Blätter mit dem Bleistift auf das Aquarellpapier. Macht euch dabei nicht zu viel Stress, die Blumen sollen absichtlich nicht allzu exakt sein, ein leicht abstrakter Look ist nämlich in diesem Fall erwünscht.

Eure Vorzeichnung zieht ihr dann mit dem Fineliner nach und verziert, wenn ihr mögt, eure Mohnblumen noch mit dem Stempel. Und schon ist euer zweites Aquarellprojekt fertig!

Aquarell Nr. 3: Herbstbild

Zm Schluss möchte ich euch auch noch erklären, wie ich mein aktuelles Lieblingsbild gemalt habe. Dieses Herbstwimmelbild ist eher zufällig entstanden. Eigentlich wollte ich nur kleine Motive einzeln üben, gar nicht unbedingt unter dem Oberthema Herbst. Aber irgendwie habe ich dann den Pilz und den Kürbis gemalt und mir gedacht, wieso nicht noch mehr Herbstmotive? So ist dann das Bild entstanden. Die Materialien sind die gleichen wie bei den anderen beiden Projekten. Bei der Farbauswahl habe ich mich für klassische Herbtsfarben entschieden. Für dieses Projekt eignen sich besonders Pinsel der Stärken 2 und 4.

Mein Bild besteht aus 10 größeren Motiven (Pilz, Kürbis, Regenschirm, Bücher, Teekanne, Tasse samt Teebeutel, Pullover, Fuchs, Kerze, größere Blätter), ein paar Dekoelementen und einem Lettering. Ich würde euch empfehlen, zuerst die größeren Motive zu malen. Wenn ihr euch bei den einzelnen Motiven nicht sicher seit, was die Technik angeht, übt sie auf einem Schmierpapier und zeichnet auf jeden Fall mit Bleistift vor. Ansonsten sind alle größeren Motive aber eigentlich ziemlich einfach und sollten von allen zu schaffen sein. Auch wenn ihr ein bisschen radieren müsst, aber das ist ja nicht schlimm.

Für den Fuchs habe ich aber einen kleinen Trick für euch: zunächst zeichnet ihr ein auf der Spitze stehendes Dreieck, an das ihr dann einen eher gestauchten Kreis malt. Aus dem Dreieck könnt ihr dann ganz einfach den Kopf des Fuchs zaubern, indem ihr die Ecken abrundet, Ohren dazumal und die typischen Gesichtsmerkmale hinzufügt. Für den Körper macht ihr aus der einen Hälfte des Kreises den Körper selbst und der andere Teil wird der Schwanz, wofür ihr den Kreis ein bisschen erweitern müsst. Die Erklärung ist etwas kompliziert, aber wenn ich euch den Fuchs genauer anschaut, findet ihr schon heraus, wie genau ich das meine.

Ich habe mein Bild dann noch mit Blättern und Pilzen verziert, damit das Bild mehr nach einem wirklichen Bild aussieht und nicht so sehr wie ein Übungsblatt. Unten habe ich noch „Autumn“ dazu geschrieben. Ich habe dafür Großbuchstaben mit Serifen gewählt. Ich mag mein Herbstbild wirklich sehr gerne und ihr?

Welches Bild gefällt euch am besten?

xoxo Ruth

DIY: 3 einfache Aquarelle



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