12 Dinge, die man in Paris nicht verpassen darf

12 Dinge, die man in Paris nicht verpassen darf

Letzte Woche war ich relativ spontan für ein paar Tage in Paris. Sonntags ging’s hin, mittwochs zurück. Das war das zweite Mal, dass ich in Paris war. Das erste Mal war im Sommer 2015, also vor knapp sieben Jahren (es gab den Blog da übrigens schon, auch wenn ich zu dieser Zeit noch offline gebloggt habe, lilablumenwiese existierte bereits, krass!). Damals hat mir Paris nicht so richtig gut gefallen. Es gab irgendwie super viele Sachen, die ganz anders waren, als ich sie mir vorgestellt habe. Was ich allerdings noch sehr gut in Erinnerung habe, ist die Tatsache, dass ich in den fünf Tagen, die ich damals dort war, jede freie Minute mit „City of Ashes“ von Cassandra Clare verbracht habe. Aber nun gut, ich wollte insgesamt Paris nochmal eine zweite Chance geben und als mich eine gute Freundin von mir vor zwei Wochen fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr nach Paris zu fahren, war ich sofort Feuer und Flamme. Also wurden Hotel und die Tickets für den Thalys gebucht (das ist von Köln einfach die schnellste und komfortabelste Art nach Paris zu reisen), eine Woche später ging’s los, ich habe Paris neu für mich entdeckt und jetzt sitze ich hier und schreibe einen Beitrag mit 12 Dingen, die man in Paris nicht verpassen darf. Viel Spaß!

Nr. 1: Den Eiffelturm so oft es geht ansehen

Den Eiffelturm fand ich schon bei meiner ersten Parisreise absolut wundervoll und so habe ich dieses Mal versucht, ihn so häufig wie irgendwie möglich zu sehen und vor die Kamera zu bekommen. Es gibt in ganz Paris sehr viele tolle Orte, von denen man den Eiffelturm in all seiner Schönheit bewundern kann. Der Klassiker ist der „Champ de Mars“, dem Park, in dem der Eiffelturm steht. Gerade im Sommer ist es hier besonders schön und grün, aber auch im Winter ist es schön, so richtig nah an den Turm heranzukommen. Direkt gegenüber, am anderen Ufer der Seine sind die „Jardins du Trocadéro“ sowie der „Place du Trocadéro et du 11 Novembre“. Von dort aus sieht man den Eiffelturm in seiner vollen Pracht. Allerdings sind dort auch immer sehr viele Touristen und aktuell besteht der halbe Garten auch aus einer sehr großen Baustelle, was auf Fotos natürlich wenig schön aussieht. Der populärste Instagramspot für den Eiffelturm ist wohl das Ende der „Rue de l’Université“. Die Straße ist sehr lang und man muss sie wirklich bis zum Ende durchgehen, um den Eiffelturm sehen zu können. Am besten gebt ihr bei Google Maps diese Adresse ein – die gehört zu einem kleinen Supermarkt, der direkt gegenüber des Straßenendes steht. Jedenfalls ist die Sicht dort wirklich schön, allerdings ist es auch sehr voll. Man muss also damit rechnen, Menschen auf seinen Fotos zu haben.

Geheimtipp: deutlich weniger los ist dagegen auf der „Av. de Camoens“, dafür am besten diese Adresse bei Maps eingeben. Man steht dort am oberen Ende einer Treppe und hat eine wunderschöne Sicht auf den Eiffelturm. Wir waren morgens (unter der Woche!) dort und teilweise wirklich die einzigen an diesem Spot! Ab und zu kamen zwar auch andere Menschen für Fotos vorbei, teilweise in sehr pompösen Kleidern, aber die waren auch schnell wieder weg und wir konnten in Ruhe untere Fotos machen. Das Titelbild dieses Beitrags ist dort entstanden.

Nr. 2: Fotos im Palais Royal machen

Einer der bekanntesten Instagramspots in Paris befindet sich im Innenhof des Palais Royal. Dort stehen nämlich die schwarz-weiß gestreiften niedrigen Säulen, die sich, gemeinsam mit dem Gebäude im Hintergrund, ganz hervorragend auf Instagram machen. Das Palais Royal beherbergt heute den französischen Staatsrat und den Verfassungsrat sowie das Kultusministerium Frankreichs. Vor der französischen Revolution beherbergte er als Stadtpalast teilweise auch die französische Königsfamilie.

Nr. 3: Die Aussicht vom Triumphbogen genießen

Es gibt viele gute Aussichtspunkte in Paris, aber mein Favorit ist immer noch der Triumphbogen. Bei beiden meiner Parisaufenthalte war ich dort oben und beide Male hat mich die Aussicht gleichermaßen begeistert. Man hat eine unglaublich gute Sicht, sieht z.B. die Champs-Èlysées, den Eiffelturm oder das Bankenviertel La Défense, das mit seinen Wolkenkratzern so gar nicht in das Stadtbild von Paris zu passen scheint. Der Eintritt ist für EU-Bürger unter 26 Jahren kostenlos, für alle anderen kostet der Aufstieg, der außer für gehbeeinträchtigte Menschen zu Fuß zu bewältigen ist, 13 Euro.

Tipp: Wer die Aussicht bei Nacht genießen möchte, der sollte dies unbedingt zur vollen Stunde tun. Denn immer zur vollen Stunde blinkt bzw. „glitzert“ der Eiffelturm für fünf Minuten, was zwar schwer zu fotografieren, dafür aber doppelt so schön anzusehen ist.

Nr. 4: Die vielen Treppen bis zu Sacre Coeur besteigen

Auch wenn ich kein großer Fan des Montmartre bin, der Charme des Künstlerviertels konnte irgendwie nie auf mich überspringen, lohnt es sich doch, den steilen Weg bis zu Sacre Coeur auf sich zunehmen. Oben erwartet einen ein herrlicher Ausblick, das Gefühl einer ganz anderen Stadt als die, die man unten hinter sich gelassen hat und natürlich die prächtige weiße Basilika, die von innen übrigens ziemlich düster ist. Der Eintritt ist kostenlos. Das Innere ist zwar nicht so beeindruckend wie bei Notre Dame; da man die bekannteste Kirche von Paris aber ja aktuell nicht besichtigen kann, ist Sacre Coeur dennoch eine willkommene Alternative! Es gibt übrigens auch eine Art Lift, mit dem man nach oben fahren kann, falls die Treppen eine zu große Herausforderung darstellen sollten!

Nr. 5: Auf einen Grimaldi im Musée D’Orsay warten

In der ersten Folge der vierten Staffel „Gossip Girl“ besucht Blair Waldorf fast täglich das Musée D’Orsay und wartet darauf, dass sie jemand vor ihren Lieblingsimpressionisten anspricht. Eines Tages geht ihr Wunsch in Erfüllung. Doch es ist nicht irgendein Mann, sondern tatsächlich ein echter Grimaldi, einem Mitglied der Königsfamilie von Monaco. Was ein Märchen! Die Familie Grimaldi hat zwar aktuell keinen Thronfolger im hochzeitsfähigem Alter und von Monarchien halte ich auch eher weniger, aber ein bisschen träumen darf ja wohl erlaubt sein! Und außerdem hat das Musée D’Orsay wirklich eine ganze Menge schöner Bilder zu bieten, besonders wer Fan von impressionistischer Kunst ist.

Nr. 6: Feststellen, dass die Mona Lisa ziemlich klein ist

Wo wir gerade bei Museen sind: Der Louvre ist natürlich auch einen Besuch wert! Auch wenn ich dieses Jahr nicht dort war, kann ich euch dennoch sehr empfehlen, das Museum zu besuchen. Theoretisch müssten dort auch gar keine Bilder hängen, das Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert! Naja, jedenfalls hängt im Louvre eben die Mona Lisa, das berühmteste Gemälde der Welt. Sie ist ziemlich klein und wird durch mehrere Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Und sie hat immer ziemlich viel Besuch. Vor ihr steht meist eine riesige Menschentraube, die alle das perfekte Foto der Mona Lisa haben wollen. Ja, sie ist sehenswert, aber die anderen Gemälde und Statuen sind auch sehr hübsch. Mein Favorit: „Die Freiheit führt das Volk“.

Nr. 7: Bei Shakespeare & Company nach Büchern stöbern und einen Kaffee trinken

Dafür, dass man den Franzosen/Französinnen nachsagt, so schlecht in Englisch zu sein, haben sie in Paris eine erstaunlich große Auswahl an englischsprachiger Buchhandlungen. Mein ganz klarer Favorit ist „Shakespeare & Company“ unweit von Notre Dame. In dem alten und verwinkelten Gebäude stapeln sich die Bücher bis unter die Decke und die Auswahl ist fantastisch. Wer ein Buch kauft, kann sich auch einen Stempel der Buchhandlungen in das Buch stempeln lassen – sehr cool! Direkt neben an gibt es auch ein zur Buchhandlung dazugehöriges Café, das typisch englische Köstlichkeiten anbietet. Und mit etwas Glück trefft ihr dort vielleicht sogar einen Prominenten. Ich habe dort tatsächlich Jacob Elordi gesehen, der mit einer Analogkamera im Gepäck in der Sonne saß und Text gelernt hat – das war irgendwie cool!

Nr. 8: Über den Boulevard Saint Germain schlendern

Das Pariser Studierenden Viertel „Quartier Latin“ hat mir generell sehr gut gefallen, aber der Boulevard Saint Germain hat es mir dann nochmal ganz besonders angetan. Der breite Boulevard beherbergt neben schicken Designerboutiquen auch eine ganze Menge Cafés und Restaurants und ist Nachmittags bei Sonnenschein besonders schön. Gerade Sonntagnachmittags, wenn auch die Pariser*innen draußen sind und wenig Autos fahren, ist es besonders schön, hier entlang zu schlendern. Auf dem Boulevard befindet sich übrigens auch das berühmte „Café de Flore“.

Nr. 9: Französische Küche ausprobieren

Wer in Paris und damit in Frankreich ist, der sollte auch einmal die französische Küche ausprobieren. Und damit meine ich nicht nur Baguette und Croissants, es gibt da noch viel mehr. Manche Sachen sind ein bisschen außergewöhnlich, aber dennoch lecker. Gute Restaurants erkennt man in Paris übrigens vor allem an einer Sache: sie sind voll. Ach und Pariser*innen sitzen auch im Winter gerne draußen!

Nr. 10: Im Tuileriengarten sitzen und die Sonne genießen

Direkt am Louvre befindet sich der Tuileriengarten – einem sehr hübsch angelegten Park mit vielen Springbrunnen. Der Park ist wirklich super schön und eine grüne Oase mitten in der Stadt – ein bisschen wie ein Mini-Central Park. Jedenfalls gibt es gerade um die Brunnen herum auch Gartenstühle, auf die man sich setzen und bei gutem Wetter die Sonne genießen kann. Holt euch bei einer Boulangerie ein Croissant und einen Kaffee, setzt euch in die Sonne und genießt, dass ihr in Paris seid und das Leben gut ist.

Nr. 11: Die Lichtinstallationen im L‘Atelier Lumieres bestaunen 

Bekannt durch „Emily in Paris“, bietet das „L‘Atelier Lumieres“ einen ganz besonderen Museumsbesuch. Lichtinstallationen berühmter Gemälde werden hier in einer Art „Show“ mit Musikuntermalung ausgestellt. Man setzt sich auf den Boden und beobachtet, wie die Bilder ineinanderfließen und wie toll Kunst doch eigentlich ist. Als wir da waren, wurde unter anderem Kandinsky ausgestellt, was mir sehr gefallen hat. Da es kein staatliches Museum ist, ist der Eintritt nicht kostenlos. Ein Ticket kostet 11€ und sollte vorher online gekauft werden.

Nr. 12: Macarons bei Ladurée essen

Das wollte ich 2015 schon machen, bin aber nicht dazugekommen. Dieses Jahr hatte ich die Chance und habe sie genutzt. Macarons sind zwar nicht unbedingt das leckerste Gebäck, aber es ist eben irgendwo auch Tradition. Empfehlen kann ich euch die Macarons mit Schwarzer Johannisbeere und die mit Himbeere, die sind beide wirklich sehr lecker!

Wart ihr schonmal in Paris? Oder möchtet mal hin?

xoxo Ruth

12 Dinge die man in Paris nicht verpassen darf


2 thoughts on “12 Dinge, die man in Paris nicht verpassen darf”

  • Hallo, noch zwei Tipps zur Ergänzung der Liste: 1. den Eiffel-Turm aus der Perspektive der Brückenbogen bei Bir Hakem ansehen und 2. gleich nebenan die kleine Seine-Insel Île aux Cygnes entlang spazieren bis zur Kopie der Freiheitsstatue von New York.

    • Hallo, vielen Dank für die Tipps – die hören sich wirklich super gut an! Die Kopie der Freiheitsstatue kann man ja vom Eiffelturm aus auch sehen, ich wusste gar nicht, dass man auch tatsächlich richtig daran kommt :)

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