UPDATE: So war mein Lesejahr 2021 bisher – Highlights, Flops & Ausblick

UPDATE: So war mein Lesejahr 2021 bisher – Highlights, Flops & Ausblick

Es ist wirklich kaum zu glauben, aber 2021 ist tatsächlich schon fast zur Hälfte vorbei. Die letzten 6 Monate fühlen sich irgendwie an wie ein großer Monat, der jezt aber so langsam zu Ende geht. Mit dem Ende des Lockdowns ist auch mein normales Zeitgefühl wieder zurückgekommen und ich habe nicht mehr das Gefühl, es sei immernoch März. Sicherlich hat das Wetter da auch seinen Anteil dran, im Mai war einfach kein Mai-Wetter. Aber naja, dieser Beitrag soll sich nicht ums Wetter drehen, sondern darum, was ich 2021 bisher so gelesen habe. Dafür hatte ich nämlich eine Menge Zeit und ich durfte echt tolle Bücher lesen. Auch hatte ich wenig Flops – so richtig, richtig enttäuscht hat mich eigentlich nur ein einziges Buch und das ist wirklich ein erstaunliches Zwischenfazit.

Wir erinnern uns: meine Leseziele für 2021

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr 50 Bücher zu lesen. Letztes Jahr habe ich 54 geschafft, also sollten 50 in diesem Jahr schaffbar sein. Zunächst bin ich tempomäßig nicht so richtig erfolgreich in mein Lesejahr gestartet. Auf Goodreads wurde mir oft angzeigt, dass ich hinter dem Zeitplan liege – das hat mich dann natürlich direkt wieder gestresst, was mich selbst genervt hat. Ich lese schließlich zum Spaß und nicht, um meine Goodreads-Challenge zu erfüllen. Ich konnte mein Lesetempo dann aber steigern und habe Stand heute (19.06.21) 26 Bücher gelesen. Wer gut in Mathe ist, hat jetzt bestimmt schon ausgerechnet, wie ich damit in meinem Zeitplan damit liege. Für alle, die nicht so gut in Mathe sind, hier die Lösung: ich habe 52% meiner Challenge abgeschlossen und liege 4 Bücher vor meinem Zeitplan. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden!

Meine Highlights:

Nun möchte ich euch gerne meine absoluten Highlights der ersten Jahreshälfte vorstellen. Ich habe mich für folgende fünf Romane entschieden: (das sind jetzt nicht alle Bücher, die ich mit 5 Sternen bewertet habe, aber einfach die, die mir am nachhaltigsten im Gedächtnis geblieben sind und denen ich sogar 5+ Sterne geben würde)

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker

Das erste Buch, das ich 2021 beendet habe, war auch direkt ein Highight! Der Roman des schweizerischen Autors Joel Dicker hat mich einfach komplett gefesselt. Ich bin durch die über 700 Seiten förmlich gefolgen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte war einfach unglaublich fesselnd und mysteriös, die Plottwists genial und unvorhersehbar. Falls euch eine detailierter Rezension zu dem Roman interessiert, könnt ihr einfach auf diesen Link klicken – dann kommt ihr zu meiner Review!

„What if we Stay“ von Sarah Sprinz

Mein zweites Highlight in der ersten Hälfte von 2021 ist dann „What if we Stay“ von Sarah Sprinz geworden. Teil 1 („What if we Drown“) mochte ich auch schon gerne, hatte aber auch ein paar Kritikpunkte. Die Geschichte von Amber und Emmett aus „What if we Stay“ hat mich hingegen restlos von sich überzeugen können und der Roman ist zu meinem liebsten aus dem New Adult-Genre aufgestiegen. Sarah Sprinz schreibt New Adult wie kaum jemand anderes, sie kreiert tolle und starke Figuren, vermittelt Botschaften, aber ist dabei niemals aufdringlich. Künstlichem Drama geht sie fast vollständig aus dem Weg und leistet einfach einen wundervollen Job als Autorin. Auch zu „What if we Stay“ habe ich noch eine ausfühliche Rezension geschrieben – hier entlang!

„Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo

Endlich, endlich, endlich habe ich die hochgelobte Krähen-Dilogie von Leigh Bardugo gelesen und es hat sich so, so, so sehr gelohnt! Die Autorin hat eine unglaubliche, fantastische Welt erschaffen und Charaktere, die mich so sehr fasziniert haben. „Das Lied der Krähen“ (und auch die Fortsetzung „Das Gold der Krähen“) ist stellenweise ziemlich düster und auch die Protagonisten sind moralisch nicht immer ganz, sagen wir mal, korrekt, aber das war einfach so toll und abwechslungsreich zu lesen. Wir hatten hier keinen typischen Fantasy-Helden, der eigentlich allen auf die Nerven geht, sondern es gab stattdessen ein Ensemble aus zu Hauptdarsteller*innen beföderten Nebenfiguren – und das war einfach toll! Wer gerne (High) Fantasy liest, sollte sich „Das Lied der Krähen“ definitiv mal genauer ansehen!

„We were liars“ von E. Lockhart

Ich liebe Plottwists und der in „We were liars“ war gigantisch. Und hat mich komplett umgehauen. Ich möchte euch aber gar nicht zu viel verraten, denn dieser YA Roman gehört zu den Geschichte, über die man am betsen so wenig wie möglich weiß, bevor man anfängt, sie zu lesen. Und es ist auch definitiv ein Roman, bei dem man sich wünscht, man könnte ihn nochmal von vorne und ohne Vorkenntisse lesen. Also, lasst euch nicht spoilern, sondern vertraut mir einfach und lest „We were liars“ von E. Lockhart.

„Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V. E. Schwab

Dafür, dass ich Geschichte studiere, lese ich erstaunlich wenig mit historischem Antei. Aber wenn ich es dann tue, dann gehören diese Bücher meist direkt zu meinen liebsten. Ich sag nur „Edelsteintrilogie“ und „Die Chroniken der Schattenjäger“. Ein weiteres Buch, das zu großen Teilen in der Vergangenheit spielt und das ich absolut liebe, ist „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V.E. Schwab. Der/die Leser*in reist in dem Buch an interessante Orte der europäischen Geschichte und nach New York im Jahr 2014. Dabei wird eine unglaublich spannende und geniale Geschichte erzählt, mit einer fantastischen Protagonistin und einem Schreibstil, der Perfektion nahe kommt. Oder nein, er kommt Perfektion nicht nur nahe, er ist perfekt. Wirklich!

Update: So war mein Lesejahr 2021 bisher

Meine Flops und Enttäuschungen:

Ich habe ja bereits erwähnt, dass es nicht wirklich Flops und Enttäuschungen gab bisher, aber zwei Bücher möchte ich dennoch nennen, die einfach nicht so waren, wie ich es gedacht hatte. Meine Unilektüren, die mir leider teilweise auch nicht so gut gefallen habe, lasse ich aus dieser Aufzählung jetzt einfach mal weg, das ist sowieso eher langweilig.

„Bad at Love“ von Morgane Moncomble

Ja, ich gehöre zu den wenigen Menschen (und in meinen Augen vor allem Blogger*innen), die „Bad at Love“ der französischen Autorin Morgane Moncomble nicht gut fanden. Während ich deren „Never“-Reihe („Never Too Close“ & „Never Too Late“) echt gerne gelesen habe, konnte mich ihr dritter Roman leider nicht überzeugen. Der Start hat mir noch ganz gut gefallen und ich sehe auch ein, dass wichtige Themen (TW: Sexuelle Belästigung, toxische Männlichkeit, Vergewaltigung) tangiert werden, die in der Vergangenheit in New Adult-Romanen immer eher totgeschwiegen, als reflektiert thematisiert wurden, aber ich fand „Bad at Love“ einfach nicht überzeugend. Nur weil ein Buch ein wichtiges Thema anspricht, ist das Buch nicht automatisch ein gutes Buch. Genau wie auch Bücher über vergleichsweise Belangloses nicht automatisch ein schlechtes Buch sind. „Bad at Love“ wirkte auf mich viel zu gewollt. Die Protagonistin hatte in meinen Augen überhaupt keine Persönlichkeit und alles, was sie gesagt hatte, erschien mir wie ein Sammelsurium aus Sprüchen, die man findet, wenn man „Sprüche Feminismus“ googlet. Ich konnte keinerelei Beziehung zu Azalée aufbauen und gerade in einem Roman, der sich mit Vergewaltigung beschäftigt, empfinde ich es als sehr wichtig, dass man als Leser*in in der Lage ist, eine Bindung zu der entsprechenden Figur entwickeln zu können. In „Bad at Love“ habe ich diese Bindung leider vergblich gesucht.

Auch Azalées männliches Gegenstück Eden war nicht mein Fall. Obwohl er mir noch ein bisschen sympathischer und nahbarer erschien, als Azalée. Natürlich muss eine Geschichte nicht immer sympathische Figuren haben und Frauen müssen auch nicht immer nett und lieb sein (das ist Azalée nämlich nicht), aber Romanfiguren sollten trotzdem etwas in Leser*innen auslösen und Azalée und Eden haben in mir leider nichts anderes ausgelöst als Langeweile. Auch die Handlung war schlicht weg langweilig. Es ist nichts wirkliches passiert, die Geschichte war uninteressant und irrelevant. Ich mochte es einfach nicht. Deshalb ist „Bad at Love“ bisher mein größter Flop in 2021.

„Die Schatten von London. In Aeternum“ von Maureen Johnson

Im Frühjahr habe ich die „Die Schatten von London“-Reihe von Maureen Johnson gelesen. Es handelt sich dabei um drei Mystery/Urban Fantasy-Romane, bei denen mich gerade die ersten zwei echt gecatcht haben. Beide hatten hin und wieder auch ihre Schwächen, aber an sich habe ich mich mega wohl gefühlt; ich mochte die Atmosphäre, das Setting in London, die Figuren. Leider ist der dritte Teil, „In Aeternum“, dann zu einer kleinen Enttäuschung geworden. Die Richtung, in die sich alles entwickelt hat, hat mir irgendwie gar nicht mehr gefallen und das Ende hat sich gar nicht wie ein Ende angefühlt. Ich habe vollkommen den Bezug zu Figuren und Handlung verloren, sodass ich über weite Teile des Romans hin sehr verwirrt war und gar nicht mehr wusste, um was genau es jetzt eigentlich geht. Das war einfach eine riesige Enttäuschung, da mir die ersten beiden Teile noch so gut gefallen haben und ich echt Potenzial gesehen habe. Daher gehört „Die Schatten von London. In Aeternum“ auch zu meinen bisherigen Flops/Enttäuschungen 2021.

Ausblick auf die zweite Jahreshälfte

Zum Schluss möchte ich gerne noch einen kleinen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte geben. Wie ihr wisst, werde ich ab Ende August bis vorraussichtlich Mitte Dezember nicht in Deutschland, sondern für ein Praktikum in den USA sein (falls ihr das noch nicht wusstet, schaut doch mal hier vorbei). Wie viel ich dort lesen werde, kann ich noch nicht abschätzen. Fakt ist aber, dass ich eigentlich keine physischen Bücher mitnehmen kann – den begrenzten Platz in meinem Koffer mus sich in diesem Fall leider für andere Dinge nutzen. Ich habe allerdings auch einen E-Book-Reader, den ich selbstverständlich mitnehmen werde. Allein für die Flüge brauche ich definitiv etwas zu lesen. Ob ich mein Leseziel für dieses Jahr also erfüllen werde, ist noch nicht ganz klar. Ich sehe das ganze allerdings relativ entspannt und möchte mich da nicht stressen. Ich mache ja nicht 3,5 Monate Urlaub, sondern werde dort ja auch einen ganz normalen Alltag entwickeln, da werde ich schon Zeit zum lesen finden.

Neuerscheinungen, auf die ich mich freue, sind zum einen „What if we Trust“, was schon nächste Woche erscheint, und dann natürlich das neue Buch von Kerstin Gier „Vergiss mein nicht. Was man bei Licht nicht sehen kann“, welches am 29. September erscheinen wird. Da werde ich mir auf jeden Fall das E-Book besorgen – und wenn ich wieder in Deutschland bin, auch garantiert das „richtige“ Buch. Ansonsten bin ich bei Neuerscheinungen vermutlich erstmal raus; ich werde jetzt bis zu meinem Abflug noch versuchen, meinen SuB ein wenig abzubauen und die zwei Rezensionsexemplare zu lesen, die ich noch offen habe. Auf Instagram, oder aber auch hier auf dem Blog, werde ich euch an meinem Lesejahr aber weiter teilhaben lassen.

Wie läuft euer Lesejahr 2021 bisher?

xoxo Ruth

Update: So war mein Lesejahr 2021 bisher


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