Rezension: Places We’ve Never Been von Kasie West

Heute habe ich die Rezension zu „Places We’ve Never Been“ von Kasie West für euch vorbereitet. Mich hat das Buch in der Buchhandlung sowohl wegen des Covers, als auch aufgrund des Klappentext angesprochen. Der verspricht nämlich einen epischen USA-Roadtrip. Und da ich genau so einen Roadtrip dieses Jahr selbst gemacht habe, musste ich es einfach mitnehmen und so schnell es geht lesen. Wie mir der Roman letztlich gefallen hat, erfahrt ihr heute!

Infos zum Buch:

Titel: Places We’ve Never Been I Autorin: Kasie West I Genre: Jugendbuch, YA Romance, Roadnovel I Verlag: Random House LCC US I 336 Seiten I Erscheinungstermin: 31.05.2022 I verschiedene Preise, Taschenbuch aktuell ca. 11€ I ISBN: 978-0-593-57254-2 I Zum Buch I Keine deutsche Übersetzung bisher

Darum geht’s:

Norah Simons’s summer road trip is going to be absolutely perfect. She’s leaving California for the first time in her life. She’s interviewing at her dream college (the place for future video game animators). And she’s reconnecting with her childhood friend, Skyler Hutton—the boy who taught her to draw, the boy she’s never forgotten about after all these years. What could go wrong? Cue the RV filled with three siblings, two moms, one bathroom, and years of memories, and suddenly this trip isn’t quite the vacation Norah was hoping for—especially when Skyler makes it clear he would rather be anywhere but here. But Norah isn’t one to give up without a fight. And as the families travel from desert heat to mountain vista, sparks begin to fly between these two ex–best friends—after all, friendship doesn’t just fade away. Does it? 

“Norah, breathe,” Willow said with a laugh.

West, Kasie: Places We’ve Never Been. Penguin Random House LLC, New York.

Handlung:

In Kasie Wests „Places We’ve Never Been“ werden wir mit auf einen Roadtrip durch den Westen der USA genommen. Als Leser*in reisen wir so gemeinsam mit den Figuren ins Death Valley, in den Zion National Park oder auch nach Seattle. Tatsächlich gab es eine ganze Reihe an Orten, die ich auch selbst schon besucht habe, was für mich das Leseerlebnis sehr positiv beeinflusst hat. Ich habe zu den meisten Orten eine persönliche Verbindung und weiß, wie die Orte aussehen, da ich sie mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Aber auch Leser*innen, die durch dieses Buch die Reise machen, können sich auf anschauliche Beschreibungen gefasst machen. Der Spaß am Reisen wird auf jeden Fall vermittelt und „Places We’ve Never Been“ stellt die Natur der USA von ihrer besten Seite dar. Die Roadtrip-Stimmung kommt hier einfach richtig gut zur Geltung!

Die Liebesgeschichte fand ich sehr süß. Wir haben es im Grunde mit einer Friends to Lovers-Geschichte zu tun – das mag ich allgemein ja sehr – aber es gab hier doch die ein oder andere kleine Abwandlung des Tropes! Die Umsetzung fand ich aber gelungen. Es gibt viele schöne Momente zwischen den Figuren und was mir besonders gut gefallen hat, ist die Konfliktlösung am Schluss. Die ist nämlich viel besser verlaufen als gedacht oder eher befürchtet.

Figuren:

Protagonistin und Erzählerin ist Norah, die mir sehr sympathisch war. Sie hatte viel Witz und ihre Leidenschaft für Kunst wurde sehr gut vermittelt. Nur hatte ich Schwierigkeiten, nachzuvollziehen warum sie sich so für Videospiele interessiert. Das wurde in meinen Augen nicht so richtig deutlich. Während der Reise wird Norah mit drei Problemen konfrontiert: erstens scheint ihr eigentlich bester Freund überhaupt keine Lust auf sie zu haben, zweitens sieht sie sich mit einem Geheimnis auf Seiten der Erwachsenen konfrontiert, hinter das sie gerne kommen möchte und drittens ist da ja auch noch das Interview an der Uni in Seattle. In meinen Augen geht sie mit allen drei Problemen unterschiedlich um. Das erste und das dritte Problem löst sie nachvollziehbar, beim zweiten Problem hatte ich immer mal wieder Schwierigkeiten mit Norahs Verhalten und ihren Entscheidungen.

Skyler war etwas schwierig zu durchschauen, da er zu Beginn sehr distanziert und unnahbar war. Aber er taut auf und in der Kommunikation mit Norah werden die Gründe für sein Verhalten schließlich nachvollziehbar und verständlich.

Das Figurenensemble in „Places We’ve Never Been“ ist für eine YA-Geschichte recht groß. Insgesamt gibt es sieben Figuren, die mit auf dem Roadtrip sind und eine weitere, Norahs beste Freundin, mit der über SMS Kontakt gehalten wird und die daher meist nur indirekt auftritt. Aber ich mochte die vielen Figuren, die irgendwie auch sehr unterschiedlich waren, aber doch gut miteinander harmoniert haben.

Schreibstil:

Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht. Man konnte ihn gut nachvollziehen und er hat einen schnell in die Geschichte gesogen. Mir sind keine sprachlichen Besonderheiten aufgefallen, aber das muss ja auch nicht immer sein. Insgesamt trägt der Schreibstil auf jeden Fall dazu bei, dass man sich in der Geschichte wohl fühlt und allen Handlungssträngen gut und sicher folgen kann.

Fazit:

Insgesamt ist „Places We’ve Never Been“ eine süße Roadtrip-Geschichte über Freundschaft, Liebe und Familie. Es ist ein Wohlfühlbuch für Zwischendurch, bei dem man nicht viel nachdenken muss und sich berieseln lassen kann. Leider führt das auch dazu, dass nicht allzu viel dauerhaft im Gedächtnis bleibt und ich auch Schwierigkeiten beim Verfassen dieser Rezension hatte. Aber das Leseerlebnis war sehr schön und ich habe mich jedes Mal gefreut, wieder zu Norahs Geschichte zurückzukehren. Insgesamt das perfekte Buch für zwischendurch, das wenig Anstrengung erfordert. Ich gebe vier Sterne. Auch weil ich mich so gut gefühlt habe und ich die Beschreibungen der verschiedenen Orte in den USA sehr mochte.

Bewertung: 4 von 5.

Habt ihr „Places We’ve Never Been“ schon gelesen?

xoxo Ruth

Rezension: Places We've Never Been

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