Wie man 2,5 Tage in Las Vegas, NV verbringt – Sightseeing, Partys, Gambling

Wie man 2,5 Tage in Las Vegas, NV verbringt – Sightseeing, Partys, Gambling

Es ist schon ein wenig seltsam, Weihnachtsmusik zu hören, während ich hier einen Beitrag über Las Vegas – eine Stadt des ewigen Sommers – schreibe. Ich kann mir aber einfach mal wieder nicht helfen, ich bin bereits jetzt vollkommen in Weihnachtsvorfreude versunken und freue mich unglaublich auf das Fest! Heute soll es aber trotzdem um Las Vegas gehen und zwar genauer gesagt darum, wie man 2,5 Tage in Sin City verbringen kann. Ich war vor kurzem mit zwei Freundinnen dort und möchte daher heute meine Tipps mit euch teilen. Es geht um Sightseeing, Partys und Gambling, ich wünsche euch ganz viel Spaß!

Ankunft und Transport in der Stadt

Las Vegas ist entweder mit dem Auto oder mit dem Flugzeug zu erreichen. Das Auto bietet sich an, wenn man Las Vegas mit einem größeren USA-Roadtrip verbindet und gerade von beispielsweise vom Grand Canyon kommt. Das steht bei mir tatsächlich nächstes Jahr auf dem Programm, dieses Jahr bin ich stattdessen mit dem Flugzeug angereist. Von Salt Lake City aus ist das wirklich ein sehr kurzer Flug und es gibt täglich sehr viele Verbindungen von ganz unterschiedlichen Airlines. Der McCarran International Flughafen (so heißt der Flughafen von Las Vegas) ist bereits etwas älter und nicht sonderlich schön, aber er ist trotzdem bereits ein Highlight, da er die Reisenden mit genau dem begrüßt, wofür Las Vegas bekannt ist: mit Spielautomaten. Ich wollte es aus Erzählungen ja nicht so richtig glauben, aber die ersten spielenden Menschen trifft man tatsächlich schon im Flughafen. Und damit beginnt der Aufenthalt in einer Stadt, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt.

Der Flughafen von Las Vegas liegt tatsächlich ziemlich zentral. Wenn man Glück hat, kann man die Stadt bereits beim Anflug durch die Flugzeugfenster sehen. Sollte das nicht der Fall sein, dauert es vom Flughafen aus aber auch nicht mehr lang, bis man die Stadt erreicht. Ich würde euch empfehlen, mit einem Uber oder Lyft vom Flughafen aus zum Hotel zu fahren. Da die Strecke nicht so lang ist, ist sie auch nicht so teuer und so kann man ganz entspannt die Anfahrt genießen. Für den Aufenthalt in der Stadt selbst würde ich euch zunächst empfehlen, den Las Vegas Strip, an dem man sich eigentlich fast ausschließlich aufhält, zu Fuß zu erkunden. Für eine Fahrt zum berühmten Las Vegas Sign bietet es sich dann an, den Bus zu nutzen. Aber Achtung, der ist immer sehr voll und außerdem von Innen eiskalt, da die Amerikaner nun einmal ihre Klimaanlage lieben! Auch steht der Bus Abends schon einmal gerne im Stau, aber wie gesagt, zu Fuß kommt man auf dem Strip eigentlich hervorragend zurecht!

Unterkunft

Las Vegas lebt von seinen Hotels. Sie sind es auch, die das Stadtbild prägen – aber dazu später mehr. Ich würde euch zu 100% empfehlen, in einem Hotel zu übernachten, das entweder direkt auf dem Strip liegt oder nur wenige Schritte von diesem entfernt liegt. Alles andere ist wenig sinnvoll, denn der Strip ist das Interessante an Las Vegas. Der Rest der Stadt ist da nicht so wichtig. Wir sind zwei Nächte in Las Vegas geblieben und haben in zwei verschiednen Hotels übernachtet. Die Gründe dafür sind etwas umständlich und schwer zu erklären, weswegen ich jetzt hier auch nicht näher auf die eingehen werde. Übernachtet haben wir in folgenden Hotels:

  • Conrad Las Vegas at Resorts World: sehr schickes und neues Hotel, mit Casino, Club, Pool, Spa, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten; gehört zu Hilton
  • Vdara Hotel & Spa: ebenfalls schickes Hotel mit Spa und Pool. Casino, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten des benachbarten Hotels „Aria“ dürfen mitbenutzt werden; gehört zu MGM Resorts

Sicherheit in Las Vegas

Verglichen mit anderen US-Städten, habe ich mich in Las Vegas sehr sicher gefühlt. Der Strip ist ziemlich touristisch, aber auch sehr gepflegt. Die Straßen sind sauber und sicher, Obdachlose gibt es nur sehr vereinzelt. Wie es außerhalb des Strips ist, kann ich nicht einschätzen, aber da, wo man sich hauptsächlich aufhält, fühlt man sich in der Regel auch sicher. Klar, man ist immer noch in einer Großstadt und viele Menschen bergen Gefahren wie Taschendiebe, aber insgesamt konnte man sich in Vegas doch ziemlich sicher und wohl fühlen.

Wetter in Las Vegas – die beste Reisezeit

Ich war Anfang November in Vegas und kann das auch grundsätzlich sehr empfehlen. Las Vegas liegt mitten in der Wüste Nevadas, was bedeutet, dass die Temperaturen auch im November noch über 25 Grad klettern. Allerdings darf man nicht vergessen, dass trotz der hohen Temperaturen die Sonne auch in der Wüste im November früher untergeht als im Juli. Ab spätestens 16 Uhr wird es sehr schattig in der Stadt. Auch gibt es in der „kälteren“ Jahreshälfte keine Poolpartys mehr und die Pools, die noch zum normalen baden und sonnen offen sind, schließen deutlich früher. Ich schätze, am besten reist man im April oder im September/Oktober. Ich selbst werde nächstes Jahr nochmal im Juli nach Vegas reisen, ich schätze, da wird es dann sehr heiß sein, haha. Ich werde berichten!

Verpflegung in Las Vegas

Las Vegas ist teuer, sehr teuer. Das macht sich nicht nur an den Hotelpreisen bemerkbar, sondern auch an den Preisen für Verpflegung. Für eine Pizza Margherita bezahlt man schon mal gerne 20$ (ohne Trinkgeld!), Getränke kommen noch hinzu. Den größten Schock hatten wir aber glaube ich, als wir uns im Hotel eine Flasche Wasser holen wollten: erstmal gab es nur Fiji-Wasser und das hat dann auch noch 8$ gekostet. So großen Durst hatte ich dann nicht mehr. Viele Hotels bieten aber auch All you can Eta-Buffets an. Außerdem snd Getränke im Casino grundsätzlich kostenlos – aber nur solange man auch spielt. Außerdem ist es üblich, der Bedienung für jedes Getränk 1$ Trinkgeld zu geben. Wenn man nicht ganz so viel Geld verspielt, kommt man dann aber doch noch recht günstig raus. Insgesamt muss man in Vegas einfach ab und zu mal in den sauren Apfel beißen, es ist nun einmal teuer.

Sightseeing in Las Vegas – was man gesehen haben muss

Das Wort „Sightseeing“ ist im Kontext von Las Vegas etwas schwierig zu benutzen, denn die Sehenswürdigkeiten sind in 99% der Fälle an Hotels oder Geschäfte gebunden. Aber es sind auch die Hotels, die die Stadt ausmachen. Während man normalerweise nicht einfach so in Hotels, in denen man nicht übernachtet, reinlaufen und sich aufhalten kann, ist das in Las Vegas sehr wohl möglich. Und sogar ausdrücklich erwünscht. Die Hotels sind die Sehenswürdigkeiten. In ihnen sind die Casinos, Restaurants, Clubs, Geschäfte – fast alles findet in den Hotels statt! Diese sind dabei nicht einfach nur gewöhnliche Übernachtungsstätten, nein, teilweise bilden die Hotels andere Städte nach (New York, Venedig oder Paris), lassen Caesar zum Leben erwecken oder beherbergen Flamingos. In der folgenden Liste habe ich euch einmal die Hotels zusammengefasst, die man sich während eines Aufenthalts in Las Vegas auf jeden Fall genauer anschauen sollte:

  • Caesars Palace – Spätestens seit „Hangover“ ist „Caesars Palace“ weltberühmt. Das Hotel ist im Stil eines römischen Palastes gebaut und soll die Pracht des römischen Herrschers Caesar widerspiegeln. Wer jemals Latein gelernt hat oder sich anderweitig mit Caesar auseinandergesetzt hat, weiß, dass dieser sehr prächtig gelebt hat. Und genauso ist auch das Caesars Palace – ein riesiges Gelände, das neben dem eigentlichen Hotel mit Casino und Co. auch noch Springbrunnen und andere aus Rom entlehnte Statuen und Gegenstände enthält.
  • Flamingo – das „Flamingo“ liegt direkt gegenüber vom „Caesars Palace“ und macht seinem Namen alle Ehre. Schon die Eingänge sind mit Flamingofiguren und Schriftzügen geziert und auch innen erweckt alles eine tropische Stimmung. Highlight hier ist auch das Flamingo-Gehege in einem Innenhof des Hotels.
  • New York New York – Wusstet ihr, dass die Freiheitsstatue nicht nur in New York steht? Es gibt mehrere Nachbildungen und eine davon steht in Las Vegas vor dem „New York New York“-Hotel. Aber sie ist nicht die einzige Nachbildung aus dem Big Apple, die sich in Vegas finden lassen – unteranderem kann man auch das Empire State Building und die Brooklyn Bridge bestaunen. Im Hotel selbst setzt sich das New York-Thema fort.
  • Paris Las Vegas – New York und Paris trennen normalerweise über 3000 Kilometer, in Las Vegas sind es nicht einmal zwei Kilometer. In 20 Minuten kann man von New York nach Paris und den Eiffelturm bewundern – das geht nur in Vegas! Dass man vom Eiffelturm aus die Freiheitsstatue sehen kann, geht übrigens auch im echten Paris in Frankreich – ganz in der Nähe des Eiffelturm, mitten in der Seine, steht Lady Liberty nämlich auch!
  • Venetian Resort Hotel – Wer nach New York und Paris immer noch nicht genug von der Welt gesehen hat, der kann auch noch mal schnell nach Venedig. im „Venetian Resort Hotel“ wurde die italienische Stadt mit sehr viel Liebe zum Detail nachgebaut. Schon von außen könnte man meinen, man sei in Italien, aber im Hotelinneren verbirgt sich noch viel mehr. Man kann sogar eine Gondeltour machen – die ist aber schweineteuer, haha!
  • Hotel Bellagio – im Vergleich zu den anderen Hotels mag das „Bellagio“ zwar zunächst etwas langweilig wirken, aber wenn man Abends das Spiel der Wasserfontänen beobachtet, ist es alles andere als langweilig. Tagsüber tanzt das Wasser als 30 Minuten zur Musik, abends alle 15 Minuten. Die Musik ist dabei immer unterschiedlich, nachts allerdings meist klassisch und am Tag ziemlich patriotisch.

Neben den Hotels ist ein Besuch beim berühmten Las Vegas-Sign auch noch recht empfehlenswert. Man sollte allerdings damit rechnen, in einer Schlange anstehen zu müssen, um ein Foto machen zu können. Wir haben ca. 20 Minuten gewartet, im Sommer können die Wartezeiten aber natürlich noch sehr viel höher sein. Wer nicht warten möchte, kann auch von der Seite ein Foto machen. Da hat man dann allerdings den Nachteil, dass man immer jemanden auf dem Bild hat und das Schild auch nicht direkt von vorne fotografieren kann.

Gambling/Glücksspiele

Wenn man in Las Vegas ist, sollte man natürlich auch Glücksspiele ausprobieren (auf Englisch: gambling). Casinos gibt es wirklich überall – so gut wie jedes Hotel verfügt über eins. Natürlich seid ihr dabei aber nicht an das Casino gebunden, das in eurem Hotel ist, ihr könnt alle ausprobieren. Es bestehen meistens die Möglichkeiten reine Glücksspiele am Automaten zu spielen, Karten-Glücksspiele an Automaten zu simulieren oder aber am Tisch (gegen andere) zu spielen. Dabei ist der Mindesteinsatz an den Automaten meist deutlich geringer, dort kann man auch mit wenigen Dollar spielen. Am Tisch hingegen muss man meistens schon mindestens 20$ wetten, um überhaupt mitspielen zu können. Die bekanntesten Spiele sind Roulette, Poker, Black Jack und Craps – die kann man eigentlich überall spielen. Da von uns niemand wirklich Erfahrung hatte, was Glücksspiele anbelangt, haben wir eigentlich immer nur Roulette gespielt und das meistens auch am Automaten. Roulette ist ziemlich simpel, aber man kann, mit ein bisschen Glück, auch etwas gewinnen. Ihr habt immer die Möglichkeit, aus einem Spiel auszusteigen. Dann bekommt ihr entweder euer Geld in bar zurück oder ihr bekommt ein Ticket, das an Automaten und Theken in Bargeld eingetauscht wird. Glücksspiele sind eine emotionale Achterbahn, die süchtig machen kann und sollten daher mit Vorsicht behandelt werden! Außerdem sind Glücksspiele erst ab 21 Jahren erlaubt. Haltet euch daran!

Partys in Las Vegas

Zu guter letzt ist Vegas auch eine Stadt, in der man sehr gut feiern gehen kann. Berühmte DJs wie Calvin Harris oder Zedd legen hier mehrmals im Jahr auf. Wir hatten beispielsweise das Glück, über einen Kontakt auf die Gästeliste für Zedd zu gelangen – wir standen also irgendwann in der ersten Reihe, während er aufgelegt hat. Das war schon ziemlich cool und definitiv eine der besten Partys, auf der ich je war! In Vegas herrscht übrigens ein ganz anderer Dresscode als in Deutschlands Clubs. Kleider und meistens auch hohe Schuhe werden bei Frauen erwartet, in Jeans und T-Shirt kommt man nicht rein.

Fazit

Las Vegas ist eine krasse Stadt – und ganz anders als alles, was ich bisher gesehen und erlebt habe. Die Stadt fühlt sich an so vielen Stellen künstlich und nach Freizeitpark an, aber faszinierend ist sie trotzdem zu jeder Sekunde. Ich bin der Meinung, dass Vegas zu den Städten gehört, die man im Leben mindestens einmal gesehen haben muss und empfehle euch eine Reise dorthin wirklich sehr. Mir hat Vegas unglaublich gut gefallen und ich werde sicher wiederkommen. Wiederkommen in diese glitzernde und besondere Stadt, in der man die normale Welt einfach mal vergessen kann.

Wart ihr schon in Las Vegas? Oder möchtet einmal hin?

xoxo Ruth

Wie man 2 Tage in Las Vegas NV verbringt



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