Fünf Bücher, die ich nicht lesen will und warum

Mein Buchgeschmack ist würde ich sagen, ziemlich weit gefächert. Ich mag viele verschiedene Genre und lese meist auch bunt gemischt. Dabei gibt es natürlich immer mal wieder Phasen, in denen ich bestimmte Genre lieber mag als andere, aber grundsätzlich mag ich eigentlich fast alles, was es so gibt. Und ich bin auch offen, Neues auszuprobieren. Aber dennoch gibt es dann einzelne Bücher, die mich einfach nicht reizen. Ganz unabhängig davon wie groß ihr aktueller Hype oder wie gut ihre durchschnittliche Goodreads-Bewertung ist. Heute möchte ich euch daher Bücher, die ich nicht lesen will vorstellen und auch erklären, warum ich besagte Bücher nicht lesen möchte. Natürlich kann sich meine Meinung dazu auch noch irgendwann wieder ändern, aber aktuell reizen mich diese Geschichten einfach nicht.

„Throne of Glass“-Reihe von Sarah J. Maas

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten (Klappentext von Band 1)

Ich gebe zu, der Klappentext klingt nicht schlecht und ich denke auch nicht, dass mir die Bücher, wenn ich sie dann doch lesen würde, gar nicht gefielen, aber ich habe dennoch einige Gründe, sie nicht zu lesen. Von Sarah J. Maas habe ich bereits die ersten beiden Teile der „Das Reich der sieben Höfe“-Reihe gelesen und fand die damals auch gut, allerdings ist so gut wie nichts davon wirklich bei mir hängen geblieben. Und der Schreibstil war mir im Nachhinein auch zu übertrieben poetisch. Der Hauptgrund, warum ich ihre „Throne of Glass“-Reihe nicht lesen möchte, ist aber ein ganz anderer. Die Reihe umfasst aktuell sieben Teile und alle Teile haben mindestens 500 Seiten – das ist mir schlicht und einfach viel zu viel. Ich mag Reihen zwar, aber eigentlich lese ich doch lieber Einzelbände. Oder aber ich muss von Beginn an dabei sein, während eine Reihe sich noch aufbaut. Ich weiß, einige lieben es, sich ewig in so langen Reihen zu träumen, mir ist das aber schlicht und einfach zu viel. Und deshalb werden „Throne of Glass“ und ich wohl eher keine Freundinnen mehr in diesem Leben.

„Shades of Grey“-Reihe von E. L. James

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren: Anastasia Steele! Doch dann lernt sie den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Eigentlich möchte sie ihn schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber auch darum bemüht: Sie kommt nicht von ihm los. Christian führt Ana in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe ein – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht  (Klappentext).

Den Reiz, der von Büchern ausgeht, die zu 85% aus Sexszenen bestehen, habe ich noch nie verstanden. Ich will damit niemandem die Freude an solchen Büchern absprechen, jeder darf und sollte das lesen können, was er möchte, für mich persönlich sind Erotikromane aber einfach nichts. Ich habe ja schon Probleme mit den erotischen Szenen in den meisten New Adult-Romanen, wie soll ich dann eine Geschichte aushalten, in der Sex so eine dominante Rolle einnimmt? Ich finde zudem das Frauenbild, das in den Shades of Grey-Büchern vermittelt wird, problematisch. Ich gehe jetzt also einfach mal davon aus, dass die Bücher von E. L. James wohl nie in meinem Bücherregal ein Zuhause finden werden.

„Am Ende sterben wir sowieso“ von Adam Silvera

Was wäre, wenn das Schicksal bei dir anklopft, um dich vor deinem bevorstehenden Tod zu warnen? Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus einen solchen Anruf. Von den sogenannten Todesboten, die die undankbare Aufgabe haben, ihnen die schlechten Neuigkeiten zu überbringen: Sie werden heute sterben. Noch kennen sich die beiden nicht, doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Die gute Nachricht lautet, dass es dafür eine App gibt: Sie heißt „Letzte Freunde“ und durch sie werden sich Rufus und Mateo begegnen, um ein letztes großes Abenteuer zu erleben – und um gemeinsam ein ganzes Leben an einem einzigen Tag zu verbringen (Klappentext).

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch mit in mein Ranking aufnehmen soll. Es ist nicht so, dass ich nicht schon das ein oder andere Mal mit dem Gedanken gespielt hätte, das Buch zu kaufen. Durch den Hype auf TikTok steht es ja mittlerweile (wieder) in fast jeder Buchhandlung und wartet darauf, gekauft und dann auch gelesen zu werden. Ich habe allerdings das Gefühl, dass ich durch das ständige Vorkommen dieses Buch in den sozialen Medien schon zu viel von der Geschichte weiß und der Überraschungseffekt nicht mehr da sein wird. Außerdem schrecken mich die dann doch eher gemischten Erwartungen etwas ab. Letztlich bin ich mir bei dem Buch allerdings doch noch am wenigsten sicher, dass ich es wirklich niemals lesen werde.

„Twilight“-Reihe von Stephenie Meyer

Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …  (Klappentext von Band 1)

Als ich letztes Jahr in den USA war, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben die „Twilight“-Filme gesehen. Jap, ihr habt richtig gelesen, zum ersten Mal. Die Bücher habe ich dementsprechend auch nicht gelesen. Als 2005 der erste Teil ausgekommen ist, konnte ich noch gar nicht lesen und war auch für die Folgebände immer viel zu jung. Als die Filme rauskamen, konnte ich zwar lesen, aber habe das nicht so gerne getan und mich auch einfach nie für diese Vampir-Geschichte interessiert. Mittlerweile gibt es auch einfach so viel Kritik an der Geschichte und auch an der Autorin, dass ich sie jetzt auch einfach nicht mehr genießen könnte. Bei einem Film geht das noch irgendwie, aber bei einem Buch fände ich das sehr anstrengend und würde irgendwie auch meine Lebenszeit verschwenden. Twilight hat einfach irgendwie nie in meine Lebenssituation gepasst und jetzt bin ich auch irgendwie zu alt. Durch die Filme weiß ich ja jetzt, was passiert, aber in den Büchern will ich das nicht nochmal detailliert nachlesen. Bella würde ich als Protagonistin auch vermutlich überhaupt nicht mögen. In den Filmen fand ich sie auch sehr anstrengend.

„Dune“ von Frank Herbert

Das atemberaubende Panorama unserer Zivilisation in ferner Zukunft – und eine Welt, die man nie vergisst: Arrakis, der Wüstenplanet. Einzigartig, herrlich – und grausam. Und doch haben es die Menschen geschafft, sich dieser lebensfeindlichen Umwelt anzupassen …  (Klappentext)

Hat eigentlich irgendjemand „Dune“ zu Ende gelesen? Ich sehe ständig und überall nur Menschen, die es versuchen, aber dann doch wieder aufgeben. Ich habe den Film gesehen und fand ihn, ehrlich gesagt, ziemlich trocken (super Wortspiel, wenn man bedenkt, dass er in einer sehr trockenen Wüste spielt, oder?) und langweilig. Ich weiß, dass der Film nur ungefähr die Hälfte des ersten Romans abdeckt und die zweite Hälfte sonnender sein soll. Das Buch hat nun aber 800 Seiten und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich, genau wie so viele andere auch, an den 400 langweiligen Seiten scheitern werde. Ich habe dieses Buch betreffend aber auch keinen Ehrgeiz und finde es wirklich nicht schlimm, dass ich es nicht lesen möchte. Science Fiction ist ja sowieso kein Genre, das ich sonderlich regelmäßig lese.

Welche Bücher möchtet ihr aus welchen Gründen nicht lesen?

xoxo Ruth

Fünf Bücher

6 Replies to “Fünf Bücher, die ich nicht lesen will und warum

  1. Hallo Ruth,
    zu dicke Bücher können mich auch durchaus abschrecken. Ich habe schon einige Bücher der ToG-Reihe gelesen. Hänge jetzt aber auch mitten drin fest, eben weil mich der nächste Band aufgrund der dicken Seitenzahl und der Aussicht darauf, dass diese Geschichte aus der Perspektive eines Charakters erzählt werden wird, der mir nicht ganz so zusagte,abschreckt.
    Am Ende sterben wir sowieso habe ich tatsächlich auf dem SuB liegen und freue mich auch schon sehr darauf. Ich habe allerdings nicht so viel von dem Hype mitbekommen und bin daher auch noch nicht angespoilert worden.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

    1. Liebe Tanja,
      vielen dank für deinen Kommentar! Oh je, da hätte ich an deiner Stelle dann auch große Probleme, weiter zu lesen!
      Der Hype zu „Am Ende sterben wir sowieso“ spielt sich, meine Erfahrung nach, hauptsächlich auf TikTok ab. Bist du denn da viel unterwegs oder eher nicht?
      Liebe Grüße
      Ruth

  2. Guten morgen,

    Ich habe „nur“ die Shades of Grey Reihe gelesen und seitdem mag ich auch keine Erotikromane mehr lesen. Wenn in Büchern dann doch noch einige Sexszenen vorkommen, überfliege ich es meistens.
    Vor Jahren sah ich mal den ersten „Twilight“ Film auf DVD bei einer Freundin und der hatte mir voll und ganz gereicht, außerdem als Fan der Blutsauger, Vampire glitzern NICHT *lach* nee nee die Reihe wurde echt zu unrecht gehypt.

    LG Sheena

    1. Liebe Sheena,
      danke für deinen Kommentar! Ich überfliege Sexszenen auch meistens. Die müssen schon sehr gut geschrieben sein, damit ich sie ausführlich lese, haha. Und ja, Twilight ist einfach problematisch, haha😂
      Liebe Grüße
      Ruth

  3. Sehr interessanter Beitrag, vieles teile ich. Ich habe von den oben genannten Büchern tatsächlich auch nur die Twilight-Reihe gelesen und mag sie sehr. Was wohl daran liegt, dass ich im richtigen Alter damals war. Die anderen deiner genannten Bücher reizen mich auch wenig bis gar nicht. Genau aus den von dir genannten Gründen.

    1. Liebe Jenny,
      danke für deinen Kommentar! Ja, ich denke, bei Twilight kommt es wirklich sehr aufs Alter an. Als Teenager kann man sich richtig reinträten und denkt gar nicht so sehr darüber nach, ob etwas jetzt vielleicht problematisch ist oder nicht und das ist auch vollkommen okay!
      Ich wünsche dir einen schönen Tag :)

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