Tipps für Weihnachten in New York

Am Ende meines Auslandspraktikums letztes Jahr durfte ich noch etwas ganz besonderes erleben: New York City in der (Vor-)Weihnachtszeit. Das war ein Traum, den ich mir schon sehr lange erfüllen wollte und ich muss zugeben, ich hätte nie ewiglich gedacht, dass er tatsächlich eines Tages in Erfüllung gehen würde. Aber das ist er. Heute möchte ich euch endlich Tipps und Empfehlungen für Weihnachten in New York geben. Noch mehr New York Empfehlungen gibt’s übrigens hier.

Allgemeine Tipps für eure Reise:

Dauer der Reise:

Ich habe es in all meinen vergangenen New York-Guides bereits geschrieben, aber ich wiederhole es auch hier nochmal: In New York kann man unglaublich viel Zeit verbringen. Aber Zeit und Geld sind begrenzt, also muss man sich für einen Zeitraum entscheiden. Wenn ihr das erste Mal in New York seid und dann auch noch zur Weihnachtszeit, würde ich euch eine Aufenthaltsdauer von 5-7 Tagen empfehlen. So habt ihr genug Zeit, typische New Yorker Sehenswürdigkeit zu besuchen, es bleibt euch aber auch genug Zeit für extra weihnachtliche Aktivitäten, die man sonst vielleicht eher nicht machen würde. Wenn ihr schonmal in New York wart, reichen auch 3-5 Tage aus. Grundsätzlich gilt zu beachten, dass man im Dezember deutlich weniger vom Tag hat als im Juli. Es wird später hell und früher dunkel. Man schafft deutlich weniger am Tag. Ihr solltet also ein bisschen mehr Zeit einplanen als im Sommer.

Unterkunft:

Nach wie vor gilt für Manhattan: Übernachtung ausschließlich in Hotels! Die Stadt hat AirBnB für gesamt Manhattan verboten und auch andere Apartments, die man vermeintlich über Booking oder ähnliche Seiten buchen kann, kann man tatsächlich erst ab einem Zeitraum von +1 Monat buchen. Ich würde euch immer empfehlen, in Manhattan zu übernachten. Da ist man einfach am schnellsten an allen wichtigen Orten. Bucht eure Unterkunft rechtzeitig im Voraus, da alles sehr

Im November oder im Dezember reisen?

Da ist die Antwort nicht schwer, reist unbedingt im Dezember nach New York, wenn ihr die Stadt in voller Weihnachtsblüte erleben wollt. Traditionell dekorieren viele Amerikaner*innen nämlich erst nach Thanksgiving (= der letzte Donnerstag im November) weihnachtlich. Auch der berühmte Weihnachtsbaum am Rockefeller Center wird dann erst (dieses Jahr ab dem 30.11.) in seinen bunten Lichtern erstrahlen. Sicherlich gibt es auch erste Dekorationen im November, aber erst im Dezember kann man von der richtigen New Yorker Weihnachtserfahrung sprechen.

Auf der Suche nach Weihnachtsdekorationen

Der Baum am Rockefeller Center

In New York City wimmelt es im Dezember von Weihnachtsbäumen in gigantischen Größen. So gut wie jeder öffentliche Platz ziert ein bunt geschmückter Tannenbaum, der im dunklen auch noch leuchtet. Der wohl bekannteste ist der am Rockefeller Center in Midtown Manhattan. Jedes Jahr wird hier ein riesiger Baum aufgestellt und mit über 50.000 LED-Lichtern geschmückt. Diese leuchten in den buntesten Farben. Direkt davor befindet sich außerdem eine Schlittschuhbahn (mehr zum Eislaufen in NYC weiter unten im Beitrag). Der Baum ist schön anzusehen, allerdings ist es dort auch ziemlich voll – pro Tag besuchen etwa 500.000 Menschen den Baum. Passt also unbedingt auch eure Wertsachen auf, wenn ihr dort seid.

Geschmückte Schaufenster und Fassaden von Geschäften

Gerade in Midtown entlang des Broadways und der 5th Avenue gibt es wahnsinnig viele Schaufenster und Hausfassaden zu bestaunen, die sehr pompös dekoriert sind. Das Traditionskaufhaus Macy’s am Herald Square gibt sich jedes Jahr besonders viel Mühe bei der weihnachtlichen Gestaltung seiner Schaufenster und Hausfassade. Und auch innen drin wartet ein regelrechtes Weihnachtsparadies darauf, entdeckt zu werden.

Gegenüber vom Rockefeller Center auf der 5th Avenue befindet sich ein weitere Kaufhaus. Die Fassade von Saks Fifth Avenue verwandelt sich im Dezember in eine von Musik begleitete Lichtshow. Zwischen 17 und 23 Uhr kann man das Spektakel alle 10 Minuten bestaunen. Und sich danach direkt umgehen und den Rockefeller Baum begutachten.

Die Cartier-Filiale an der 5th Avenue wird jedes Jahr von einer riesigen roten Schleife verziert. Da macht Window-Shopping doch direkt noch mehr Spaß! Ansonsten gibt es einfach überall in Manhattan spektakuläre Weihnachtsdekorationen entdecken. Neben Weihnachtsbäumen sind das zum Beispiel übergroße Christbaumkugeln oder gigantische Zuckerstangen. Ihr könnt Weihnachten in dieser Stadt einfach nicht entfliehen!

Weihnachtsdekoration an privaten Wohnhäusern

Aber nicht nur Geschäfte und öffentliche Plätze sind in New York festlich dekoriert, auch die Wohnhäuser verbreiten weihnachtliche Stimmung. Mein Favorit ist dafür die Upper East Side. Hier ist es nicht so wuselig und die hübsch dekorierten Hauseingänge lassen sich in aller Ruhe bestaunen und fotografieren.

Was ich letztes Jahr leider nicht mehr geschafft habe, ich aber dennoch gerne mit in diesen Beitrag aufnehmen möchte, sind die Christmas Lights in Dyker Heights, Brooklyn. Hier sind die Häuser extra pompös und spektakulär dekoriert. Mehr Infos gibt’s hier.

Eislaufen in NYC

Eislaufen ist ein Must Do, wenn man zur Weihnachtszeit in New York ist. Ich habe euch die drei beliebtesten Schlittschuhbahnen einmal rausgesucht und auch die Preise miteinander verglichen. Gerade für die Eislaufbahn am Rockefeller Center solltet ihr bereit sein, auch mal ein bisschen mehr auszugeben, wenn ihr da unbedingt fahren wollt.

Eislaufbahn am Rockefeller Center

Der bekannteste Ort zum Schlittschuhlaufen ist die Eislaufbahn am Rockefeller Center. Hier ist man mitten im Geschehen und ganz nah an dem riesigen Weihnachtsbaum. Ihr kauft Tickets für einen Zeitslot, die dann je nach Tag und Uhrzeit unterschiedlich teuer sind. Der Schlittschuhverleih ist beim Rockefeller Center im Ticketpreis mit inbegriffen. Die günstigsten Tickets, die es aber nur im November gibt, wenn der Baum noch nicht leuchtet, kosten 21$. Im Dezember kosten die Tickets dann zwischen 38$ und 65$ pro Person. Auch hier solltet ihr möglichst weit im Voraus buchen, da die Tickets super schnell ausverkauft sind.

Wollman Rink im Central Park

Wir haben letztes Jahr leider keine Tickets mehr für die Bahn am Rockefeller Center bekommen und waren stattdessen beim Wollman Rink im Central Park. Hier kostet ein Ticket im November 15$ und im Dezember 25$ – 35$ (ab dem 14. Dezember sind die Tickets teurer). Der Preis für den Schlittschuhverleih wird extra berechnet. Wir waren damals übrigens direkt um 10 Uhr als die Bahn aufgemacht hat, dort. So war es zunächst noch wirklich leer und da man im Central Park sowieso nur auf Bäume und Gebäude im Hintergrund guckt, war es auch gar nicht schlimm, dass es nicht dunkel war.

Schlittschuh fahren im Bryant Park

Eine weitere Alternative bietet die Schlittschuhbahn im Bryant Park. Inklusive der Ausleihe von Schlittschuhen beginnen die Preise hier bei 18$ pro Person. Unabhängig davon ist der Bryant Park auch sehenswert. Zu Weihnachten gibt es hier nämlich auch einen Weihnachtsmarkt. Das „Christmas Village“ ist für amerikanische Verhältnisse wirklich süß und kommt europäischen Vorbildern zumindest etwas näher als andere Märkte.

Statt Musical: The Rockettes

Normalerweise ist es ein absolutes Muss, in New York ein Musical anzuschauen. Die gigantische Auswahl an bekannten und auch unbekannten Stücken sollte man sich nicht entgehen lassen. Eine Ausnahme ist jedoch die Showtanzgruppe „The Rockettes“. Die Christmas Spectacular-Show wird immer von Mitte November bis Anfang Januar täglich in der Radio City Musical Hall aufgeführt. Die Vorstellungen sind dabei über den ganzen Tag verteilt. Man kann die Tanzgruppe an einigen Tagen bereits um 10 Uhr morgens bestaunen, die letzte Aufführung findet um 22:00 Uhr statt. Auch hier sind die Ticketpreise wieder Abhängig vom Tag und der Uhrzeit der Aufführung und rangieren zwischen 56$ und stolzen 629$ (!). Das sind dann aber auch wirklich Plätze ganz, ganz vorne. Am teuersten ist erstaunlicherweise immer die 13 Uhr-Show.

Die Christmas Spectacular Show wird seit 1933 aufgeführt. Bekannt sind die Rockettes für ihren besonders synchronen und linienhaltigen Formationstanz mit 36 Tänzerinnen, bei dem teilweise die Formation in gerader Linie als Ganzes rotiert oder zwei Teilformationen von 18 Tänzerinnen gegenläufig oder gleichläufig rotieren (via Wikipedia). Die Show ist wirklich spektakulär und die Amerikaner*innen lieben sie wirklich sehr. Es wird geklatscht, gesungen und sich sehr laut gefreut. Wenn ihr also die Extradosis amerikanischer Weihnachten nicht verpassen wollt, dann stattet den Rockettes einen Besuch ab. Wie immer gilt übrigens: an offiziellen Verkaufsständen rund um den Times Square bekommt man spontan günstigere Tickets als im Vorverkauf.

Extra: New York für Zuhause

So ein Reise nach New York ist immer teuer, aber zu Weihnachten noch einmal besonders. Es ist daher absolut nicht schlimm, wenn ihr euch eine solche Reise (aktuell) nicht leisten könnt oder wollt. Damit ihr für Zuhause aber doch ein bisschen New Yorker Weihnachtsfeeling bekommt, habe ich einen Serientipp für euch: Dash & Lily. Seit 2020 ist diese Buchverfilmung auf Netflix verfügbar. Neben der süßen Liebesgeschichte überzeugt die Serie vor allem durch ihre tollen und atmosphärischen Aufnahmen des weihnachtlichen New York. Vielleicht entdeckt ihr einige der Orte aus diesem Beitrag ja in der Serie wieder? Ansonsten ist „Kevin – Allein in New York“ natürlich auch immer einen Rewatch wert!

Wart ihr schon zu Weihnachten in New York oder möchtet unbedingt mal hin?

xoxo Ruth

Weihnachten in New York

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