REZENSION: Sweet Little Lies von Kylie Scott

REZENSION: Sweet Little Lies von Kylie Scott

REZENSIONSEXEMPLAR I Hallöchen, ihr Lieben! Bevor wir in die Rezension zu „Sweet Little Lies“ von Kylie Scott einsteigen, möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen, um euch von ganzem Herzen Frohe Weihnachten zu wünschen! Ich hoffe, ihr habt, trotz der etwas seltsamen und anderen Umstände dieses Jahr, ein schönes Weihnachtsfest mit tollen Geschenken, leckerem Essen und Zeit mit euren Liebsten! Auf dem Blog wird am Samstag, den 26.12. wegen Weihnachten keinen Blogpost geben. Es geht dann aber am 30.12. mit meinem buchigen Jahresrückblick weiter :) Jetzt gibt es aber erst einmal noch die Rezension zu „Sweet Little Lies“. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal and en LYX-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Ich habe mich sehr gefreut :)

Infos zum Buch:

Titel: Sweet Little Lies I Autorin: Kylie Scott I Verlag: LYX I Genre: NA Suspense/Thriller I Seiten: 279 I Ersterscheinung Deutschland: 27.11.2020 I Preis: 12,90€ (Paperback) I ISBN: 978-3-7363-1439-9 I Zum Buch

Darum geht’s:

Die Liebe ist das gefährlichste Spiel. Betty Dawsey hat die Nase voll. Zwar liebt sie ihren Verlobten Thom, doch hält er sie stets ein wenig auf Abstand und lässt sie nie wirklich Teil seines Lebens werden. Daher hat sie sich entschlossen, ihn zu verlassen – und das mit einem Knall. Buchstäblich! Denn eine Explosion zerstört urplötzlich die gemeinsame Wohnung. Betty kommt mit knapper Not davon und findet dabei heraus, dass Thom, der nerdige Versicherungsvertreter, in Wahrheit Thom, der Geheimagent ist. Betty fällt aus allen Wolken – aber sie hat keine Zeit, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen. Denn jemand spielt ein falsches Spiel! Betty und Thom müssen nun nicht nur ihre Beziehung, sondern auch ihr Leben retten … (Klappentext)

„Du wirst ihm das Herz brechen.“ „Nein, werde ich nicht.“, widerspreche ich. „Darum geht es doch gerade. Wenn ich wirklich glaubte, ich würde ihm mit meiner Trennung das Herz brechen, würde ich es gar nicht erst tun.“

Scott, Kylie: Sweet Little Lies. Köln: Bastei Lübbe AG 2020, S. 7.

Handlung:

„Sweet Little Lies“ von Kylie Scott kommt als eine Mischung aus New Adult/Liebesroman mit Thriller/Suspense-Elementen daher. Der Einstieg in die Geschichte geschieht mühelos. Es wird nicht lange gefackelt, schon ist der Spannungsbogen hoch oben in der Luft. Dieser rasante Einstieg hat mir zunächst wirklich gut gefallen. Generell mochte ich den Anfang. Über ein paar Ungereimtheiten in der Story und die Tatsache, dass die Recherche hinter dem Buch sich vermutlich auf ein paar Achtionserien/-filme begrenzt hat, konnte ich da noch hinwegsehen. Der Klappentext hat mich wirklich angesprochen und ich wollte der Geschichte alle nur möglichen Chancen geben. Das hat zu Beginn auch ganz gut geklappt. Ich habe mich schnell in der Geschichte zurecht gefunden und hatte sogar kurz das „Ich will unbedingt weiterlesen“-Gefühl.

Doch dann ist die Geschichte irgendwie gekippt. Auf einmal war mir alles too much. Die Charaktere wurden mir von Seiten zu Seite suspekter und unsympathischer (dazu später mehr) und auch die Story wurde immer seltsamer. Ich habe ehrlich gesagt gar nicht verstanden, worum es überhaupt ging und was gerade passiert ist. Ständig hat sich ein angeblicher Verbündeter als Verräter erwiesen, jemand wurde erschossen oder irgendwas in die Luft gejagt. Es gab zwar durchaus einen Aufhänger, also etwas, das die Figuren zu ihrem Handeln antreibt, aber das war mir zu keinem Moment wirklich ersichtlich.

Die ganze Geheimagenten-Nummer fand ich auch einfach nicht mehr überzeugend. Die Geschichte wurde unteranderem als „Mr. & Mrs. Smith“-ähnlich beschrieben. Nun ja, die Ansätze waren da, aber die Umsetzung war einfach unrealistisch und unglaubwürdig. Die Spannung war dann auch irgendwann weg und ich habe einfach nur noch den Kopf schütteln müssen.

Dieser letzte die Handlung betreffende Kritikpunkt ist aber vermutlich wirklich reine Geschmacksache, aber die Beschreibung der Sexszenen fand ich ganz seltsam. Wie die Figuren miteinander währenddessen geredet haben war einfach nur cringe und generell war mir die Beschreibung einfach viel zu detailliert. Aber wie gesagt, das ist wirklich absolute Geschmacksache und geht daher nicht so stark in meine Schlussbewertung mit ein!

Figuren:

Protagonistin und Erzählerin der Geschichte ist Betty. Betty ist eine junge Floristin, die sich eigentlich schon mit der lieblosen Beziehung zwischen Thom und ihr abgefunden hat. Sie macht dann irgendwann den entscheidenen Schritt, indem sie beschließt die Beziehung zu beenden. Doch alles kommt anders. Ja, das war vorhersehbar und klar und gehört auch zur Geschichte. Anfangs fand ich auch ihren Umgang mit Thom und ihre Zweifel ihm gegenüber noch recht realistisch. Sie hat sich einigermaßen gut verteidigt und war auch ansatzweise gerechtfertigt genug wüten auf ihn. Aber dann irgendwann war sie gar nicht mehr sauer auf ihn. Im Grunde hat es für sie eigentlich nur gereicht, dass Thom ans Ende aller seiner Sätze ein „Ich liebe dich“ hängt und einmal so mit ihr schläft, dass sie auch voll auf ihre Kosten kommt. Danach hatte sie ihm im Grunde alles verziehen und das fand ich dann doch irgendwie etwas übereilt.

Thom war für mich ein absolut katastrophaler männlicher Charakter. Okay, er hatte seine Gründe Betty all die Zeit über zu belügen (die Situation hat mich irgendwie ein bisschen an Tom und Liz aus „The Blacklist“ erinnert), aber auch als die Wahrheit endlich raus war, hat er sich für mich nicht verbessert. Das einzige, was den Mann ausgezeichnet hat, war sein talentierter Umgang mit Waffen. Oh, und dass er, wenn er will, unglaublich gut im Bett ist. Da kann man sich doch direkt verlieben, oder? Okay, tut mir Leid, ich werde zynisch, aber Thom hat mich einfach tierisch aufgeregt.

Die Nebencharaktere sind meistens irgendwie ziemlich belanglos. Haben, außer eine, keine wirkliche Funktion und ich konnte sie durch die ganzen Decknamen sowieso nicht auseinanderhalten. Was die Figuren angeht ist „Sweet Little Lies“ leider nicht überzeugend.

Schreibstil:

Zum Schreibstil lässt sich eigentlich nicht wirklich etwas sagen. Er ließ sich ganz gut lesen, das schon. Allerdings war er nichts besonderes und manche Formulierungen fand ich etwas plump. Die Wortwahl während der expliziteren Szenen war mir zu vulgär, zu detailliert – nennt mich verklemmt, aber das lese ich einfach nicht gerne. Ist aber wohl wirklich Geschmacksache! Ich weiß, dass viele solche Bücher genau wegen solcher Szenen lesen und das ist auch absolut in Ordnung und in keinster Weise verwerflich. Ich für meinen Teil lese ein Buch aber vorrangig wegen der Geschichte und den Figuren.

Fazit:

Es tut mir wirklich in der Seele weh, das zu schreiben, aber „Sweet Little Lies“ von Kylie Scott hat mir leider nicht gefallen. Ich wollte es mögen und haben dem Buch auch beim lesen viele Chancen gewährt, aber letztlich konnte es mich leider nicht von sich überzeugen. Der Einstieg hat mir wie gesagt noch ganz gut gefallen, aber danach gab es für mich einfach zu viele Widersprüche in der Handlung, zu viele unrealistische Situationen, zu wenig wirkliche Geschichte und leider keine überzeugenden Figuren. Insgesamt gibt es von mir daher nur zwei von fünf Sternen. Liebes LYX-Team, ich hoffe ihr seid mir nicht böse! Ich mag eure Bücher normalerweise wirklich sehr, aber dieses hier war einfach nicht mein Fall. Bitte verzeiht! Ich kann mir aber grundsätzlich schon vorstellen, dass das Buch auch Fans findet. Vielleicht gucke ich auch zu viele Serien und Filme mit Geheimagenten oder habe zu hohe Ansprüche. Meinen Geschmack hat Kylie Scotts „Sweet Little Lies“ aber leider nicht getroffen. Das Cover dafür aber umso mehr! Das finde ich wirklich unglaublich schön😍

Rezension: Sweet Little Lies von Kylie Scott

Habt ihr „Sweet Little Lies“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: Sweet Little Lies von Kylie Scott


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