REZENSION: What I like about you von Marisa Kanter

REZENSION: What I like about you von Marisa Kanter

REZENSIONSEXEMPLAR I Momentan lese ich echt in einem bisher ungeahnten Tempo: nämlich ziemlich schnell. Daher komme ich auch fast nicht damit hinterher, die entsprechenden Rezensionen zu schreiben. Heute habe ich es aber wieder einmal geschafft. Es erwartet euch die Rezension zu „What I like about you“ von Marisa Kanter. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei one für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar bedanken :) !

Titel: What I like about you. Mitten ins Herz I Autorin: Marisa Kanter I Verlag: one I Genre: Young Adult I Seiten: 476 I Erscheinungstermin Deutschland: 30.09.2020 I Preis: 14,00€ (Paperback) I ISBN: 978-3-8466-0105-1 I Zum Buch

Darum geht’s:

Es gibt eine Million Dinge, die Halle Levitt und ihren besten Freund Nash verbinden. Sie lieben Bücher, können stundenlang reden … Und trotzdem verschweigt Halle ihm, wer sie wirklich ist. Denn online heißt Halle Kels – ist berühmte Buchbloggerin und hat alles, was ihr im echten Leben fehlt: Freunde, eine tolle Community, Selbstvertrauen und natürlich Nash. Dann wechselt sie für ihr Abschlussjahr an eine neue Schule, und plötzlich steht Nash leibhaftig vor ihr – da ist Chaos vorprogrammiert! (Klappentext)

„Die Blumen sind verblüht, um mich herum sehe ich nur Orange, und auf der Suche nach einem Ladegerät für mein Handy habe ich die Sachen aus meinem Koffer im ganzen Zimmer verteilt. Überall liegen Klamotten. Ich meine überall. Man würde nicht darauf kommen, dass sich unter meinen in Haufen verstreuten Sachen weißer Teppich befindet. Aber ich hatte einen guten Grund für dieses Chaos.“

Kanter, Marisa: What I like about you. Mitten ins Herz. Köln: Bastei Lübbe AG 2020, S. 11.

Handlung:

In „What I like about you“ wartet eine zuckersüße Liebesgeschichte über zwei über Bücher und Graphic Novels bloggende Teenager auf ihre Leser*Innen. Zuckersüß im wahrsten Sinne des Wortes, denn es geht nicht nur um Bücher, sondern auch um Cupcakes. Protagonistin Halle, die einen sehr erfolgreichen Buchblog führt, gestaltet zu allen Buchcovern nämlich passende Cupcakes. Damit sind wir auch schon beim ersten Punkt, der mir bei diesem Buch gut gefallen hat: es geht auf fast jeder Seite um Bücher. Und um Cupcakes. Aber hauptsächlich um Bücher und um Buchblogs und das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Als Leser*In wird man hier Teil des amerikanischen Bookstagram und das unterscheidet sich auch eigentlich gar nicht so sehr vom deutschen. Nur die Zahlen und Statistiken sind wohl etwas krasser als in Deutschland. Aber egal, das Buch ist was das angeht definitiv perfekt für alle Menschen, die auf Bookstagram, Booktube, Booktok und Buchblogs unterwegs sind.

Es zeigt auch auf sehr schöne Weise einige Dinge, die mich persönlich an Social Media stören. Nämlich die Cancel Culture von ganzen Autor*Innen und Blogger*Innen, denen jedes Wort im Mund umgedreht wird. In „What I like about you“ äußert sich eine (fiktive) Autorin nämlich etwas problematisch. Das dann daraus entstehende Chaos in den Sozialen Medien fand ich sehr authentisch. Genauso ist es im echten Bookstagram nämlich auch.

Was ich auch sehr mochte, war die Darstellung jüdischen Glaubens. Da die Protagonist*Innen größtenteils jüdischen Glaubens sind, spielt dieser auch in dem Buch eine große Rolle. Normalerweise mag ich es nicht so, wenn Religion eine zu große Rolle in Geschichten spielt, aber hier war das anders. Es war nicht belehrend oder verherrlichend oder so, sondern einfach informativ. Ich kenne leider niemanden persönlich, der jüdisch ist und habe daher kaum Berührungspunkte mit dieser Religion. Durch „What I like about you“ konnte ich aber einiges über (amerikanische) Jüdinnen und Juden lernen.

Die Liebesgeschichte selbst hat mir dann aber nicht ganz so gut gefallen. Also sie war schon sehr süß und die Harmonie zwischen den Figuren hat auch definitiv gestimmt, aber die Art und Weise wie sie zunächst aufgebaut wird, hat mir nicht so gut gefallen. Als Leserin wusste ich eigentlich die ganze Zeit, worauf es hinaus läuft und was der Konflikt sein wird. Ein Konflikt, den man auch während der ersten Begegnung der Protagonisten hätte klären können. Aber nun gut, ansonsten war es eine süße Teenie Romance.

Figuren:

Die Erzählerin von „What I like about you“ ist Halle. Sie hat einen sehr erfolgreichen Buchblog, heißt dort aber nicht Halle, sondern Kels. Ist alles, was Halle glaubt nicht zu sein: witzig, schlagfertig, beliebt. Man hat sehr gut gemerkt, in welchem inneren Konflikt Halle stand und ich konnte zunächst auch sehr gut nachvollziehen, warum sie ihre Onlineidentität beibehalten möchte. Irgendwann hat mich ihr Versteckspiel dann aber zusehends ein bisschen genervt und ich dachte mir die ganze Zeit „Jetzt sag’s doch endlich!“. Ansonsten war Halle aber eine sympathische Protagonistin.

Halles Gegenpart ist Nash. Nash ist mir stellenweise ein bisschen zu blass geblieben. Auch wenn man ein bisschen etwas aus seiner Vergangenheit erfährt, war er für mich leider oft nicht ganz so greifbar wie Halle. Im Großen und Ganzen war aber auch Nash eine sympathische Person und vor allem war er nicht toxisch, sondern einfach ein netter Jugendlicher, der gerne Graphic Novels liest und zeichnet.

Weitere wichtige Personen sind Halles Bruder Oliver, den ich sehr gerne mochte, ihren Großvater, den ich auch mochte, sowie ihre neuen Schul- und Internetfreunde. Während Oliver und der Großvater durchaus als einzelne Individuen durchgehen würden, waren mir die Freunde ein bisschen zu nebensächlich. Eine Person weniger im Freundeskreis hätte vielleicht nicht geschadet, dann hätte man sich besser auf die anderen fokussieren können. Aber schlimm war es auch nicht, wie es dann tatsächlich gelöst wurde.

Schreibstil:

Ich mochte den Schreibstil. Er war locker und leicht, ein bisschen wie ein fluffiger Cupcake. Ergänzt wurde er dabei immer wieder durch Chatverläufe und Auszüge aus Tweets. Der Schreibstil hat es mir als Leserin außerdem ermöglicht, möglichst schnell in die Geschichte und die Figuren zu finden und das ist ja durchaus ein positiver Punkt!

Fazit:

„What I like about you“ ist ein Young Adult-Roman, der mir gut gefallen hat. Ich mochte sehr, dass es im Grunde um Bookstagram ging. Auch die Informationen über das Judentum haben mir gut gefallen. Die Liebesgeschichte und vor allem der Konflikt waren ein bisschen vorhersehbar, aber noch in einem Rahmen, den ich gerne akzeptieren kann. Die Figuren hätten stellenweise ein bisschen lebendiger und tiefer sein müssen, aber größtenteils waren die Charaktere nachvollziehbar. Gerade Halles innerer Konflikt war gut dargestellt, auch wenn er mich am Ende etwas genervt hat. Am Schreibstil gibt es nichts auszusetzen, der hat mir gut gefallen. „What I like about you“ bekommt von mir vier Sterne und gehört zur Kategorie „Wohlfühllektüre“, denn ich habe mich in dieser Geschichte wirklich wohlgefühlt.

Rezension: What I like about you von Marisa Kanter

Habt ihr „What I like about you“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: What I like about you von Marisa Kanter



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