Angst //life

Eine Träne läuft meine Wange hinunter. Grundlos. Oder vielleicht doch nicht so grundlos. Ich habe Angst. Angst vor dem, das kommt. Angst vor der großen Freiheit. Wie kann ich Kontakt halten, wenn ich schon über die Ferien jedes mal das Gefühl habe, alle aus den Augen zu verlieren. Wie wird es sein, wenn wir uns nicht mehr täglich sehen. Werden wir immer noch lachen wie damals. Unbeschwert und frei? Werden wir immer noch die gleichen Ansichten, Prinzipien vertreten wie damals, als wir dachten, uns läge die Welt zu Füßen. Wie wird es sein, wenn ich nicht mehr zur Schule gehe? Wenn mein Leben auf einmal anders verläuft, eine andere Richtung findet. Auch wenn ich mich eigentlich freue. Auf neue Leute, neue Geschichten, neue Freiheiten. So groß wie die Freude, ist auch die Angst.

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Von Vintage-Stücken und persönlichen Erinnerungen //life

Seit Tagen, eigentlich seit Wochen, liegen mir meine Eltern in den Ohren. Ich solle doch bitte endlich meinen Kleiderschrank aufräumen. Mit Kleiderschrank meinen sie einen kleinen Raum innerhalb meines Zimmers, in dem sich etwas von der Heizung, meine ramponierte Kleiderstange und jede Menge Klumpatsch, den ich schon längst nicht mehr brauche. Ich schiebe es immer weiter auf, bestelle endlich eine neue Kleiderstange samt Kleiderbügel. Doch dadruch steigt meine Motitvation nur geringfügig an. Sooft habe ich diesen „Schrank“ schon halbherzig aufgeräumt in der Hoffnung, ihn endlich ordentlich halten zu  können. Und nie hat es geklappt. Eigentlich bin ich ein ordentlicher Mensch. Eiegentlich. Dann, an einem Dienstag, kann ich mich endlich dazu zwingen.

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Book Talk #1 //life

Ich bin spontan in der Buchhandlung und irgendwie zieht es mich direkt in die Abteilung für englischsprachige Bücher. „Milk & Honey“, um das ich schon ewig herumgeschlichen bin, springt mir direkt ins Auge. Ich gehe zum Regal, nehme es zum gefühlten 1000. Mal in die Hand. Durchblettere die Seiten. Schnappe immer mal wieder kleine Fetzten Poesie auf und will es direkt mitnehmen. Dann fällt mein Blick auf den Preis: 17€. Genauso viel wie die anderen Male auch. „Viel zu viel für ein Gedichtband“, denke ich erneut und stelle es wieder zurück ins Regal. Ich gehe zwei Schritte weg, nur um dann direkt wieder kehrt zu machen, um das Buch doch zu nehmen. Ich fahre mit der Hand über die glatte schwarze Oberfläche. Oh nein, diese Ausgabe hat einen Fleck. Also stelle ich sie zurück und tausche sie gegen ein andere, saubere Ausgabe. Die Leute um mich herum müssen auch denken, dass ich bescheuert bin, sooft wie ich dieses Buch jetzt schon aus dem Regal herausgenommen und wieder hereingestellt habe. Doch jetzt steht meine Entscheidung fest, ich werde dieses Buch kaufen.

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Wie ich lernte, meine Haare zu lieben + Outfit //life

Ich habe schon immer lockige Haare. Schon als Baby waren meine Haare dunkel und gelockt. Dann wurden sie irgendwann hellblond und die Löckchen kleiner und definierter. Fast meine ganze Kindheit und den Anfang meiner Jugend waren mein Haar gebürstet. Früher sah das ganz normal aus, gerade mit 8/9 hätte ich im Nachhinein sehr zufrieden mit meinen Haaren sein können. Erst später, mit einsetzen der Pubertät wurden meine Haare widerspänstig, kraus und einfach schrecklich. So habe ich das jedenfalls gesehen. Was hätte ich zu diesem Zeitpunkt nicht für einfache glatte Haare gegeben. Ich war absolut unzufrieden und ich erinnere mich an einige Heulkrämpfe zurück, wo ich völlig verzweifelt vor dem Spiegel stand, weil sich die Bürste mal wieder in meinem Berg an Haaren verhakt hatte.
Heute ist das nicht mehr so, ich liebe meine Haare und würde sie nicht mehr eintauschen wollen. Wie es dazu kam möchte ich euch heute gerne erzählen.

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Die Sache mit der Zeit //life

Zeit, die. Ein Nomen mit vier Wörtern. Vier Wörter, die in uns Menschen eine unglaubliche Wucht an Emotionen un Gefühlen auslösen können. Die Zeit ist als einzige in der Lage, unsere Wunden wirklich zu heilen und die Zeit kann uns Hoffnung schenken. In den meisten Fällen ruft die Zeit in den Menschen aber nur Gefühle von Angst und Hilflosigkeit hervor. Aber niemand möchte ängstlich oder hilflos sein.

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