REZENSION: What if we Stay von Sarah Sprinz

REZENSION: What if we Stay von Sarah Sprinz

Huhu, ich bin zurück mit einem neuen Blogpost. Wie ihr sicherlich gemerkt habt, bin ich in letzter Zeit nicht mehr ganz so aktiv wie noch letztes Jahr oder auch im Januar. Das hat mehrere Gründe. Zum einen war ich in den letzten Wochen auch sehr im Klausur- und Hausarbeitenstress und wollte meine Freizeit gerne mit anderen Dingen verbringen, als mit dem Schreiben eines Blogposts. Und dann, und das ist ehrlich gesagt der ausschlaggebende Grund, habe ich derzeit nicht so das Gefühl, dass das Verhältnis zwischen der Zeit bzw. dem Aufwand generell, die/den ich in die Produktion von Blogposts stecke und der Rezeption, die ich bekomme, nicht mehr ganz ausgeglichen ist. Die Aufrufe der Beiträge und meines Blogs sind zwar noch wirklich gut, aber Likes und Kommentare gehen doch deutlich zurück. Es geht nicht nur um Zahlen, das ist mir klar, aber bei einem so zeitintensiven Hobby wie dem Bloggen sind sie doch eben nicht völlig irrelevant. Zumindest nicht was die Motivation betrifft. Ich will den Blog nicht aufgeben, aber momentan kann (und möchte) ich einfach keine Beiträge in der altbekannten Frequenz posten. Stattdessen fokussiere ich mich jetzt deutlich stärker auf Instagram. Heute gibt es dann aber doch mal wieder einen Blogpost und zwar die Rezension zu „What if we Stay“ von Sarah Sprinz. Have fun!

Infos zum Buch:

Titel: What if Stay I Autorin: Sarah Sprinz I Genre: New Adult Romance I Verlag: LYX I Seiten: 477 I Ersterscheinung Deutschland: 26.02.2021 I Preis: 12,90€ (Paperback) I ISBN: 978-3-7363-1463-4 I Zum Buch

Darum geht’s:

Er steht für alles, was sie verabscheut. Ihrem Herzen lässt er dennoch keine WahlAmber Gills hat alles verloren: ihren Studienplatz, den Respekt ihrer Eltern und sämtliche Hoffnung, jemals genug zu sein. Nur durch die Beziehungen ihres Vaters erhält sie die Chance, ihren Abschluss zu retten. Als sie sich im Gegenzug im Architekturbüro ihrer Eltern beweisen soll, bietet Emmett ihr seine Hilfe an. Er ist engagiert, zuvorkommend, ein Vorzeigestudent – und damit das exakte Gegenteil von Amber. Dass ihr Herz in seiner Gegenwart schneller klopft, kann Amber dennoch nicht verhindern. Was sie nicht ahnt: Mit dem gemeinsamen Projekt setzt sie nicht nur Emmetts Vertrauen aufs Spiel … (Klappentext)

„Miss Gills, ich frage Sie erneut: Sind Sie sich der Bedeutung dessen, was ich Ihnen gerade gesagt habe, bewusst?“

Sprinz, Sarah: What If we Stay. Köln: Bastei Lübbe AG 2021, S. 13.

Handlung:

Da mir schon der erste Teil der What If-Reihe von Sarah Sprinz, What If we Drown, gut gefallen hat, war ich auch auf den zweiten Teil sehr gespannt. In diesem geht es um Lauries beste Freundin Amber und um Lauries Mitbewohner Emmett. Emmett mochte ich schon in „What if we Drown“ sehr gerne und war daher entsprechend neugierig auf seine eigene Geschichte. Aber zu den Figuren erzähle ich später mehr.

„What if we Stay“ ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Story versunken und jedes Mal, wenn ich das Buch zum Lesen aufgeschlagen habe, hat sich das irgendwie wie heimkommen angefühlt. Die Geschichte war warum, herzlich und atmosphärisch, dabei aber nie langweilig oder überdramatisch. Das Studentenleben wurde auf eine sehr authentische Art beschrieben und man hat wirklich gemerkt, was für eine enorme Rechercheleistung hinter der Beschreibung des Architekturstudiums steht. Im ersten Teil ging es ja um das Medizinstudium, was für die Autorin ein Heimspiel war, da sie selbst Medizin studiert, Architektur war für sie deshalb fachfremd, was man aber wirklich nicht gemerkt hat. Mit viel Liebe zum Detail hat sie den Figuren Talent und Interesse für die Architektur zugeschrieben und ich fand es einfach sehr interessant, darüber zu lesen.

Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Man konnte genau miterleben, wie sich Amber langsam in Emmett verliebt hat, während ich selbst schon seit „What if we Drown“ eine Schwäche für den Architekturstudenten habe ;) Mir ist es immer besonders wichtig, dass die Liebe echt und authentisch wirkt und das war hier definitiv der Fall. Kein Insta-Love, keine schlechte Kommunikation, nichts toxisches, sondern einfach nur Liebe – das war toll!

Es werden auch einige sehr sensible Themen angesprochen (das Buch hat auch eine Triggerwarnung), was mir aber sehr gut gefallen hat. Die Themen kamen echt und niemals künstlich oder erzwungen daher. Es gab einige sehr starke und eindringliche Sätze, die mich positiv überrascht und fast schon beeindruckt haben.

Und, und ich hätte nie gedacht, dass ich das je in einer Rezension schreibe, aber ich fand sogar die Darstellung der Liebesszenen (ihr wisst, welche ;)) gelungen. Und sehr sensibel und feinfühlig. Oft entwickele ich bei solchen Szenen Fremdscham oder schüttle den Kopf, weil es zu unrealistisch ist, aber in „What if we Stay“ war das nicht der Fall.

Einen einzigen winzig kleinen Kritikpunkt, der mehr ein Wunsch als eine tatsächliche Kritik ist, ist, dass ich mir noch ein Schlusskapitel gewünscht hätte, in dem wir Amber und Emmett einfach nur glücklich erleben. Sarah Sprinz die Bücher der Reihe bisher immer mit der Aussöhnung. Aber ein Kapitel, was danach passiert und wie die Figuren einfach nur glücklich zusammen sind, hätte ich einfach super toll gefunden.

Figuren:

Amber stand ich zunächst skeptisch gegenüber. Den Typ Mensch und Frau, den sie verkörpert, finde ich in Büchern oft nicht gut umgesetzt. Die Figuren sind zu gewollt draufgängerisch oder zu gewollt feministisch. Das war bei Amber aber absolut nicht der Fall. Auch wenn ich als Person anders bin als sie, konnte ich unglaublich viel Verständnis für sie und ihre Entscheidungen aufbringen. Sie ist eine sehr menschliche Romanfigur, deren Geschichte ich gerne begleitet habe.

Kommen wir zu Emmett, der wohl mein erster richtiger New Adult-Bookboyfriend geworden ist. Emmett war einfach toll! Ein unglaublich sympathischer und lieber Mensch, der entgegen typischen Rollenbildern lebt (um hier einmal @tonipure zu zitieren). Ich mochte seine sensible und nette Art und vor allem, wie begeistert er für die Architektur war. Auch im echten Leben liebe ich Menschen, die für das, was sie tun, brennen und so konnte Emmett mich gleich doppelt von sich überzeugen.

Laurie und Sam, sowie die dritte Mitbewohnerin Hope hatten natürlich auch alle ihre Momente in „What if we Stay“. Ich mochte, dass die Geschichte der Protagonisten aus Band 1 ein wenig weitererzählt wurde und wir genießen konnten, wie glücklich die beiden miteinander sind. Auch Hope haben wir ein bisschen besser kennenlernen dürfen und so bin ich nur noch gespannter auf ihre Geschichte in „What if we Trust“. Ansonsten gibt es noch Familienmitglieder, Freunde und „Feinde“ als Nebenfiguren in „What if we Stay“, die der Geschichte den letzten Schliff geben und noch mehr Leben einhauchen.

Schreibstil:

Der Schreibstil war toll! Flüssig, atmosphärisch, romantisch, authentisch – das beschreibt es glaube ich ganz gut. In meinen Augen ist auch eine stilistische Verbesserung zu Band 1 zu erkennen, da man sich hier immer mehr von typischen New Adult-Sätzen gelöst hat. Ich habe „What if we Stay“ wirklich gerne gelesen.

Fazit:

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass „What if we Stay“ von Sarah Sprinz mein neues Lieblingsbuch im Bereich New Adult ist. Die Geschichte war rund, authentisch und zum Wohlfühlen. Die Figuren sympathisch und echt, der Schreibstil hervorragend. Sarah Sprinz ist hier echt ein kleiner Schatz gelungen und ich bin sehr sehr froh, dass ich den Schatz gefunden habe. Wenn ihr einen New Adelt-Roman sucht, der tolle Figuren hat, nicht-toxische Beziehungen beschreibt und dabei auch noch ein paar gute, feministische Statements mitbringt, dann seid ihr bei „What if we Stay“ goldrichtig. Von mir bekommt das Buch wohlverdiente fünf Sterne und gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights!

Habt ihr „What if we Stay“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: What if we Stay von Sarah Sprinz


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