REZENSION: What If We Trust von Sarah Sprinz

REZENSION: What If We Trust von Sarah Sprinz

Ich weiß, ich hänge extrem hinterher was das Schreiben von Rezension betrifft. 2020 habe ich es irgendwie noch geschafft, zu so gut wie jedem Buch, das ich gelesen habe, eine Rezension zu verfassen und hier auf dem Blog hochzuladen. Doch in 2021 habe ich das mit den Rezensionen und den Blog auch generell ein wenig schleifen lassen. Mein Kopf war einfach voll mit anderen Dingen und sind wir mal ehrlich, die Hochphase von Blogs ist längst vorbei. Während meines Auslandsaufenthalts in den USA entwickle ich aber wieder deutlich mehr Spaß am Verfassen von Blogbeiträgen. Die Klicks sind zwar nicht so hoch, wie sie einst waren, aber das ist auch gar nicht die Hauptsache. Hauptsache ist, dass ich Spaß am Schreiben habe und das habe ich nun mal. Heute gibt es daher nach langer Zeit mal wieder eine klassische Rezension auf lilablumenwiese.com. Und zwar die Rezension zu „What If We Trust“ von Sarah Sprinz – dann habe ich nämlich alle drei Teile rezensiert. Viel Spaß beim Lesen!

Infos zum Buch:

Titel: What If We Trust I Autorin: Sarah Sprinz I Verlag: LYX I Genre: New Adult Romance I Seiten: 517 I Preis: 12,90€ (Paperback) I Ersterscheinung: 25.06.2021 I ISBN: 978-3-7363-1490-0 I Zum Buch

Darum geht’s:

Er verbirgt sein Gesicht vor der Welt. Doch vor ihr kann er sich nicht verstecken. Kaum jemand an der UBC in Vancouver weiß von der Fan-Fiction über den maskierten Sänger PLY, für die Hope ihre ganze Schulzeit verurteilt wurde. Bis ein Verlag sie veröffentlichen möchte. Als auf der Geburtstagsparty eines Freundes kurz darauf Scott Plymouth vor ihr steht, ist sein Blick aus unergründlich blauen Augen Hope erschreckend vertraut – durch eine Maske. Was Hope nicht weiß: In ihrer Geschichte kommt sie Scotts dunkelstem Geheimnis viel zu nah, und schon bald wird die ganze Welt davon lesen können … (Klappentext)

„Die E-Mail kam an einem Nachmittag im August“

Sprinz, Sarah: What If We Trust. Köln: Bastei Lübbe AG 2021.

Handlung:

In „What If We Trust“ nimmt Sarah Sprinz uns zum dritten Mal mit an die University of British Columbia in Vancouver. Dieses Mal wird die Geschichte von Hope erzählt, die gemeinsam mit Laurie (Band 1) und Emmett (Band 2) in einer WG wohnt. Schon bevor die anderen Teile erschienen sind, fand ich den Klappentext von Teil 3 am interessantesten – ein Mädchen, das FanFiction über einen berühmten Sänger schreibt? Das klingt nach einer Geschichte, die mir gefallen könnte. Also war ich wahnsinnig aufgeregt und habe das Buch quasi schon direkt nach Erscheinungstermin begonnen.

„What if we Trust“ ist unglaublich stark gestartet. Ich war sofort tief in der Geschichte versunken, habe das anfängliche Enemies to Lovers geliebt und bin durch die Seiten geflogen. Doch dann, kurz nachdem die Figuren ihre Abneigung überwunden hatten, ist die Qualität der Geschichte für mich völlig abgesackt. Auf einmal waren so gut wie alle Nebenhandlungen vergessen und viele Entwicklungen waren mir too much. Ich mochte das mit der Fan Fiction auch nicht so sehr, war mir irgendwie zu unrealistisch. Aber dann, kurz nachdem Scott sein Geheimnis offenbart hatte, ging es wieder langsam bergauf. Konflikte wurden überraschend schnell und relativ undramatisch gelöst und alles war dann doch nicht so vorhersehbar, wie zwischenzeitlich angenommen. Das Ende war dann wieder sehr stark. Es gab viele viele Happy End Seiten, was mich sehr gefreut hat. Nach der Versöhnung war nämlich noch nicht direkt Schluss, sondern die Geschichte ging noch ein bisschen weiter. Das war toll!

Figuren:

Erzählt wir die Geschichte aus der Perspektive von Hope. Hope ist mir in vielen Dingen ziemlich ähnlich. Gerade ihre Liebe zu Literatur und zum Schreiben, aber auch ihr Hang zum fangirlen ähnelt mir sehr. Demnach waren meine Erwartungen an sie auch sehr hoch, die sie nicht immer erfüllen konnte. Manchmal kam sie mir sehr weit weg vor und in gewissen Situationen konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen.

Und dann gibt es da ja auch noch Scott, Hopes Love Interest. Ich muss gestehen, dass ich ihn mir ein bisschen anders vorgestellt hatte, als er dann letztlich war. Dafür kann aber natürlich Scott nichts, weswegen ich versucht habe, mich möglichst gut mit ihm zu arrangieren. Das ist mir zunächst eher weniger, dann aber immer besser gelungen und mit der Zeit konnte ich ihn dann auch immer mehr ins Herz schließen. Seine Geschichte ist traurig, fast schon tragisch und ich denke, man muss dafür auch einfach in der richtigen Stimmung sein. Ich war es beim Lesen nicht immer unbedingt, konnte mich dann aber doch noch gut auf Scott und seine Geschichte einlassen.

Sehr gefreut hat mich auch mal wieder das Wiedersehen mit Laurie, Sam, Amber und Emmett, die wir ja bereits aus den anderen beiden Teilen kennen. Ihre Geschichten wurden auch noch ein bisschen weiter erzählt, was mich sehr gefreut hat. Am Ende war ich fast schon ein bisschen traurig, die Clique nun endgültig verlassen zu müssen.

Schreibstil:

In „What If We Stay“ habe ich Sarah Sprinz‘ Schreibstil ja bekanntlich geliebt. In „What If We Trust“ war er zwar immer noch flüssig zu lesen, aber doch ein wenig schwächer als in Teil 2. Da mochte ich ja besonders, dass er nicht ganz so typisch 0815-New Adult war, sondern individuell und irgendwie besonders. Zwar ist der Schreibstil nach wie vor nicht schlecht und Sarah Sprinz kann definitiv von sich behaupten, schreiben zu können, aber ein bisschen mehr Individualität hätte ich mir dann doch gewünscht. Aber ich bin überzeugt, dass wir in ihrer neuen New Adelt-Reihe wieder den gewohnten Stil lesen können!

Fazit:

Mit „What If We Trust“ habe ich eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. Die Fahrt hat viele Hoch- und Tiefpunkte. Zwischendurch hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dann hatte ich aber auch wieder mal das Gefühl, lieber vorzeitig aussteigen zu wollen. Am Ende war ich irgendwie froh, dass es vorbei ist, aber gleichzeitig hatte ich dann doch meinen Spaß. Es ist schwierig zu beschreiben und ich hoffe, ich konnte euch meinen Eindruck von „What If We Trust“ durch diese Metapher etwas näher bringen. Insgesamt vergebe ich, trotz des teilweise sehr komplizierten Leseerlebnisses, vier Sterne, da es sich dann doch irgendwie nach mehr als nur drei Sternen angefühlt hat.

Bewertung: 4 von 5.

Habt ihr „What If We Trust“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: What If We Trust von Sarah Sprinz


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