Mein LESEJAHR 2021: Highlights, Flops und Statistiken

Mein Lesejahr 2021 war irgendwie komisch. Zum ersten Mal seitdem ich mir ein Jahresziel an Büchern setze, habe ich das Ziel nicht erreicht. 50 Bücher wollte ich lesen. Geschafft habe ich 43. Das ist zwar ziemlich nah dran, aber es fühlt sich irgendwie trotzdem komisch an, das Ziel nicht erreicht zu haben. Auch habe ich festgestellt, dass sich mein Lesegeschmack weiter verändert hat. In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch mitnehmen in mein Lesejahr 2021 und meine Highlights, Flops und Statistiken mit euch teilen. Viel Spaß!

So war mein Lesejahr 2021 statistisch gesehen

Wie bereits erwähnt, habe ich 43 Bücher gelesen – Goodreads macht daraus seltsamerweise immer 46, weil mein Reread der „Edelsteintrilogie“ als zweifach in einem Jahr gelesen zählt. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum Goodreads das macht, aber so ist es nunmal. Eigentlich war ich ganz gut dabei. Ich war immer ein paar Books „ahead of schedule“, aber meine zweite Jahreshälfte von 2021 war gefühlt eine einzige Leseflaute. In einem Beitrag vom 19. Juni habe ich über mein erstes Lesehalbjahr dieses Jahr geschrieben. Da war ich noch guter Dinge, mein Leseziel zu erreichen. Habe aber auch geschrieben, dass ich mich nicht stressen möchte, falls es nicht so sein sollte. Tja, ein bisschen gestresst habe ich mich deswegen dann aber doch. Oder tue es jetzt, wo alle ihr Ziel erreicht haben und ich nicht.

Das zweite Lesehalbjahr ist einfach nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich hatte wenig Zeit und vor allem wenig Muße zum Lesen. Mit dem Kopf war ich im Sommer eigentlich ständig woanders: mein bevorstehendes Auslandspraktikum hat meine Gedanken total eingenommen, was ja auch logisch ist. Beim Lesen konnte ich kaum abschalten, habe ständig über alles nachgedacht, was ich noch organisieren musste und musste dann gefühlt alle Sätze noch einmal von vorne lesen. Im August kam dann noch meine typische Leseflaute hinzu – ich habe, seitdem ich viel lese, im August immer eine kleine bis mittelschwere Leseflaute. Da war dann aber auch die Nervosität nochmal höher, da mein Flug in die USA ja am 30. August ging. In den USA habe ich dann zwar ingesamt vier Bücher beenden können, aber für einen Zeitraum von 3,5 Monaten ist das doch relativ wenig. Aber eigentlich ist das auch gar nicht schlimm. Ich hatte in diesen 3,5 Monaten mit die beste Zeit meines Lebens und habe unglaublich viel erlebt. Ich hatte zweitweise aber auch einfach gar keine Lust, zu Lesen. Hatte Angst, meine Liebe zu Büchern hätte sich erledigt. Wieder zurück in Deutschland hat sich diese Angst dann aber als vollkommenen Blödsinn herausgestellt. Ich liebe Bücher und das Lesen nach wie vor und seit ich wieder hier bin, lese ich auch wieder viel und sehr gerne.

Kommen wir nun zu den Zahlen: ich habe 2021 insgesamt 17.631 Seiten gelesen, das kürzeste Buch war dabei „Amras“ von Thomas Bernhard (143 Seiten), das längste „Chain of Iron“ von Cassandra Clare (832 Seiten). Im Schnitt ergeben das 400 Seiten pro Buch, was auch ungefähr dem entspricht, was ich so gedacht hätte. Bewertet habe ich meine Bücher durchschnittlich mit 4,2 Sternen (an dieser Stelle: Goodreads, wann führt ihr endlich halbe Sterne ein?!). Das verwundert mich gar nicht, ich hatte viele vier und fünf Sterne Bücher in diesem Jahr.

Meine Highlights

Da ich nicht mehr viel gelesen habe, sind auch nicht mehr deutlich mehr Highlights hinzu gekommen, streng genommen nur eins. Begonnen hat das Jahr mit „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joel Dicker, was ein absolutes Jahreshighlights geworden ist. Das Buch war unglaublich fesselnd und ich habe im Nachhinein echt noch viel darüber nachgedacht. Ein New Adult-Highlight in diesem Jahr war „What If we Stay“ von Sarah Sprinz, das mich so positiv überrascht hat. Die Geschichte war einfach schön und irgendwie so erfrischend. Die Figuren habe ich geliebt und trage sie tief in meinem Herzen mit mir! Mit „Das Lied der Krähen“ und eigentlich auch „Das Gold der Krähen“ konnte Leigh Bardugo mich dann endlich von sich überzeugen. Die Dilogie ist wirklich ganz große Fantasy und ich bin so, so froh, dass die Krähen auch in der „Shadow & Bone“-Verfilmung auf Netflix vorkommen. „We were liars“ von E. Lockhart hat mich überrascht. Und es hat mich geschockt. Der Plottwist war wirklich heftig und ich hätte nicht damit gerechnet. Leider ist er einer der Twists, der beim ersten Lesen am allerbesten funktioniert, weswegen ich mir insgesamt wünsche, das Buch noch einmal zum ersten Mal lesen zu können. Das letzte Highlight in der ersten Jahreshälfte wurde dann auch direkt zum Lieblingsbuch befördert: die Rede ist selbstverständlich von „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V.E. Schwab. Addies Geschichte hat mich im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. Ich könnte stundenlang über dieses Meisterwerk schwärmen und habe das hier auch getan.

Da ich im zweiten Halbjahr von 2021 ja wie gesagt nicht so viel gelesen habe, habe ich auch nicht viele neue Highlights sammeln können. Ein Buch hat es dann aber doch geschafft und es ist, Überraschung!, weder das neue Buch von Cassandra Clare noch das von Kerstin Gier. Es ist „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid. Das Buch war ungelogen ÜBERALL – auf TikTok, Instagram, YouTube – und jede*r hat davon geschwärmt. Ich hatte bereits in Deutschland in den englischsprachigen Abteilungen meiner Standardbuchhandlungen danach Ausschau gehalten (die Übersetzung erscheint allerdings 2022!), es aber nie gefunden. Die amerikanische Buchhandlung „Barnes & Noble“ hatte es dann aber logischerweise auf Lager. Noch im Geschäft habe ich angefangen zu lesen und war süchtig ab der ersten Seite. Ich wollte alles wissen über die sieben Ehemänner der Evelyn Hugo und ihr ganzes Leben. Das Buch ist unglaublich gut geschrieben und am Ende auch sehr berührend. Eine ausführliche Rezension wird aber noch folgen!

Ansonsten haben mir aber auch noch „Long Distance Playlist“ von Tara Egglington und „Shadow and Bone“ von Leigh Bardugo ziemlich gut gefallen. Gerade „Long Distance Playlist“ war eine absolute Überraschung, aber ich bin sehr froh, dass ich gelesen habe! Den größten Teil davon übrigens auf dem Rückweg aus Berlin, wo ich mein Visum bei der amerikanischen Botschaft beantragt habe.

Meine Flops und Enttäuschungen

Das Buch, über das ich mich 2021 wohl am meisten geärgert habe, ist „Bad at Love“ von Morgane Moncomble. Das Buch war wirklich nicht mein Fall: langweilig, schlecht geschrieben und vor allem viel zu unnatürlich und gewollt. Klar, es wird ein sehr sensibles Thema behandelt und es ist wichtig, dass es solche Bücher gibt, die Umsetzung hat für mich aber einfach nicht gepasst. Vielleicht war ich auch schlecht drauf, als ich das Buch gelesen habe, aber irgendwie hat es mir einfach nicht zugesagt.

Auch nicht wirklich zugesagt hat mir „Witchghost“ von Lynn Raven. Da hat für mich vieles nicht ganz gestimmt, Dinge waren schlecht erklärt und die Protagonistin war absolut unsympathisch. „Keeping Secrets“ von Anna Savas hat zwar gut angefangen, hat mich zum Ende hin aber nur noch geärgert. Allerdings bei weitem nicht so sehr wie die anderen beiden Bücher!

Ansonsten gab es keine wirklichen Flops, nur Bücher, die mich ein bisschen enttäuscht haben, weil ich mir mehr erhofft hätte. Da zählen auch „Chain of Iron“ und „Vergissmeinnicht“ dazu. Beide Bücher haben mir zwar immer noch gut gefallen und ich habe liebendgerne vier und 4,5 Sterne vergeben, aber sie haben mich leider nicht so begeistern können, wie ich es mir erhofft hatte.

Pausiert habe ich „Vicious“ von V.E. Schwab – dem Buch muss ich nochmal eine zweite Chance geben! Und abgebrochen habe ich „Winterzauber in Manhattan“ von Mandy Baggot. Ich wollte dieses Jahr mal wieder ein Weihnachtsbuch lesen und eins, das in New York spielt, erschien mir perfekt – war es dann aber leider nicht. Für mich war „Winterzauber in Manhattan“ zu langsam und zu kitschig. Die Figuren waren unsympathisch und der Schreibstil eintönig. Von daher habe ich es abgebrochen.

Insgesamt habe ich aber auch gemerkt, dass ich meinen Lesegeschmack mittlerweile deutlich besser einschätzen kann. Ich weiß ungefähr, welche Bücher mir gefallen und welche eher nicht. Ich weiß, dass mir Jugendbücher immer noch gefallen können, ich aber doch deutlich kritischer geworden bin. Auf New Adult habe ich seit dem Sommer gefühlt gar keine Lust mehr. Ich war ja noch nie der allergrößte Fan des Genres, aber außer „What If We Stay“ konnte mich dieses Jahr kein Kandidat aus diesem Genre so richtig begeistern. Vielleicht sollte ich aufhören, so viel auf die Klappentexte und Instagramwerbung hereinzufallen. Naja, ich habe aber auch nochmal festgestellt, dass ich Fantasy absolut liebe und dass ich jetzt auch gerne öfter in den normalen Belletristik und Erwachsenen Fantasy-Regalen in der Buchhandlung schauen kann. Meine Highlights stammen ja fast alle aus diesen beiden Bereichen.

Ein Überblick über meine Challenges:

Zum Schluss möchte ich euch noch zeigen, wie ich meine Challenges gemeistert habe. Ich habe festgestellt, dass ich mit den Challenges deutlich besser zurecht komme, wenn keine spezifischen Titel vorgegeben werden, sondern ich Kategorien oder Themengebiete habe, an denen ich mich orientieren kann. Auf meine „Lies ein Buch, das“-Challenge bin ich richtig stolz – das habe ich gut hingekriegt!

10 Bücher, die ich 2021 lesen möchte❌/✅Lies ein Buch, das…❌/✅
Patrick Rothfuss: Der Name des Windes…eine LGBTQ-Lovestory hat („Kate in Waiting“ von Becky Albertalli)
Morgane Moncomble: Bad At Love…ein Klassiker ist
Anabelle Stehl: BreakAway…in deinem Geburtsmonat erscheint („Keeping Secrets“ von Anna Savas, am 30. April erschienen)
Ferdinand von Schirach: Gott…in der Zukunft spielt (Zum Buch)
Emma Scott: Never Doubt…schon ewig auf deinem SuB liegt („Ein Happy End ist erst der Anfang“ von Becky Albertalli)
Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen…einen männlichen Hauptcharakter hat („Heartstopper“ von Alice Oseman)
Nina Blazon: Rabenherz und Eismund…Historical Fiction ist („Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V.E. Schwab)
Anne Freytag: Aus schwarzem Wasser…in Asien oder Finnland spielt
Elizabeth Lim: Ein Kleid aus Seide und Sternen…sich mit dem Tod beschäftigt („All the bright places“ von Jennifer Niven)
Charlotte Bronte: Jane Eyre…keine Übersetzung ist „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid)

Das war also mein Lesejahr 2021 – ein holpriges, aber ingesamt doch gutes Lesejahr. Zumindest hatte ich nicht so einen Flop wie „Songbird“ 2019. Und nicht so einen Totalausfall zu haben, ist immer gut! Ob ich auch noch einen Beitrag mit meinem Lesevorhaben für nächstes Jahr machen werde, weiß ich noch nicht, aber ihr werdet es ja dann sehen! Habt einen schönen Tag!

Wie war euer Lesejahr 2021?

xoxo Ruth

Mein Lesejahr 2021

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