PERSONAL: Meine Tagesroutine im Lockdown – produktiv, achtsam & kreativ

PERSONAL: Meine Tagesroutine im Lockdown – produktiv, achtsam & kreativ

Hallo, ihr Lieben! In meinem heutigen Blogpost soll es mal wieder ein bisschen persönlicher werden. Ich möchte nämlich gerne meine „Tagesroutine“ mit euch teilen. Wir befinden uns aktuell mitten im zweiten Lockdown und bereits im ersten vergangenen Frühling habe ich gemerkt, wie wichtig in dieser Zeit Routinen sind. Ich war schon immer ein Freund von Routine, allerdings habe ich zu Beginn meiner Zeit als Studentin auch gemerkt, wie toll es sein kann, aus Routinen auszubrechen und bin grundsätzlich auch einfach ziemlich spontan geworden. Ich hoffe, dass ich diese Eigenschaft auch nach dem Lockdown noch habe, denn aktuell ist ja nicht so viel mit Spontanität. Ich bin also wieder zurück zu den Routinen gekommen und habe auch gemerkt, wie sehr mir das aktuell hilft, nicht völlig durchzudrehen. Wie meine Tage also aktuell so größtenteils ablaufen und wie ich versuche, mir trotzdem auch ein paar schöne und spaßige Momente zu verschaffen, lest ihr heute. PS: die Routine gilt für die Wochentage, am Wochenende verlaufen meine Tage ein bisschen anders. Ich stehe beispielsweise später auf ;)

06:30 Uhr: Aufstehen, Frühstücken & Yoga

Ich habe das Glück (?), eine Frühaufsteherin zu sein. War ich schon immer. Und gerade im Lockdown kommt mir das zu gute. Ich finde nämlich, dass es gerade jetzt wichtig ist, nicht immer bis Mittags zu schlafen. Man muss es ganz ehrlich sagen, wer bis 12 Uhr schläft, verschläft den halben Tag. Für mich ist das einfach nichts. Ich brauche den Morgen, da bin ich meist am produktivsten und wenn ich früh aufstehe, habe ich Zeit für Yoga und habe zusätzlich das Gefühl, mein Leben dann doch noch irgendwie unter Kontrolle zu haben. Also stehe ich in der Regel um 06:30 Uhr auf und gehe dann frühstücken. Da ich noch zu Hause wohne, frühstücke ich morgens immer mit meinen Eltern zusammen. Meine Schwester ist im Gegensatz zu mir ein Langschläferin und frühstückt später. Ich mag es aber, morgens gemeinsam zu essen. Ich finde es nicht so schlimm, abends oder auch mal mittags alleine zu essen, aber morgens mag ich das irgendwie gar nicht. Beim Frühstück bin ich übrigens absolut langweilig. Ich esse Toast mit Nutella und trinke ein Glas Orangensaft – mehr brauche ich aber nicht. Am Wochenende gibt es bei uns morgens Brötchen, was für mich dann auch immer etwas Besonderes ist. Ich bin übrigens auch Zeitungsleserin, das wussten viele vermutlich noch nicht.

Nach dem Frühstück gehe ich dann zürück nach oben in mein Zimmer, lege mich wieder ins Bett und checke Social Media. Ich muss sagen, dass es recht angenehm ist, das erst einige Zeit nach dem Aufstehen zu machen. Auch für die Augen ist es sehr viel besser, wenn sie nicht sofort nach dem Aufstehen schon mit Technik konfrontiert werden. Oft nutze ich die Zeit morgens dann auch zum lesen. Besonders wenn ich weiß, dass ich ansonsten an dem bevorstehenden Tag eher nicht dazu kommen werde. Danach ist es dann Zeit für Sport und/oder Yoga. Früher hatte ich immer Schwierigkeiten dabei, mich zum Sport zu motivieren. Das ist mittlerweile anders. Ein Vorteil des Lockdowns ist es, dass ich morgens Zeit für Sport habe. Das geht im normalen Alltag sonst oft nicht. Aktuell habe ich aber eben die Zeit und nutze sie auch sehr gerne. Ich mache eigentlich immer eine Yoga-Einheit und kombiniere das dann noch mit einem Workout. Yoga mache ich am liebsten mit Mady vom YouTube Kanal Mady Morrison (aktuell nehme ich auch an ihrer 30-Tage-Yoga-Challenge teil) und bei den Workouts mag ich tatsächlich Pamela Reif am liebsten. Da ich aufgrund von anhaltenden Rückenschmerzen inzwischen endlich mal bei meiner Ärztin war und Physiotherapie verschrieben bekommen habe, mache ich dann morgens auch noch meine Physioübungen. Das sind Kraftübungen für den Rücken, die ich gut mit dem Workout verbinden kann. Ich muss sagen, dass mir die regelmäßigen Yoga- und Sporteinheiten wirklich gut tun. Gerade Yoga ist sehr erdend und entspannend und danach fühle ich mich oft viel bereiter für den Tag.

Nach dem Yoga gehts dann ins Bad. Ich war früher immer eher ein Abendduscher, aber seit dem ersten Lockdown dusche ich tatsächlich lieber morgens. Dann fühlt man sich irgendwie wacher und aktiver für den Tag. Im ersten Lockdown habe ich mich auch tatsächlich noch jeden Tag geschminkt, das lasse ich mittlerweile. Meine Wimperntusche war an Weihnachten echt eingetrocknet, haha. Was ich aber nach wie vor immer mache, ist vernünftige Sachen anziehen. Und damit meine ich, dass ich mir eine Jeans anziehe und nicht den ganzen Tag in Jogginghose herumhänge. Das gibt mir das Gefühl von Normalität. Aber natürlich habe auch ich mal einen Tag, an dem ich dann doch nur eine Jogginghose anziehe. Und das ist auch absolut okay!

Ab 09:30 Uhr: Unikram

Ich gebe mir immer mühe, gegen halb zehn am Schreibtisch zu sitzen. Mal ist es eine habe Stunde früher, mal eine halbe Stunde später, so streng bin ich da dann aber auch nicht. Am Schreibtisch nehme ich dann immer zuerst meinen Kalender zur Hand und schreibe mir eine to do-Liste. Auf diese Liste schreibe ich aber auch Freizeitaktivitäten, also so etwas wie „malen“ oder „Spazieren gehen“. So steigt die Priorität dieser Dinge automatisch. An to do-Listen mag ich einfach, dass sie dem Tag noch mehr Struktur geben. Und gerade aktuell finde ich das einfach total wichtig. So habe ich auch irgendwie mehr das Gefühl, tatsächliche Aufgaben zu haben.

Im Gegensatz zum ersten Lockdown, an dem ich anfangs wirklich nichts zu tun hatte, da ich Semesterferien und alle Hausarbeiten schon abgegeben hatte, bin ich jetzt wieder relativ beschäftigt mit Unikram. Da ich morgens meistens am produktivsten bin, versuche ich die wichtigsten Aufgaben dann auch wirklich zu erledigen. Ich habe dieses Semester wenig live Veranstaltungen über Zoom, sodass ich mir meine Zeit eigentlich komplett selbst einteilen kann. Das ist zwar auf der einen Seite praktisch, jedoch ist es so noch schwieriger, sich mit andere in Verbindung zu setzen, als in einem Online-Semester generell. Ich bin tatsächlich aktuell sehr dankbar, dass ich in einigen Seminaren in Gruppen arbeiten muss. So tritt man wenigstens ein bisschen in Kontakt mit den anderen Student*Innen.

Die Motivation betreffend ist es bei mir ehrlich gesagt aktuell sehr unterschiedlich. An manchen Tagen bin ich total motiviert und fliege nur so durch meine Aufgaben, an anderen Tagen ist sehr mühsam und ich quäle mich. Hänge oft am Handy und lasse mich schnell ablenken. Ich denke aber, dass das normal ist. Die Situation aktuell ist einfach sehr außergewöhnlich und es ist absolut okay, wenn man nicht jeden Tag 100% geben kann.

Ab 13:30 Uhr: Mittagessen & restliche to do’s

Bei uns gibt es meistens um halb zwei Mittagessen. Durch den Lockdown schaffen wir es derzeit auch, immer als ganze Familie zu essen, was ich sehr mag. Ich ernähre mich größtenteils vegetarisch, esse aber auch ab und zu Fleisch. Allerdings versuche ich weiterhin, meinen Fleischkonsum immer wieder zu reduzieren. Das hat 2020 schon deutlich besser geklappt als noch 2019 und 2021 möchte ich da noch mehr „Fortschritte“ verbuchen.

Die Zeit nach dem Mittagessen läuft dann meistens sehr unterschiedlich ab. An manchen Tagen gehe ich zurück an den Schreibtisch und erledige noch ein paar to do’s für die Uni. Da achte ich aber immer darauf, dass ich zwischen 16 und 17 Uhr auch damit fertig werde. Ich gehe aufgrund des Lockdowns derzeit nicht arbeiten, Treffen mit Freund*Innen können nicht stattfinden und auch sonst gibt es einfach wenig Dinge, die dem Unikram im Weg stehen. So habe ich tatsächlich oft den Luxus, auch wirklich zu einer angemessenen Zeit Feierabend zu machen. Das ist mir aber auch einfach grundsätzlich sehr wichtig!

Wenn ich nichts für die Uni machen muss, gehe ich derzeit einfach sehr gerne spazieren. Ich glaube, ich war noch nie so viel freiwillig spazieren wie in den letzten Monaten, aber ich merke einfach, wie gut mir das tut. Früher war ich im Winter oft müde und irgendwie auch schlechter gelaunt, was vermutlich an zu wenig Vitamin D lag. Ein Spaziergang tut einfach unglaublich gut, hellt die Stimmung auf und schafft neue Motivation und Inspiration. Und es hilft auch irgendwie dabei, die ganze Situation besser zu verarbeiten. Solltet ihr noch nicht zu den Spaziergängern gehören, müsst ihr das unbedingt ändern! Es ist wirklich sehr wohltuend. Unterwegs bin ich meist entweder mit meiner Mutter oder meiner Schwester, gehe aber auch sehr gerne allein. Da höre ich dann Podcast oder ein Hörbuch.

Ab ca. 16:30 Uhr: Freizeit

Ich lege sehr viel Wert darauf, mir Zeit für meine Hobbys zu nehmen. Das habe ich immer noch, aber auch jetzt im Lockdown ist mir das sogar noch wichtiger. Die Stimmung ist meistens so gedrückt, es gibt wenig allgemeine Dinge, die aktuell Freude bereiten. Es gibt keine Konzerte, Restaurants, Bars, Kinos, Geschäfte, Clubs – alles ist geschlossen. Aber für mich bedeutet das nicht, dass ich mich in mein Zimmer verkrieche und nur Dinge mache, die mir keinen oder eher wenig Spaß machen (z.B. Vorlesungen zu pädagogischer Psychologie zusammenfassen). Ich nehme mir bewusst Zeit für die Dinge, die ich mag. Ich nehme mir bewusster Zeit zum lesen, bin sehr kreativ unterwegs aktuell und versuche einfach, zu Hause das beste aus der Situation zu machen. Außerdem nutze ich meine Freizeit zum Schreiben von Blogposts und gehe natürlich auch das generelle Schreiben an. Eins meiner Ziele für 2021 ist es, mein NaNoWriMo-Projekt fertig zustellen, sodass es ein richtiges Manuskript ist.

Wichtig ist für mich aber auch, dass ich irgendwann einfach meinen Laptop zu klappe. Ich finde es irgendwann ungemein anstrengend, ständig auf den Bildschirm zu starren und gerade auch für de Augen ist das sehr belastend. Wenn ich also nachmittags noch einen Blogpost oder an meiner Geschichte schreiben möchte, dann ist der Spaziergang am Nachmittag für mich noch wichtiger.

Ab 20:00 Uhr: Abendroutine

Gegen 20:00 Uhr beginnt dann meine richtige Abendroutine. Ich ziehe mir bequeme Klamotten an, klappe meinen Laptop final zu (brauche ihn dann nur noch für Netflix und Co., gehe aber weder in mein Mailprogramm noch auf WordPress oder Uniseiten) und mache mir etwas zu Essen. Und dann gucke ich eine Serie oder einen Film. Meine Schwester und ich haben kürzlich die 16. Staffel „Grey’s Anatomy“ geguckt und hach, ich liebe die Serie einfach und die 16. Staffel war auch wieder wirklich gut! Ansonsten gucke ich derzeit wieder sehr viel „Friends“ und „Brooklyn 99“ und versuche mich zu motivieren, die vierte Staffel von „Chilling Adventures of Sabrina“ zu gucken, aber „Friends“ ist einfach viel lustiger ;). Sobald ich Netflix gestartet habe, gehe ich auch eigentlich nicht mehr ans Handy. Man kann mich tatsächlich abends nicht mehr gut erreichen. Ich schaue oft vor dem schlafen gehen noch einmal drauf, antworte dann aber wenn überhaupt nur noch auf wirklich wichtige Fragen. Auch Kommentare unter Instagramposts antworte ich dann abends nicht mehr. Das ist vielleicht manchmal schlecht für die Reichweite, aber ganz ehrlich, das ist nun wirklich nicht so wichtig! Schlafen gehe ich dann zwischen 22:00 und 23:00 Uhr. Für manche mag das früh klingen, aber ich stehe halt eben auch früh auf.

Noch ein paar Worte zum Lockdown:

Am Ende dieses Beitrags wollte ich gerne noch ein paar Worte zum Lockdown und zum Leben im Lockdown verlieren. Zunächst einmal: ich halte den Lockdown für absolut sinnvoll, das aktuelle Infektionsgeschehen ist einfach zu hoch, als dass eine andere Methode angebracht werde. Ich habe, was das angeht, tatsächlich vollkommenes Vertrauen in die Regierung und bin froh, in Deutschland leben zu dürfen. Aber dennoch macht mir der Lockdown natürlich auch zu schaffen. Der Beitrag mag ein bisschen so klingen, als würde ich das alles ganz leicht aushalten. Als wäre ich jeden Tag motiviert und gut gelaunt. Das ist nicht so. Auch ich habe Tage, an denen es mir schwerfällt, mich zu motivieren. An denen ich eine einfach nur wütend und traurig bin und mir sehnlichst wünsche, ein Wunder würde geschehen, dass Corona verschwinden lässt. Ich vermisse meine Freunde, ich vermisse Kinos, Restaurants, Clubs. Ich vermisse die Uni. Neulich war ich im Supermarkt, um mir einen neuen Kugelschreiber zu kaufen. Es gab dort den gleichen Kugelschreiber, den auch der Schreibwarenladen an meiner Uni verkauft. Ich habe den Stift sofort gekauft, einfach, weil er sich so normal angefühlt hat. Ich vermisse das Leben, wie ich es kannte. Aber es kommt wieder! Da bin ich mir ganz sicher! Wir müssen da jetzt durch, aber irgendwann kommt der Tag, an dem das alles ein Ende hat. Und darauf freue ich mich. In der Zwischenzeit: lasst euch nicht unterkriegen. Gestaltet euch den Lockdown so schön wie es nur irgendwie geht und habt Hoffnung. Es wird besser. Irgendwann.

Personal: Meine Tagesroutine im Lockdown



2 thoughts on “PERSONAL: Meine Tagesroutine im Lockdown – produktiv, achtsam & kreativ”

  • Hallo,
    Meine Routine im Lockdown ist eigentlich ziemlich ähnlich. :) Ich mache mir auch total gerne tägliche Todo-Listen und habe dafür auch mit bullet journaling angefangen. Das Abhaken der erledigten Aufgaben ist immer am besten.
    Liebe Grüße
    Leonie

    • Hallo Leonie,
      oh ja, da hast du Recht, das ist wirklich immer das Beste! Irgendwie schön zu hören, dass andere aktuell einen ganz ähnlichen Tagesablauf haben🙊
      Hab noch einen schönen Tag :)
      LG
      Ruth

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