Welcher HARRY POTTER ist der BESTE? – Ein Update zu 2019

Welcher HARRY POTTER ist der BESTE? – Ein Update zu 2019

Vor fast drei Jahren habe ich einen Beitrag hochgeladen, in dem ich die sieben Harry Potter-Bücher (nach meinem persönlichen Empfinden) gerankt habe. Der Beitrag erfreute sich damals großer Beliebtheit und zählt auch heute noch zu den am regelmäßigsten geklickten Posts auf lilablumenwiese.com. Da ich aktuell wieder voll im Harry Potter-Fieber bin und gerade erst einen Reread aller sieben Bücher hinter mir habe, dachte ich es, es wäre sinnvoll, ein Update dieses Rankings zu schreiben. Es ist nämlich tatsächlich so, dass sich meine Meinung, welcher Harry Potter-Teil denn nun der beste ist, ein bisschen geändert hat. Wie genau erfahrt ihr heute! Viel Spaß :) DISCLAIMER: ich distanziere mich deutlich von den Aussagen J. K. Rowlings und trenne Werk und Autorin strikt. Harry Potter ist nicht Frau Rowling.

Platz 7: 2022: Harry Potter und der Orden des Phönix I 2019: Harry Potter und der Orden des Phönix

Es sind Sommerferien und wieder einmal sitzt Harry bei den unsäglichen Dursleys fest. Doch diesmal treibt ihn größere Unruhe denn je – warum erfährt er nichts über die dunklen Mächte, die inzwischen neu erstanden sind? Noch ahnt er nicht, was der geheimnisvolle Orden des Phönix gegen Voldemort ausrichten kann … Doch dann schlägt der Dunkle Lord wieder zu. Harry muss seine Freunde um sich scharen, sonst gibt es kein Entrinnen (Klappentext)

Wie auch 2019 empfinde ich „Harry Potter und der Orden des Phönix“ auch 2022 noch als den schwächsten Teil der Reihe. In meinen Augen ist er mitunter zu lang, ohne dabei wirklich viel zu sagen. Das merkt man auch daran, dass es sich zwar um das längste Buch, aber den kürzesten Film handelt. 138 Minute dauert die Verfilmung des fünften Bandes. Man könnte jetzt einwenden, dass natürlich auch einige Szenen fehlen (z.B. der Besuch im St. Mungos oder Harry und Cho Changs katastrophales Valentinstagsdate), aber wenn man ehrlich ist, tragen die Szenen nicht so stark zur Handlung bei, als dass sie unbedingt nötig gewesen wären. Harry ist meiner Meinung nach in diesem Teil auch am unsympathischsten. Ich gehöre eigentlich zu den Menschen, die den Protagonisten der Reihe gerne mögen, aber hier geht er selbst mir auf die Nerven. Schwer pubertär und mitunter sehr zickig agiert er hier. Die Szene, in der er sich tierisch darüber aufregt, dass Ron Vertrauensschüler geworden ist und nicht er, kann ich kaum aushalten. Was ich auch nicht so mag ist die Tatsache, dass Dumbledore kaum mit Harry redet (ja, er hat seine Gründe, aber es ist trotzdem ätzend) und natürlich Umbridge, zu der ich vermutlich nicht mehr sagen muss. Natürlich hat der fünfte Teil auch seine Momente, aber insgesamt ist er nunmal der Teil, den ich am wenigsten mag und den ich am ehesten überspringe.

Platz 6: 2022: Harry Potter und die Kammer des Schreckens I 2019: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich waren: Harry Potter. Doch wie im vergangenen Schuljahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in der Schule. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten befreien können? (Klappentext)

Auch hier hat sich meine Platzierung nicht geändert. Dem zweiten Teil fehlt es ein bisschen an Magie beziehungsweise an Erklärungen. Eine der Besonderheiten des ersten Teils ist es ja, dass man gemeinsam mit Harry in die magische Welt eingeführt wird und alles das erste Mal erlebt. Das ist einfach magisch und ganz besonders. Im zweiten Teil kennen wir dann schon ziemlich viel der magischen Welt und im Vergleich mit den anderen Teilen wird auch nicht mehr so viel neues eingebaut. Klar, da wäre Dobby und Harrys Begegnungen mit Tom Riddle, aber die Magie des ersten Teils ist in „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ einfach nicht mehr ganz so präsent. Auch folgt der zweite Teil eigentlich einer ähnlichen Handlung/einem ähnlichen Aufbau wie sein Vorgänger und wird dadurch ein kleines bisschen umkreativ. Trotzdem liebe ich Teil 2 natürlich auch!

Platz 5: 2022: Harry Potter und der Feuerkelch I 2019: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Harrys viertes Schuljahr in Hogwarts beginnt und ein Wettkampf hält die Schüler in Atem: das Trimagische Turnier, in dem Harry eine Rolle übernimmt, die er sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Natürlich steckt dahinter das Böse, das zurück an die Macht drängt: Lord Voldemort. Es wird eng für Harry. Doch auf seine Freunde und ihre Unterstützung kann er sich auch in verzweifelten Situationen verlassen (Klappentext)

Huch, wie konnte das denn passieren? 2019 war „Harry Potter und der Feuerkelch“ noch meine Nummer 1 und jetzt landet der vierte Band plötzlich auf Platz 5? Natürlich finde ich den vierten Teil immer noch unglaublich spannend, aber irgendwie hat bei meinem letzten Reread die Magie gefehlt. Das Trimagische Turnier, das ich früher so toll fand, empfinde ich jetzt als gar nicht mehr so besonders. Und irgendwie hat mich der Teil emotional nicht mehr so abgeholt wie noch vor einigen Jahren. Bei den anderen Teilen, die im Ranking noch kommen, hat es dieses Mal einfach mehr gefunkt und daher ist mein eigentlich so geliebter Feuerkelch so abgestürzt.

Platz 4: 2022: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I 2019: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die übrigen Horkruxe zu finden. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen. Mit Ron und Hermine an seiner Seite begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise durch das ganze Land. Als die drei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch welche Wahl er auch trifft – am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten … (Klappentext)

Mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ findet die Reihe ihr Ende. Für mich ist der siebte Teil der emotionalste, aber auch der, der sich am wenigsten nach Harry Potter anfühlt. Daher ist er einen Platz nach unten gerutscht, 2019 lag er auf Platz 4. Ohne Hogwarts, Quidditch und die ganzen kostbaren Momente im Gryffindor Gemeinschaftsraum fehlt hier einfach irgendwas. Es gibt viele, viele Seiten, in denen lediglich Harry, Ron und Hermine auftreten, alles ist düster und ernst und die Freunde werden auf eine harte Probe gestellt. Dennoch gibt es auch viele Dinge, die ich am siebten Teil sehr schätze. Ron und Hermine bekommen hier noch einmal mehr Tiefe, ich mag wie ihre Beziehung endlich den nötigen Raum bekommt. Ich mag auch, wie am Ende alles zusammengeführt wird und es alles Sinn ergibt. Und ich liebe den Epilog! Vermutlich gehöre ich auch zu den wenigen Menschen, die Harry und Ginnys Entscheidung ihre Kinder James, Albus und Lily zu nennen mag. In meinen Augen ist es eine liebenswerte Hommage an Harrys Eltern und an Dumbledore, mit dem Harry sich ja doch irgendwie ausgesprochen hat. Auch dass Albus mit Zweitnamen Severus heißt, finde ich eigentlich eine schöne Idee. Klar, Snape war nicht unbedingt ein netter Mensch, aber er war, wie Harry selbst sagt, ein unglaublich mutiger Mann, der ernsthafte Reue gezeigt hat und inbrünstig lieben konnte. Was ich am siebten Teil allerdings am allerwenigsten mag ist die Tatsache, dass er der letzte ist. Klar, es gibt noch „Harry Potter und das verwunschene Kind“, aber irgendwie zählt das nicht so richtig. Für mich jedenfalls nicht.

Platz 3: 2022: Harry Potter und der Gefangene von Askaban I 2019: Harry Potter und der Halbblutprinz

Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Doch Harry wird behandelt wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher es auf Harry abgesehen hat? Mit Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat und Rache aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen (Klappentext).

Als ich die Harry Potter-Romane das erste Mal gelesen habe, mochte ich an Band 3 nicht, dass Harry hier am Ende nicht Voldemort begegnet. Nach den ersten beiden Teilen hatte ich mich so darauf eingestellt, dass ich nach dem dritten Teil ehrlich etwas enttäuscht war. Das habe ich auch schon 2019 in meiner Begründung für den damaligen fünften Platz geschrieben. Mittlerweile hat sich meine Meinung zum dritten Potter-Band geändert. Und das liegt auch daran, dass ich Remus Lupin bei meinem letzten Reread noch einmal ein Stückchen mehr ins Herz geschlossen habe. Für mich ist er eine der tragischsten, aber auch liebenswürdigsten Personen im ganzen Harry Potter-Universum und im dritten Teil hat er einfach am meisten „Screen“ Time. Aber auch generell die Tatsache, dass wir im dritten Teil so viel mehr über Harrys Eltern und die Rumtreiber erfahren, dass Snape mehr Tiefe bekommt und die Gryffindors ENDLICH den Quidditch-Pokal gewinnen macht „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ so besonders. Ach ja, und dann wäre da natürlich noch Sirius Black, der so verdammt wichtig für Harry ist. Vielleicht mag ich Teil 5 auch deshalb einfach nicht, weil Sirius Harry da wieder weggenommen wird.

Platz 2: 2022: Harry Potter und der Halbblutprinz I 2019: Harry Potter und der Stein der Weisen

Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zauberschule. Um Harry gegen das Böse zu wappnen, erforscht Dumbledore mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem »Halbblutprinzen« gehörte, ihm helfen kann? (Klappentext)

Hach ja, der sechste Teil! Bei vielen glaube ich eher unbeliebt, ich liebe ihn aber sehr. Der sechste Teil hat soo viele lustige Momente und ich liebe die ganze Liebe, die zwischen den Figuren in der Luft liegt. Dass sich Ron und Hermine annähern (und zwischendurch hassen), dass Harry sich in Ginny verliebt und Ginny endlich mal richtig viel zu sagen hat. Und ich liebe auch sehr, dass wir so viel über Voldemort erfahren. Mit dem Teil ist aus ihm endgültig ein plastischer Bösewicht geworden. Einer, der zwar immer noch grausam und böse ist, aber dennoch eben auch einer, der ein Motiv hat. Eine Geschichte. So abstrus das Motiv auch sein mag. Und seine Geschichte ist ja auch irgendwie traurig. Er hatte fast ähnliche Startvoraussetzungen wie Harry und doch ist auch ihm ein komplett anderer Mensch geworden. Ich mag auch die Szene fast ganz zum Schluss, als alle im Krankenflügel sind und sich die Weasleys mit Fleur aussöhnen und Tonks und Lupin, hach. Ihr seht, ich habe wirklich sehr viel übrig für diesen vorletzten Teil der Harry Potter-Reihe. Dass Dumbledore stirbt, ist natürlich traurig, aber aus dramaturgischer Sicht zu 100% nachvollziehbar.

Platz 1: Harry Potter und der Stein der Weisen I 2019: Harry Potter und der Feuerkelch

Bis zu seinem elften Geburtstag glaubt Harry, er sei ein ganz normaler Junge. Doch dann erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll – denn er ist ein Zauberer! In Hogwarts stürzt Harry von einem Abenteuer ins nächste und muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen. (Klappentext)

Der erste Teil muss einfach ganz oben stehen. „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist mit Abstand der magischste Teil der Reihe. Mit ihm beginnt die große Reise und meine große Liebe für den Jungen, der überlebte. Dieser Auftakt, der mich als Leserin in eine Welt geführt hat, die von da an mein Zuhause und mein Zufluchtsort war, wird für immer zu meinen Lieblingsbücher gehören. Auch aus literarischer Perspektive gehört „Harry Potter und der Stein der Weisen“ natürlich an die Spitze eines jeden Harry Potter-Rankings.

Welchen Harry Potter findet ihr am besten?

xoxo Ruth



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