Angst //life

Eine Träne läuft meine Wange hinunter. Grundlos. Oder vielleicht doch nicht so grundlos. Ich habe Angst. Angst vor dem, das kommt. Angst vor der großen Freiheit. Wie kann ich Kontakt halten, wenn ich schon über die Ferien jedes mal das Gefühl habe, alle aus den Augen zu verlieren. Wie wird es sein, wenn wir uns nicht mehr täglich sehen. Werden wir immer noch lachen wie damals. Unbeschwert und frei? Werden wir immer noch die gleichen Ansichten, Prinzipien vertreten wie damals, als wir dachten, uns läge die Welt zu Füßen. Wie wird es sein, wenn ich nicht mehr zur Schule gehe? Wenn mein Leben auf einmal anders verläuft, eine andere Richtung findet. Auch wenn ich mich eigentlich freue. Auf neue Leute, neue Geschichten, neue Freiheiten. So groß wie die Freude, ist auch die Angst.

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Noch EIN Jahr //life

Jedes Jahr in der letzten Schulwoche vor den Osterferien werde ich ein bisschen sentimental. Es ist die letzte Schulwoche der 12er, nach den Ferien kommen sie nur noch für die Abiturprüfungen zur Schule. Schon in der 5. Klasse fand ich diese Woche, die Mottowoche, spannend und traurig zugleich und den letzten Schultag der 12er bzw 13er auch. Zwar kannte ich in der 5 eigentlich niemanden aus der Oberstufe, aber dennoch hatte diese Woche immer etwas emotionales für mich. Die Abituriennten haben diesen besonderen Gesichtsausdruck, diese unbeschreibliche Mischung aus purem Glück und Trauer. Am letztem Schultag fließen Tränen und an meinem Gymnasium ist es so, dass die Abituriennten auf einer Art Balkon über dem Eingang stehen, alle in ihren Abisweatshirts gekleidet, und zu Musik den jüngeren Schülern zuwinken. Man kommt bestimmt eine halbe Stunde nicht ins Gebäude, sondern steht einfach da und schaut auf diesen Balkon.

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