DIY: Handlettering & Co – DAS sind die besten Stifte

DIY: Handlettering & Co – DAS sind die besten Stifte

Ich werde oft gefragt, welche Stifte ich empfehlen kann. Seien es Brushpens, weiße Gelstifte oder einfach generell. Das mache ich natürlich sehr gerne! Ich habe erst überlegt, ob ich einen Guide bei Instagram schreiben soll (die Funktion finde ich nämlich mega cool!), aber dann dachte ich mir, dass es hier auf dem Blog doch irgendwie besser aufgehoben ist. Also stelle ich euch heute alle unterschiedlichen Stifte vor, die ich gerne benutze, wenn es ums Handlettering und Co. geht. Bitte beachtet, dass ich zwar Marken nennen werde, jedoch alle Stifte von mir selbst bezahlt wurden und es sich um keine bezahlte Werbung handelt. Das sind einfach nur meine persönlichen Empfehlungen. Viel Spaß! :)

Brush Pens

Brush Pens sind die wohl bekanntesten Handlettering-Stifte (eigentlich müsste es auch korrekterweise Brushlettering heißen, aber ich verzichte in diesem Beitrag auf die exakte Unterscheidung). Brush Pens haben eine pinselartige Spitze und sind sehr flexibel. Dadurch ergibt sich der typische Look, durch mehr Druck oder weniger Druck auf die Spitze lassen sich dementsprechend dicke oder dünne Striche ziehen. Die Handhabung der Brush Pens ist vom Prinzip simpel, in der Umsetzung jedoch etwas komplizierter. Das erfordert tatsächlich einiges an Übung.

Sehr stark verbreitet sind die ABT Dual Brush Pens von Tombow. Die Stifte gibt es in sehr vielen verschiedenen Farben und sie haben nicht nur eine Pinselspitze, sondern auf der anderen Seite auch eine klassische Filzstiftspitze. Mit den ABTs lassen sich vor allem große Letterings gestalten. Durch die sehr empfindliche Spitze sollte man sie allerdings nur auf sehr glattem Papier (z.B. da Handettering Papier von Hahnemühle) verwenden, sonst franst die Spitze aus. Das wiederum führt dazu, dass eure Striche unsauber werden. Ich persönlich finde die Handhabung mit den ABTs relativ schwierig und benutze sie daher nicht soo gerne.

Brush Pens, die ich persönlich ein bisschen besser finde, sind die von Stabilo. Den Stabilo Pen 68 brush gibt es zwar in einer deutlich geringeren Farbauswahl, er ist aber auch günstiger und die Handhabung finde ich persönlich auch etwas leichter. Außerdem franst sie Spitze nicht ganz so schnell aus. Der erzielte Look ist im Grunde dem der ABTs sehr ähnlich, allerdings ein kleines bisschen filigraner würde ich sagen. Die Spitze ist halt auch einfach kleiner.

Dann gibt es noch den Fudenosuke von Tombow, der deutlich kleinere Letterings ermöglicht und in zwei unterschiedlichen Stärken kommt. Der WS-BH hat eine etwas härtere Spitze und der WS-BS eine weichere Spitze. Ich persönlich mag die weichere Spitze lieber, es gibt aber auch sehr viele, die die erste Variante empfehlen. Am besten probiert ihr da einfach aus, welcher Stift euch besser gefällt bzw. mit welchem ihr besser schreiben könnt.

Von Sakura gibt es noch ein Set mit drei Brush Pens, die alle eine andere Größe haben. Es gibt Fine, Medium und Bold. Ansonsten gibt es inzwischen aber auch eine ziemlich große Menge an Brush Pens auf dem Markt. Es gibt beispielsweise auch welche von Edding, die habe ich aber noch nicht getestet.

Fineliner

Fineliner sind ein wichtiges Werkzeug beim Handlettering. Mit ihnen kann man ganz kleine, filigrane Letterings gestalten (gerne auch mit der Faux-Kalligraphie-Technik), Ausbesserungen vornehmen oder aber Dekoelemente zu gestalteten Schriftzügen hinzufügen. Ein guter Fineliner, der die Farbe auch lange hält, ist daher unerlässlich. Ich habe drei Fineliner, die ich euch ans Herz legen kann: das ist erstens der Pigma Micron von Sakura, zweitens der Sensor F von Stabilo und drittens der Mono drawingpen von Tombow. Als optimale Strichsträke für Letterings würde ich euch 0,35mm empfehlen. Das ist bei den meisten Marken die Größe 0,3.

Filzstifte & Metallic Pens

Auch Filzstifte und Metallic Pens sind ein wichtiger Begleiter beim Handlettering. Mit ihnen kann man zum Beispiel sehr gut Letterings in der Technik der Faux-Kalligraphie gestalten. Auf diesem Gebiet unschlagbar ist für mich der Stabilo Point Max, den nicht nur in schwarz, sondern auch in 23 weiteren Farben erhältlich ist. Der Stift liegt sehr gut in der Hand (das ist bei den Stiften von Stabilo generell der Fall) und kommt bei mir einfach sehr oft zum Einsatz. Eine noch größere Farbauswahl und eine etwas höhere Strichstärke bietet auch der Stabilo Pen 68 sowie der Pen 68 metallic. Gerade der Pen 68 metallic ist bei mir momentan sehr beliebt. Die Farben sind wunderschön, es gibt neben gold und silber nämlich unteranderem auch sehr schöne Grüntöne. Die Farben kommen auf schwarzem Papier am allerbesten zur Geltung, machen sich aber auch auf weißem Papier. Mit diesen metallischen Farben lassen sich einfach ganz besondere Akzente setzen und ich bin sehr froh, sie entdeckt zu haben.

weiße Gelstifte

Einen vernünftigen weißen Gelstift zu finden, der nicht kratzt, sondern vernünftig und mit dauerhafter Farbabgabe schreibt, ist gar nicht so einfach. Als ziemlich überzeugend hat sich der Gelly Roll von Sakura erwiesen. Die Farbabgabe ist überzeugend und die Stifte kratzen auch nicht. Besonders empfehlen kann ich euch das Set der Gelly Rolls, das aus den Strichstärken 05, 08 und 10 besteht. Die weißen Gelstifte eignen sich beispielsweise sehr gut für Details an euren Letterings, kommen auf Kraftpapier oder schwarzem Papier aber auch sehr gut als Schattierung oder gar als tatsächliche Schriftfarbe zur Geltung.

Bleistift und Radiergummi

Abschließen möchte ich gerne mit dem optimalen Bleistift und dem besten Radiergummi fürs Handlettering. Schließlich sind Skizzen und Vorzeichnungen auch beim Handlettering sehr wichtig. Ich benutze ausschließlich den MONO100 in 3H von Tombow. Der Bleistift lässt sich gut radieren und das Vorschreiben gelingt mit ihm mühelos. Als Radiergummi kann ich euch den MONO dust CATCH, ebenfalls von Tombow, nur ans Herz legen. Er schmiert nicht (bei bestimmten Oberflächen und Stiften solltet ihr allerdings immer eine kurze Trockenzeit abwarten) und entfernt zuverlässig die Bleistiftlinien. Außerdem krümelt er nicht so stark wie andere Radiergummis und lässt die Farben nicht verblassen.

Ihr habt sicherlich gemerkt, dass ich hauptsächlich (oder auch ausschließlich, haha) Stifte der Marken Tombow, Stabilo und Sakura empfohlen habe. Das liegt daran, dass sie in meinen Augen einfach die fürs Handlettering am geeignetsten Stifte produzieren und mit hoher Qualität und guter Farbauswahl überzeugen. Wenn ihr Stifte testen wollt, kann ich euch auch sehr die Sets von Tombow empfehlen. Es gibt verschiedene, oft auch in Kooperation mit großen Handletteringkünstlerinnen wie „May & Berry“ oder „Frau Hölle“. In diesen Sets erhaltet ihr eine kleine Farbauswahl, sowie oft auch noch zusätzlich Bleistift, Radiergummi und andere Werkzeuge. Das spart häufig Geld und ihr könnt eine kleine Auswahl an Produkten testen. Insgesamt hoffe ich, dass euch dieser Beitrag weiterhelfen konnte! Ich wünsche euch viel Spaß beim Testen der Stifte :)

Welche Stifte benutzt ihr am liebsten?

xoxo Ruth

Handlettering & Co - DAS sind die besten Stifte


4 thoughts on “DIY: Handlettering & Co – DAS sind die besten Stifte”

  • Eine tolle Auswahl an Stiften die du da beschrieben hast. Ich finde die Stabilo Brush Pens auch toll. Das einzige, was ich etwas schade fand, ist dass du von großen Handletterkünstlern sprichst, obwohl doch beide genannten weiblich sind.

    • Danke!
      Und oh, das ist mir so bewusst gar nicht aufgefallen! Da merkt man mal wieder, wie „getrimmt“ man da immer noch ist. Ich werde das natürlich sofort ändern, danke für den Hinweis!

  • Ich wusste gar nicht, dass es von Stabilo auch Brushpens gibt, muss ich mir unbedingt anschauen. Empfehlen kann ich neben den Tombow Dual Brush Pens auch die Faber Castell Pitt Artist Pens, die eine große Farbauswahl haben und etwas günstiger sind. Sehr schöner Post!

    Kirsten ⎜https://justcoffeegirl.blogspot.com/

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