REZENSION: Keeping Secrets von Anna Savas

REZENSION: Keeping Secrets von Anna Savas

REZENSIONSEXEMPLAR I Ich erinnere mich noch genau an das Coverreveal von „Keeping Secrets“. Es war am 25. Juli 2020 – dem Geburtstag meiner Schwester. Wir waren als Familie gerade aus dem Urlaub wiedergekommen und auf dem Weg zu einem Geburtstagsessen in unserem Lieblingsrestaurant. Im Auto checkte ich kurz Instagram und sah dort das wunderschöne Cover zu „Keeping Secrets.“ Als mir der Klappentext dann auch noch zusagte, war klar, dass ich das Buch UNBEDINGT lesen muss. Daher habe ich mich auch doppelt gefreut, als mir das Rezensionsexemplar genehmigt wurde. An dieser Stelle noch einmal tausend Dank an LYX! Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit meiner Rezension :)

Infos zum Buch:

Titel: Keeping Secrets I Autorin: Anna Savas I Verlag: LYX I Genre: New Adult Romance I Seiten: 478 I Erstveröffentlichung Deutschland: 30.04.2021 I Preis: 12,90€ (Paperback) I ISBN: 978-3-7363-1534-1 I Zum Buch

Darum geht’s:

Wenn du dir selbst nicht mehr vertrauen kannst, vertraue mirSchlimm genug, dass Tessa Thorns neuer Film an der Faerfax University – und damit in ihrem Heimatort – spielt. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt die junge Schauspielerin auch noch, dass ein Journalismus-Student die Dreharbeiten für ein Portrait über sie begleiten soll. Cole Williams ist nicht nur attraktiv und scharfsinnig, er kommt bei der Recherche zu Tessas Vergangenheit auch ihrem tiefsten Geheimnis gefährlich nahe – dabei darf niemand erfahren, was vor acht Jahren bei ihr zu Hause passiert ist! Am allerwenigsten Cole, wenn sie ihn nicht verlieren will, bevor ihre Liebe überhaupt eine Chance hatte … (Klappentext)

„Das ist ein Fehler. Ein riesengroßer Fehler. Fehler. FEHLER.“

Savas, Anna: Keeping Secrets. Köln: Bastei Lübbe AG 2021, S. 9.

Handlung:

Der Einstieg in „Keeping Secrets“ ist mir sehr leicht gefallen und war ganz wunderbar. Ich mag Geschichten mit Stars, egal ob im Musik- oder Filmbusiness, echt immer sehr gerne und in „Keeping Secrets“ ist mir direkt positiv aufgefallen, dass der Star diesmal der weibliche Charakter ist und nicht der männliche. Nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte also in ihren Bann gezogen und ich habe mich jedes Mal aufs Lesen gefreut. Ich war neugierig, mochte das gemütliche Erzähltempo und die Dynamik zwischen den Figuren. Enemies to Lovers funktioniert, meiner Meinung nach, so richtig gut eigentlich nur in Fantasy/Dystopien, aber in „Keeping Secrets“ hat es für New Adult echt gut funktioniert. Ich mochte das spielerische Necken zwischen den Figuren und dass sie sich Zeit gelassen haben, einander zu hassen und dann einander zu mögen.

Leider ist die Geschichte für mich dann gekippt. Am Anfang mochte ich das langsame Tempo ja noch echt, aber als auch nach der Hälfte der Geschichte noch nichts richtiges passiert war, weder irgendwelche Ereignisse betreffend noch zwischen den Figuren, habe ich leider angefangen, mich ziemlich zu langweilen. Alles, was ich davor mochte, hat mich dann irgendwie genervt. Der Übergang von Enemies zu Lovers war irgendwie seltsam und nachdem die Neckereien beendet waren, war leider auch die gesamte Dynamik zwischen Tessa und Cole dahin. Das fand ich wirklich, wirklich schade!

Die Auflösung zu Tessas Geheimnis fand ich an sich gelungen, auch weil ihr psychischer Zustand davor authentisch rübergebracht wurde, allerdings halte ich die Ereignisse und ihre Konsequenzen für etwas unrealistisch. Und für mich kam die Auflösung auch viel spät und war leider mit einem Drama verbunden, was für mich komplett sinnlos war. Kommunikation zwischen den Figuren und ein bisschen Glaube in den Anderen hätte den Konflikt verhindern können.

Um zum Schluss nochmal etwas positives zu sagen: die Anspielung auf „Clockwork Angel“ war super! Als ich das mit den Enten gelesen habe, musste ich schmunzeln. Und die Namen TESSA Thorn und Cole WILLiamson sind für alle Fans der „Chroniken der Schattenjäger“ natürlich auch ein ganz besonderes Extra.

Figuren:

Ich habe ja bereits ein bisschen was zu den Figuren in „Keeping Secrets“ geschrieben, möchte das jetzt aber gerne nochmal ein bisschen ausweiten. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tessa und von Cole erzählt. Dadurch hat man eine gute Innensicht auf beide Figuren. Zunächst einmal wäre da Tessa. Tessa ist Schauspielerin und dreht in ihrer ehemaligen Heimatstadt Faerfax einen Film. Tessa hat ein großes Geheimnis, das mit ihrer Vergangenheit in Faerfax zusammenhängt. Gelüftet wird jenes Geheimnis erst ziemlich am Ende und der/die Leser*in kommt gemeinsam mit Cole dahinter. Trotzdem konnte man Tessa am Anfang noch gut nachvollziehen. Ihre Panikattacken fand ich authentisch geschildert und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Leider ist Tessa mir dann irgendwann entglitten und ich konnte sie kaum mehr greifen.

Das gleiche ist mir dann auch mit Cole passiert. Mir hat gut gefallen, dass er auch eine eigene Geschichte unabhängig von Tessa hatte und die Beziehung zu seiner Cousine hat mir sehr gut gefallen. Leider konnte ich ihn mir an sich deutlich schlechter vorstellen als Tessa. Er war nicht so greifbar, auch wenn ich gegen Ende des Buchs zu ihm dann doch noch eine stärkere Bindung hatte als zu Tessa.

Wie in den meisten New Adelt-Reihen lernt man auch in „Keeping Secrets“ schon die Protagonisten aus den Folgebänden kennen. Da wäre zum Beispiel Ella, die mir direkt sympathisch und meine Lieblingsfigur war. Die anderen beiden männlichen Figuren, Julian und Jamie, konnte ich extrem schlecht auseinander halten. Man hat aber auch nicht soo viel über sie erfahren. Ich muss insgesamt leider sagen, dass mich, und das obwohl ich Ella mochte, ich mir die Nebenfiguren noch nicht als Protagonist*innen vorstellen kann. Dafür sind sie ein bisschen zu blass und typisch Nebenfigur geblieben.

Schreibstil:

Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil. Man muss ja leider sagen, dass viele Schreibstile im New Adult/Romance Bereich sehr ähnlich sind und gewisse Redewendungen (gerade was die Beschreibung männlicher Muskeln oder Erregung angeht) einfach oft 1 zu 1 in verschiedenen Geschichten vorkommen. Das finde ich an sich nicht soo schlimm, aber gibt bei mir eigentlich immer Punktabzug beim Schreibstil. Ein guter Schreibstil zeichnet sich eben nicht nur durch Flüssigkeit aus, sondern auch durch Innovation und Individualität. Bei „Keeping Secrets“ war diese Individualität, in meinen Augen, größtenteils gegeben. Mal abgesehen von der ziemlich standardmäßigen Sexszene, war der Schreibstil in diesem Roman wirklich schön und überraschend. Daher finde ich es doppelt schade, dass ich die Handlung dann so langweilig fand, aber das konnte irgendwie auch der Schreibstil nicht mehr retten.

Fazit:

Müsste ich nur die erste Hälfte von „Keeping Secrets“ bewerten, gäbe es von mir auf jeden Fall 4,5, vielleicht sogar 5 Sterne. Da ich die zweite Hälfte aber leider echt nicht gut fand und ich mich durch die Seiten gequält habe, kann ich insgesamt nur drei Sterne geben. „Keeping Secrets“ beginnt stark und zeichnet sich definitiv durch einen erfrischenden Schreibstil von anderen New Adult-Romanen ab, aber leider mangelt es der Geschichte an Plot und wirklicher Handlung und die Verbindung zu den Figuren ist zu schnell abgebrochen. Ich ordne den Roman in die Kategorie „Für zwischendurch“ ein.

Habt ihr „Keeping Secrets“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension Keeping Secrets von Anna Savas


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