REZENSION: Malibu Rising von Taylor Jenkins Reid

REZENSION: Malibu Rising von Taylor Jenkins Reid

Schon nach „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ hatte ich Taylor Jenkins Reid im Verdacht, meine neue Lieblingsautorin zu werden. Mit „Malibu Rising“ hat sich der Verdacht dann endgültig bestätigt. Ich liebe diese Frau und ihr literarisches Werk einfach! Die Rezension zu „Malibu Rising“ gibt es daher heute. Viel Spaß!

Infos zum Buch:

Titel: Malibu Rising I Autorin: Taylor Jenkins Reid I Verlag: Random House LCC US I Genre: Historical Fiction I 384 Seiten I Erstveröffentlichung: 01.06.2021 (USA) I Preis: 13,39€ (Taschenbuch) I ISBN: 978-0-593-35526-8 I Zum Buch

Darum geht’s:

Malibu: August 1983. It’s the day of Nina Riva’s annual end-of-summer party, and anticipation is at a fever pitch. Everyone wants to be around the famous Rivas: Nina, the talented surfer and supermodel; brothers Jay and Hud, one a championship surfer, the other a renowned photographer; and their adored baby sister, Kit. Together the siblings are a source of fascination in Malibu and the world over—especially as the offspring of the legendary singer Mick Riva. The only person not looking forward to the party of the year is Nina herself, who never wanted to be the center of attention, and who has also just been very publicly abandoned by her pro tennis player husband. Oh, and maybe Hud—because it is long past time for him to confess something to the brother from whom he’s been inseparable since birth. Jay, on the other hand, is counting the minutes until nightfall, when the girl he can’t stop thinking about promised she’ll be there. And Kit has a couple secrets of her own—including a guest she invited without consulting anyone. By midnight the party will be completely out of control. By morning, the Riva mansion will have gone up in flames. But before that first spark in the early hours before dawn, the alcohol will flow, the music will play, and the loves and secrets that shaped this family’s generations will all come rising to the surface. (Klappentext)

„Malibu catches fire.“

Jenkins Reid, Taylor: Malibu Rising. New York: Penguin Random House 2021, S. 3.

Handlung:

Wie auch in den anderen beiden Romanen, die ich von ihr gelesen habe, nimmt uns Taylor Jenkins Reid auch in „Malibu Rising“ wieder mit in eine glamouröse Vergangenheit voller Stars und Sternchen. Dieses mal entführt sie die Leser*innen nach Malibu – dem berühmten Surferstädtchen kurz vor Los Angeles, direkt an der Pazifikküste. Malibu als Stadt spielt in dem Buch auch eine große Rolle, was mir sehr gut gefallen hat. Ich war selbst schon in Malibu (siehe Fotos und dieser Blogpost) und muss sagen, dass ich bei meinem Besuch ein kleines bisschen enttäuscht war. Ja, das Meer war toll und blau, aber die Stadt ist eigentlich nur eine riesige Straße. Trotzdem hat mir Malibu durch die Brille von Taylor Jenkins Reid unglaublich gut gefallen und ich konnte die sommerliche Stimmung, das Meeresrauschen und den Drang der Figuren, jede freie Sekunde auf dem Surfboard zu verbringen, sehr gut nachfühlen.

Erzählt wird in „Malibu Rising“ auf zwei Zeitebenen. Zum einen der Tag der berühmten Riva end-of-summer Party, dessen 24 Stunden ganz genau erzählt werden und zum anderen die Geschichte der Familie Riva. In recht kurzen, aber sehr emotionalen und gut geschriebenen Rückblicken wird erzählt, wie die Eltern der vier Riva-Geschwister sich kennengelernt haben und wie die Geschwister zu den Menschen wurden, die sie jetzt sind. Die Spannung auf der Zeitebene der Gegenwart steigert sich mit jeder Stunde, die der Tag voranschreitet. Und spätestens als die Party beginnt, kommt alles Schlag auf Schlag und die Ereignisse überschlagen sich. Die Spannungskurve schießt daher gegen Ende wirklich in die Höhe und mich persönlich hat das Buch dort noch einmal mehr gefesselt, als es am Anfang sowieso schon der Fall war.

Zusammenfassend erzählt „Malibu Rising“ eine Familiengeschichte, deren Mitglieder (also die Geschwister) ich unglaublich ins Herz geschlossen habe. Es gibt genau die richtige Mischung aus Dramatik und Humor, dazu immer mal wieder ein Funken Romantik und auch Tragik. Ich war tatsächlich von der ersten Seite an begeistert von der Geschichte.

Figuren:

Wie bereits erwähnt, stehen im Vordergrund der Geschichte die vier Riva-Geschwister Nina, Jay, Hud und Kit. Sie alle haben ihre eigene Geschichte, die in die Hauptgeschichte mit eingewebt wurde. Besonders beeindruckt hat mich Nina, die ihre persönlichen Träume und Wünsche stets zurückgestellt hat, um für ihre Geschwister zu sorgen. Aber auch Jay, Hud und Kit konnte ich direkt in mein Herz schließen. Die Geschwister sind recht unterschiedlich, aber alle gleich gut konzipiert und angelegt. Vier sympathische Menschen, deren Ängste und Wünsche trotz der geringen Seitenzahl sehr gut zur Geltung kamen.

Mit Mick Riva, dem Vater der vier Geschwister, begegnet uns in „Malibu Rising“ auch eine Figur wieder, die bereits in „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ vorkam. Dass beide Bücher quasi in einem Buchuniversum spielen, hat mir total gut gefallen und die kurze aber pointierte Anspielung auf Evelyn Hugo selbst hat mein Herz höher schlagen lassen.

Schreibstil:

Dass Taylor Jenkins Reid anschaulich schreiben kann, wusste ich ja schon, aber in „Malibu Rising“hat sie sich diesbezüglich in meinen Augen noch einmal gesteigert. Bei manchen Romanen hat man einfach das Gefühl, man schaut einen Film oder eine Serie anstatt zu lesen. So ist es definitiv auch bei „Malibu Rising“. Alle Handlungen, Gespräche, Beschreibungen haben sich so unglaublich lebendig vor meinem inneren Auge abgespielt, wie ich es nur selten habe. Ich weiß, dass es eine Serienadaption des Romans geben wird, aber theoretisch wäre das gar nicht nötig, da es schon beim lesen einer Serie gleicht. Aber egal, über die Serie freue ich mich natürlich trotzdem sehr.

Ich möchte hier auch noch einmal betonen, wie gut die Bücher von Frau Jenkins Reid immer zu verstehen sind. Das Englisch ist einfach, ohne zu einfach zu sein, aber man versteht die Geschichte ohne Probleme. Wisst ihr, wie ich das meine?

Fazit:

„Malibu Rising“ hat mich vollkommen vom Hocker gerissen. Von der ersten Seite an war ich „into it“, wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen. Die sommerliche Atmosphäre hat mich total abgeholt. Das Buch überzeugt durch gute Charaktere, die eine besondere Bindung zueinander haben, einen unglaublich anschaulichen Schreibstil und hohes Tempo, das sich in der Spannung von Seite zu Seite steigert. Ich gebe „Malibu Rising“ fünf von fünf möglichen Sternen und denke, dass ich in dieser Geschichte ein Jahreshighlight gefunden habe.

Bewertung: 5 von 5.

Habt ihr „Malibu Rising“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Malibu Rising


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