Mein Lesejahr 2020 – Highlights, Flops und Statistiken + Template

Mein Lesejahr 2020 – Highlights, Flops und Statistiken + Template

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende. Noch heute und morgen – dann haben wir es geschafft. 2020 war anders. Ich glaube, das können wir ganz ohne Wertung sagen. So ein Jahr hat vermutlich noch keiner von uns vorher erlebt. Aber ich möchte in diesem Beitrag nicht über 2020 im Allgemeinen schreiben. Das wurde in den letzten Tagen vermutlich genug. Ich will das Jahr nicht verteufeln. Wir alle sollten uns selbst unsere Meinung dazu bilden. Was ich in diesem Beitrag aber möchte, ist euch mein Lesejahr 2020 zu reflektieren. Ich habe mich das ganze Jahr über auf diesen Beitrag gefreut und bin daher schon sehr gespannt, was ihr sagt. Auf meinem Instagramaccount gibt es auch wieder ein passendes Template. Das Prozedere kennt ihr ja inzwischen. Jetzt wünsche ich euch aber erst einmal ganz viel Spaß mit meinem Lesejahr 2020. Here we go!

Mein Lesejahr 2020 in Zahlen (Stand: 30.12.2020):

2020 habe ich so viele Bücher gelesen wie noch nie zuvor in meinem Leben. Das mag am Lockdown liegen, aber sicherlich auch daran, dass meine Interesse für Bücher in den letzten Jahren exponentiell gestiegen ist. Von einer Nicht-Leserin habe ich mich in den letzten Jahren in eine Viel-Leserin verwandelt. Währen dich 2016 als Ziel hatte, 10 Bücher zu lesen, habe ich es vier Jahre später geschafft, 54 Bücher zu lesen. Mein ursprüngliches Ziel, das ich im Januar festgelegt hatte, lag bei 35 Bücher. Im Sommer habe ich dann auf 45 aufgestockt. Ingesamt gelesen habe ich, wie schon erwähnt, 54 Bücher. Auf diese Zahl bin ich wirklich unglaublich stolz, da sie bedeutet, dass ich im Schnitt jede Woche genau ein Buch gelesen habe. Grob gesagt.

Laut Goodreads (folgt mir gerne, KLICK) hatten die Bücher, die ich gelesen habe, durchschnittlich 409 Seiten. Das kürzeste Buch war dabei „Iphigenie auf Tauris“ (😂) von Goethe mit 79 Seiten und das mit den meisten Seiten war „Queen of Air and Darkness“ von Cassandra Clare mit 1024 Seiten. Das ist übrigens auch das generell längste Buch, das ich je gelesen habe. Durch diese über 1000 Seiten habe ich mich manchmal etwas gequält, aber letztlich bin ich sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.

Das Genre, das ich im diesem Jahr am meisten gelesen habe, war (Urban) Fantasy. Von den 54 Büchern entstammen insgesamt 13 Bücher diesem Genre. Auch viel gelesen habe ich Young Adult (10) und New Adult (8). Durch mein Studium habe ich in diesem Jahr auch einiges an Klassikern gelesen (7). Ansonsten habe ich 2020 alte Genre wieder entdeckt, ich habe nämlich tatsächlich vier Dystopien gelesen. Letztes Jahr aber zu Vergleich keine einzige. Außerdem habe vier Thriller, vier Mystery-Bücher, einen klassischen Liebesroman und drei Sachbücher gelesen.

Bewertet habe ich meine Bücher dieses Jahr im Schnitt mit glatt vier Sternen. Das entspricht auch in Etwa meinem Gefühl. Ich hatte, dazu komme ich aber später noch einmal, wenig Flops und es gab auch kein Buch, das nur einen Stern von mir bekommen hat. 14 Bücher habe ich mit fünf Sternen bewertet. Auf Goodreads wurde von allen Büchern, die ich 2020 gelesen habe, „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“ von Adriana Popescu durchschnittlich am besten bewertet (4,65 average), was mich wirklich sehr freut. Das, nach Goodreads, bekannteste Buch, das ich gelesen habe, war „Selection“ von Kiera Cass und das unbekannteste Buch „Aus allen Wolken fällt man auch mal leicht“ von Valerie Korte.

Mein Lesejahr 2020

Meine Highlights:

Kommen wir nun zu meinen Jahreshighlights. Ich habe euch ja bereits gesagt, dass ich ingesamt 14 Bücher mit fünf Sternen bewertet habe. Nicht alle davon sind aber zu Jahreshighlights geworden. Einfach weil mir nicht alle so nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Ein Highlight von mir ist tatsächlich auch ein Buch, dem ich eigentlich „nur“ 4,5 Sterne gegeben habe, über das ich dann aber nicht aufhören konnte, nachzudenken. Deswegen ist es letztlich trotzdem ein Highlight geworden.

Mein wohl größtes Highlight 2020 sind die Bücher von Cassandra Clare, die ich dieses Jahr wieder für mich entdeckt habe. Sie ist auch die Autorin, von der ich dieses Jahr mit Abstand das meiste gelesen habe, nämlich sieben Bücher. Den Anfang gemacht hat im März die Reihe „Chroniken der Schattenjäger“ (The Infernal Devices) bestehend aus den Büchern „Clockwork Angel“, „Clockwork Prince“ und „Clockwork Princess“. Diese Reihe ist innerhalb kürzester Zeit zu meinen liebsten herangewachsen. Ich liebe die Geschichte, das Setting, den Schreibstil und ganz besonders die Figuren. Ich meine, aus „Clockwork Angel“ stammt Will Herondale, der mein Number 1-Bookboyfriend geworden ist. Diese Reihe bedeutet mir einfach unglaublich viel! Meine Rezension zum ersten Teil könnt ihr hier nachlesen. Auch sehr gut gefallen hat mir die „Die Dunklen Mächte Reihe“ der Autorin und „Chain of Gold“. Auch die Bücher sind sicherlich Highlights dieses Jahr, kommen an „Clockwork Angel“ und Co. aber nicht heran. Diese Reihe hat mich echt schwer beeindruckt und mir den Weg zurück in die Schattenjägerwelt geebnet, die ich 2017 genervt über „City of Fallen Angels“ verlassen hatte.

Ich habe 2020 drei Bücher von Anne Freytag gelesen, Highlight konnte davon aber nur „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ werden. Das Buch ist vermutlich mein erstes richtiges Highlight des Jahres gewesen. Die Geschichte hat mich einfach sehr berührt. Ich habe den Schmerz und die Probleme der Figuren sehr, sehr gut nachvollziehen können und die Lösung des Problems fand ich unkonventionell und sehr gelungen. Zu meiner Rezension zu „Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ geht es hier entlang.

Ein Überraschungshighlight 2020 war „Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange“ von Suzanne Collins. Ich war nie so der allergrößte Panem-Fan und fand irgendwann die Filme besser als die Bücher, aber das Prequel zu den ursprünglichen Büchern hat mich aus den sprichwörtlichen Socken gehauen. Ich fand das Buch einfach ziemlich genial. Und habe es regelrecht verschlungen. Hier kommt ihr zu meiner Rezension.

2020 habe ich in „New Beginnings“ von Lilly Lucas auch endlich ein New Adult-Highlight gefunden. Vorher haben mir zwar auch schon New Adelt-Romane gut gefallen, aber so richtig zu 100% überzeugen konnte mich erst der Auftakt der Green Valley Love-Reihe. Die Geschichte ist einfach zauberhaft. Mit liebenswürdigen Figuren, einem traumhaften Setting und vor allem ohne unnötiges Drama. Die Fortsetzung „New Promises“ hat mir auch gut gefallen und aktuell lese ich den nächsten Teil „New Dreams“. Zur Rezension von Teil 1 kommt ihr, wenn ihr hier klickt.

Ein weiteres richtiges Jahreshighlight, das mir auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist, ist „Ein Lächeln sieht man auch im Dunklen“ von Adriana Popescu. Die Geschichte hat mich wahnsinnig berührt und ich konnte sie einfach nicht loslassen. Im Rahmen meiner diesjährigen Adventsverlosung habe ich ein Exemplar über Instagram auch an eine:n von euch verlost. Es ist wirklich ein ganz besonderes Jugendbuch, das wichtige Themen anspricht und zudem so unglaublich liebenswerte Figuren hat. Außerdem ist die Handlung unglaublich anschaulich beschrieben. Die Welt von Samuel, Marie und Theo konnte ich mir einfach sehr gut vorstellen. Hier geht es zur Rezension.

Das waren jetzt so meine größten Jahreshighlights 2020. Auch sehr gut gefallen haben mir übrigens auch die beiden Schirach-Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe: „Der Fall Collini“ und „Terror“ habe ich beide jeweils innerhalb eines Tages, „Terror“ sogar an einem Stück, verschlungen und kann sie euch insgesamt auch nur wärmstens ans Herz legen! Sehr begeistert hat mich außerdem „Ruth Bader Ginsburg. 300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin“. Ich bin großer Fan von Ginsburg und finde, dass sie einige sehr schlaue Sachen gesagt hat. Schaut euch das Buch gerne einmal an!

Meine Flops:

Leider habe ich auch ein paar Flops in 2020 gelesen, wobei keins der Bücher weniger als zwei Sterne bekommen hat, da sie eigentlich alle noch ganz gute Ansätze hatten. Der erste Flop war „One True Queen. Aus Schatten geschmiedet“ von Jennifer Benkau. Gemeinsam mit Leigh Bardugos „Das neunte Haus“ war das auch das einzige Buch, das ich 2020 abgebrochen habe. Bei „Das neunte Haus“ bin ich mir dabei nicht einmal sicher, ob ich es nicht doch noch weiterlesen möchte. Den zweiten Teil von „One True Queen“ möchte ich aber nicht weiterlesen. Ich mochte die Geschichte einfach gar nicht mehr. Ich kann es gar nicht richtig begründen, aber das Buch hat sich für mich einfach nicht richtig angefühlt. Deshalb habe ich es abgebrochen und ich hatte bisher auch noch nicht das Bedürfnis, die Geschichte doch noch zu beenden.

Auf „Verloren sind wir nur allein“ von Mila Summers hatte ich mich sehr gefreut. Und am Anfang war ich auch noch ganz angetan von der Geschichte. Ich mochte die Highschool-Vifes und das interessante Setting in Texas. Aber leider bin ich mit der Protagonistin Sky einfach nicht warm geworden. Anfänglich Unsympathie hat sich recht schnell in eine Art „Hass“ ihr gegenüber verwandelt. Ich fand sie unglaublich nervig und kindisch. Ihre Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Hinzu kam außerdem, dass für mich die Handlung im letzten Drittel auch ziemlich an Qualität verloren hat. Unnötiges Drama und über Seiten gezogene Konflikte haben mich letztlich dazu veranlasst, dem Buch nur 2,5 Sterne zu geben. Meine ausführliche Rezension könnt ihr gerne hier nachlesen.

Der nächste Flop war „V is for Virgin“ von Kelly Oram. Ich fand es nicht ganz so katastrophal wie viele andere Bookstagramer:innen, aber auch mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Hinzu kommen grenzwertige Aussagen und eine, leider erneut, ziemlich unsympathische Protagonistin, die ich nur schwer nachvollziehen konnte. Insgesamt fand ich das wirklich schade, da ich die Autorin eigentlich ganz gerne mochte. Derzeit habe ich aber einfach keine Lust mehr auf ihre Geschichten. An „Cinder & Ella“ 1 konnte sie bisher nämlich leider nicht anknüpfen. Hier geht es zu meiner Rezension.

Den letzten Flop des Jahres habe ich dann erst kürzlich gelesen. Es geht um „Sweet Little Lies“ von Kylie Scott. Der Start war noch recht überzeugend, aber dann wurde die Geschichte immer unglaubwürdiger und unrealistischer, sodass ich darüber einfach nicht mehr hinweg schauen konnte. Außerdem haben mich die Figuren sehr gestört und ich fand gerade die Protagonistin einfach irgendwann einfach nur noch nervig. Die vollständige Rezension könnt ihr hier lesen.

Fazit zu meinem Lesejahr 2020 und Ausblick 2021:

Insgesamt bin ich mit meinem Lesejahr 2020 aber sehr zufrieden. Die Flops haben sich in Grenzen gehalten und ich hatte einige sehr tolle Highlights dabei. Ich bin sehr dankbar, die Schattenjägerwelt wiederentdeckt zu haben und dass ich dem Genre New Adult doch noch ein bisschen mehr abgewonnen konnte, als vorher. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich reine Jugendbücher nicht mehr ganz so interessant finde. Highschool-Liebesgeschichten haben mir dieses Jahr mit sehr wenigen Ausnahmen einfach nicht mehr so gut gefallen. Nicht alle waren Flops, aber das einzige klassische Jugendbuch, in dem auch die Schule eine wichtige Rolle spielt, das mich 2020 so richtig und zu 100% überzeugt hat, ist eben „Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln“. Ich bin glaube ich einfach zu alt für den Rest. Und das zu sagen, tut mir in der Seele weh😭. Urban Fantasy Jugendbücher oder YA Mystery hat mir allerdings auch dieses Jahr wieder sehr zugesagt. Aber da sind die Figuren auch oft einfach ein bisschen reifer und erwachsener, oder sie verhalten sich zumindest so. Von den zehn Büchern, die ich mir für 2020 vorgenommen hatte, sie auf jeden Fall zu lesen, habe ich sieben gelesen, was eigentlich eine ganz gute Statistik ist. Hier noch einmal der Überblick:

  • „Opposition“ von Jennifer L. Armentrout – gelesen
  • „Never Too Close“ von Morgane Moncomble – gelesen
  • „One True Queen 2“ von Jennifer Benkau – gelesen (oder es zumindest versucht)
  • „Ein Happy End ist erst der Anfang“ von Becky Albertalli – nicht gelesen
  • „Mein Sommer auf dem Mond“ von Adriana Popescu – gelesen
  • „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag – gelesen
  • „Will & Will“ von John Green – nicht gelesen
  • „Das Reich der Sieben Höfe. Sterne und Schwerter“ von Sarah J. Maas – nicht gelesen
  • „Someone New“ von Laura Kneidl – gelesen
  • „Was geschah mit Alice?“ von Maureen Johnson – gelesen

Was genau ich 2021 lesen möchte, weiß ich noch nicht so genau. Ich nehme drei Bücher, die ich 2020 angefangen habe, noch mit ins neue Jahr: „Jane Eyre“ (ich will es unbedingt auslesen!), „New Dreams“ von Lilly Lucas und „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker. Ich plane allerdings, bald auch noch einen Blogpost mit Büchern, die ich 2021 lesen will zu veröffentlichen. In dem Post möchte ich dann auch auf die Neuerscheinungen eingehen, die ich 2021 interessant finde. Das würde aber jetzt einfach den Rahmen des Beitrags sprengen :)

Wie war euer Lesejahr 2020?

xoxo Ruth

Mein Lesejahr 2020



5 thoughts on “Mein Lesejahr 2020 – Highlights, Flops und Statistiken + Template”

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.