REZENSION: The Cousins von Karen M. McManus

REZENSION: The Cousins von Karen M. McManus

REZENSIONSEXEMPLAR I Seit ich letztes Jahr „One Of Us Is Lying“ gelesen habe, warte ich sehnsüchtig auf des neue Buch der Autorin Karen M. McManus. Sie hat meine Liebe für YA Mystery/Thriller entfacht und dafür bin ich ihr sehr dankbar! Sehr gespannt war ich dementsprechend auch auf ihre neustes Buch „The Cousins“, das vergangenen Montag erst erschienen ist. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei cbj für die tolle Bloggeraktion bedanken! Und natürlich für das Rezensionsexemplar. Es ist wirklich unglaublich, was ihr euch immer einfallen lasst, um uns Blogger für die Bücher zu begeistern. Wirklich vielen lieben Dank! Euch, liebe Leser*Innen, wünsche ich jetzt aber erst einmal ganz viel Freude mit meiner Rezension zu „The Cousins“ von Karen M. McManus.

Infos zum Buch:

Titel: The Cousins I Autorin: Karen M. McManus I Genre: YA Mystery I Verlag: cbj I Seiten: 432 I Ersterscheinung Deutschland: 14.12.2020 I Preis: 20,00€ (Hardcover) I ISBN:  978-3-570-16578-2 I Zum Buch

Darum geht’s:

Milly, Aubrey und Jonah Story haben ihre legendäre Großmutter Mildred Margaret Story nie kennengelernt. Ihre Eltern sind schon vor langer Zeit von der High-Society-Matriarchin enterbt worden. Da erhalten die Cousins einen Brief: Sie sollen den Sommer auf dem Story-Anwesen auf Cape Cod bei ihrer Großmutter verbringen. Obwohl sich Milly, Aubrey und Jonah seit Kindesbeinen nicht gesehen haben, sind sich ihre Eltern einig – das ist die Chance, sich wieder auszusöhnen. Doch als die Cousins auf der Insel eintreffen, wird schnell klar, dass Mildred Margaret Story andere Pläne verfolgt – und dass die Story-Familiengeschichte dunkle Abgründe birgt. Diesen Sommer werden Milly, Aubrey und Jonah alle Geheimnisse aufdecken. Auch das letzte und tödlichste. (Klappentext)

Ihr wisst, was ihr getan habt. Das stand in dem Brief, den meine Großmutter meinem Vater vor Jahren geschickt hat und er hat hartnäckig behauptet, nicht die leiseste Ahnung zu haben, was sie damit gemeint haben könnte.“

McManus, Karen M.: The Cousins. München: cbj 2020, S. 38.

Handlung:

„The Cousins“ ist ein ausgeklügelter Mystery-Roman für Jugendliche, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Okay, vielleicht nicht von der allersten Seite, aber ich habe keine 50 Seiten gebraucht, um absolut in den Bann des Buchs gezogen zu werden. Es war unglaublich spannend und mit vielen überraschenden und interessanten Wendungen gespickt. Ich hatte keine Ahnung, wo die Autorin hinwollte. Ich habe viele verschiedene Theorien aufgestellt und wurde am Ende auch tatsächlich noch einmal überrascht. Das habe ich nicht kommen sehen!

Ich war aber auch schon allein bei der Grundidee hin und weg. Eine Geschichte über eine reiche Familie mit einem Geheimhis? Yes, please! Eine Geschichte, die an der Ostküste der USA spielt? Nochmal yes, please! Überraschende Wendungen, tolle Charaktere und unendlich viel Spannung? YES, YES, YES. Ich bin wirklich begeistert von dem Buch. Wie ihr vielleicht merkt, haha.

Die Stimmung und Atmosphäre in „The Cousins“ war auch wieder on Point. Die ganze Zeit hatte man das Gefühl, nicht allen Inselbewohnern trauen zu dürfen. Die Stimmung ist immer wieder zwischen angenehm harmonisch und beunruhigend geheimnisvoll gewechselt. Das Setting an der US-amerikanischen Ostküste hat mir auch wahnsinnig gut gefallen. Ich habe sowieso eine Schwäche für diesen Teil der USA und war daher doppelt begeistert.

Figuren:

Wie bisher in allen ihren Büchern, hat es Karen McManus auch dieses Mal wieder geschafft, absolut interessante und liebenswerte Figuren zu erschaffen. Ich kann (und will) mich wieder einmal gar nicht entscheiden, wen ich jetzt am liebsten mochte. Milly, Aubrey und Jonah sind allesamt sympathisch und ich habe ihre Gedanken unheimlich gerne gelesen. Auch konnte man wieder einmal das Gefühl, dass es sich bei den Figuren tatsächlich um unterschiedliche Persönlichkeiten handelt.

Milly ist die Figur, die mal Leser*In als erstes kennenlernt. Milly ist klug und aufgeweckt, sehr neugierig und hat einen Hang zu zu vielen Klamotten. Ich mochte sie sehr. Ihre Eltern sind geschieden, was sie noch nicht richtig verarbeitet hat und zu ihrer Mutter hat sie ein angespanntes Verhältnis. Das würde Milly allerdings gerne ändern. Auf mich hat Milly auch sehr leidenschaftlich gewirkt. Wenn sie sich einmal hinter eine Sache geklemmt hat, dann ist sie auch zu 100% dabei. Ich mochte die Harmonie zwischen ihr und ihrer Cousine Aubrey. Und ich mochte auch sehr die Liebesgeschichte, in die Milly im Laufe der Geschichte verwickelt wird. Schmetterlinge garantiert! In wen sie sich verliebt, kann ich aber nicht verraten, das würde einen Plottwist offen legen!

Aubrey ist anders als Milly, aber nicht weniger sympathisch. Sie ist eher ruhig und in sich gekehrt, aber ergänzt ihre Cousine damit sehr gut. Aubrey hat damit zu kämpfen, dass ihr Vater nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Sie muss im Laufe der Geschichte mehre innere Konflikte austragen und ihre Beziehung zu ihrem Vater erst einmal neu bewerten. Ich finde, dass sie das auf eine sehr gute und vor allem menschliche Weise gemacht hat. Ich konnte total gut verstehen, warum sie ihrem Vater nicht mehr vertraut. Zu den anderen hat Milly ein gutes Verhältnis entwickelt und fungiert manchmal als Vermittlerin zwischen Milly und Jonah, wenn sie mal wieder aneinander geraten. Aubrey hat in der Geschichte wirklich eine tolle Entwicklung durchgemacht, sich von alten Lastern getrennt und sich selbst neugefunden. Das fand ich schön mitzuerleben.

Jonah Story ist geheimnisvoll und anfangs etwas unnahbar. Er ist launisch und manchmal verhält er sich seltsam. Ich mochte ihn trotzdem. Durch die Innensicht konnte man sich gut in ihn hineindenken und -fühlen. Ich kann nicht allzu viel zu ihm sagen, da ich sonst Spoilern würde. Ich kann aber sagen, dass er trotz allem ein einfühlsamer und guter Mensch ist. Ich mochte ihn sehr.

Die Eltern der der drei sind alle etwas schwierig zu verstehen. Millys Mutter Allison kommt in Rückblenden selbst zu Wort, wodurch sie um einiges nahbarer und auch sympathischer geworden ist. Die anderen Story-Kinder sind alle sehr unterschiedlich. Manche sind nett, manche nicht. Wer zu den netten und wer zu den nicht so netten gehört, müsst ihr aber selbst herausfinden ;)

Ansonsten gibt es noch einige andere Figuren. Inselbewohner, Hotelmitarbeiter und natürlich die sagenumwobene Mildred Story, Großmutter von Milly, Aubrey und Jonah. Mit ihr ist McManus eine herrlich undurchsichtige und irgendwie bedrohliche Figur gelungen, der ich von Anfang an nicht wirklich über den Weg getraut habe. Insgesamt sind die Figuren alle ihr überzeugend und ein richtiges Highlight des Buchs.

Schreibstil:

Ich weiß, dass Karen M. McManus gut schreiben kann. Das weiß ich schon seit ihrem Debütroman. Und auch dieses Mal hat der flüssige Schreibstil und die gelungene Wortwahl wieder einmal dazu beigetragen, dass ich so in die Story gesogen wurde. Ich konnte mir, durch den Schreibstil, die ganzen Geschehnisse auch sehr gut vorstellen. Karen M. McManus erzählt sehr bildlich. Beim Schreibstil gibt es wirklich nichts zu meckern. Das einzige, was ich anfangs etwas verwirrend fand, war der mit den Rückblenden verbundene Wechsel der Erzählform. Milly, Aubrey und Jonah erzählen in der Ich-Perspektive und im Präsens, während Allison Geschichte von einem personalen Erzähler der Er/Sie-Perspektive im Präteritum erzählt wird. Nachdem ich mich dran gewöhnt hatte, war es aber kein Problem mehr.

Fazit:

„The Cousins“ hat mir sehr gut gefallen. Die Story war spannend und abwechslungsreich und es gab immer wieder neue Plottwists, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich mochte auch das Setting an der Ostküste der USA. Die drei Protagonisten Milly, Aubrey und Jonah waren alle sehr unterschiedlich, aber mir dennoch alle durchweg sympathisch. Man konnte gut in sie hineinfinden und hat auch wirklich gemerkt, dass es sich und drei unterschiedliche Persönlichkeiten handelt. Die anderen Figuren waren auch alle sehr facettenreich und ausgeklügelt. Die Auflösung am Ende fand ich überraschend, aber sehr gelungen. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir das Geschehen zudem sehr gut vorstellen. Ich habe keine Kritikpunkte an „The Cousins“ und daher erhält das Buch von mir volle Punktzahl. Die 5 Sterne hat es sich wirklich verdient. „One Of Us Is Lying“ bleibt zwar mein Lieblingsbuch der Autorin, aber „The Cousins“ ist dem Buch schon sehr nahe gekommen.

Rezension: The Cousins von Karen M McManus

Habt ihr „The Cousins“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: The Cousins von Karen M McManus



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