ONE YEAR AGO TODAY: was sich in einem Jahr alles verändern kann

Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag. Heute vor einem Jahr. Der 22.06.2018 – das war der Tag, an dem ich die Schule abgeschlossen habe. Ich weiß noch genau wie ich mit meiner Schwester vor dem Spiegel stand und sie mir die Haare geglättet hat. Wie wir als Familie erst zur Kirche und dann zur Schule gefahren sind. Wie ich gemeinsam mit meinen Mitschülern in der Aula saß und auf den Moment gewartet habe, der 12 Jahre Schule abschließen sollte. Wie ich voller Stolz mein Abiturzeugnis und meine gesamte Zukunft in den Händen hielt. Und wie ich einen Ballon in den Himmel steigen ließ und mit ihm all meine Wünsche für das nächste und alle anderen Jahre. Heute ist der 22.06.2019. Ein Jahr ist vergangen. Ein Jahr, in dem sich nichts und irgendwie doch alles verändert hat. Aber lest selbst.

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Komm, wir sammeln Momente //diy

Heute gibt es endlich wieder ein DIY für euch, einen Momentesammler. Das ist ein Glas, in dem ihr all eure schönen Momente sammeln könnt. Die letzte Party, eine große Reise oder auch nur ein kleiner Alltagsaufheller. Die Idee ist gerade auf Pinterest und Tumblr sehr beliebt und ich zeige euch heute, wie ihr das am besten nachbasteln könnt!

Momentesammler – für kleine und große Erinnerungen

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Ihr braucht:

Einmachglas
Motivpapier
Fotokleber
Faden
Schere
Washi Tape
Stift

und natürlich ganz viele Erinnerungen ;)

So geht’s:

Zu erst wascht ihr das Einmachglas gründlich aus. Dann schneidet ihr euer Motivpapier so zu Recht, dass es genau auf den „geraden“ Teil des Glases passt und klebt auf die entsprechenden Stellen Fotokleber (am besten auf das Glas). Bevor ihr das Papier jetzt aber aufklebt, klebt das Washi Tape auf das Papier und schreibt noch etwas dazu. Dann könnt ihr das ganze vorsichtig und gerade aufkleben. Aus einem anderen Washi Tape bastelt ihr kleine Wimpel, die ihr auf den Faden klebt und anschließend oben am Glas befestigt. Jetzt müsst ihr nur noch eurer Erinnerungen und schönen Momente auf kleine Zettel schreiben und in euerem Momentesammler sammeln!

Viel Spaß beim nachbasteln und sammeln!

xoxo Lila

Sklave des Alltags //life

„Ich habe doch Zeit und außerdem ist das Wetter schön“, denke ich mir und steige spontan eine Haltestelle früher aus dem Bus. Es ist 11:50 Uhr und die Sonne lacht am Himmel. Ich schalte also meine Musik ein und laufe mit Kopfhörern im Ohr über die Straße. Ich atme die saubere Luft ein, habe das Bedürfnis die Arme aus zu breiten, meine Haare fliegen zu lassen und mich auf der Stelle zu drehen. Über mir die Blätter der Bäume, die im sanften Wind Rauschen. Marc Cohn flüstert „when I was walking in Memphis“ in mein Ohr. Langsam mache ich mich auf den Weg. Der Weg ist etwas länger als der, den ich normalerweise gehe, aber er führt nur an wenig Straßen vorbei und größtenteils ist er leise. Das einzige, was ich höre, sind die Vögel in den Bäumen, Kinderlachen von weit her und natürlich die Musik. Jetzt Hey there Delilah. Mein Lied zum träumen. Und so ist es auch. Ich träume mich hinfohrt in eine Welt, die ganz mir gehört. Es gibt nur mich, die Musik, die Natur und meinen Traum. Ich lebe einen schönen, perfekten Traum, der mich einen perfekten Moment lang von meinem Alltag und meinem Hausaufgabenstapel befreit.

Doch dann sehe ich unser Haus und wache auf aus meinem Traum. Betrete das Haus und bin wieder ein Sklave des Alltags. 

Aber einen Moment war alles perfekt und ich war frei. 


xoxo Lila

Gedanken zur Zeit //life

Mit der Zeit verhält es sich merkwürdig. Mal hat man das Gefühl, die Zeit rennt, rast an einem vorbei. Unaufhaltsam wie ein Zug, der mit Höchstgeschwindigkeit an uns vorbei rast. Und dann hat man das Gefühl, die Zeit würde schleichen. Fünf Minuten kommen einem vor wie eine Ewigkeit, die Zeiger auf der Uhr bewegen sich doch bestimmt langsamer als sonst, denken wir. Ich muss noch zwei Jahre in die Schule gehen. Als ich diesen Beitrag geschrieben habe, waren es noch genau 537 Tage bis zu meinem letzten „richtigen“ Schultag. Danach kommen nur noch die Prüfungen, dann die Verleihung der Abiturzeugnisse und schließlich noch der Abiball, der die wenig glamouröse Schulzeit mit ganz viel Glanz und Aufwand krönen soll. Während die meisten in meiner Stufe stönen: „Noch zwei Jahre, wie soll ich das denn überstehen? Das ist noch so lang!“, denke ich mir „Nur noch zwei Jahre? Zwei Jahre, das ist ein winziger Zeitraum, ein kleiner Teil eines ganzen Lebens.“

13768200_1771214959819406_335580107_nUhr: Daniel Wellington, Bluse: Esprit, Jeans: Hollister, Schuhe: Converse

 

Und so ist es in vielen anderen Situationen auch. Am einen Tag sind es noch 100 Tage, am nächsten eben nur noch 99. Etwas, was wir heute anfangen, kann morgen schon wieder vorbei sein. Auf etwas, auf das wir uns 100 Tage lang freuen, geht viel zu schnell vorbei, wenn es dann passiert. Am ersten Ferientag denke ich mir immer: Heute ist gerade einmal der erste Ferientag. Ich habe noch wahnsinnig viel Zeit. Und einen Moment später bricht auch schon der grauenvolle letzte Ferientag an. Ich habe dann nicht das Gefühl, nichts aus meinen Ferien und meiner vielen Zeit gemacht zu haben, denn das habe ich. Auch an den Tagen, an denen ich nur zu Hause war, da habe ich das eben gebraucht, genauso wie ich an anderen Tagen Action gebraucht habe. Was mich wirklich beängstigt, ist meine eigene Naivität, mit der ich dachte, ich hätte ewig Zeit. Denn so ist es nicht.

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Ich will jetzt hier nichts in die Richtung „live today because yesterday is gone and tomorrow may never come“ verbreiten. Immer davon auszugehen, im nächsten Moment sterben zu können und deswegen alles auf einen Moment zu legen, finde ich irgendwie deprimierend. James Dean sagte eins „Träume, als würdest du für immer leben und lebe, als würdest du morgen sterben“. Dieser Satz gefällt mir besser. Es ist gut Träume zu haben, Träume, für die wir 30, 40, 50, 60 und älter werden müssen, denn Träume und Ziele halten uns am Leben. Eine Bucketlist ist nie fertig, immer können wir neue Träume hinzufügen, denn für manche Träume müssen wir erst ein bestimmtes Alter erreichen, während wir manche Träume nur in jungen Jahren leben können. Gleichzeitig sollten wir jedoch im Auge behalten, was mit dem hier und jetzt ist. Dass auch der heutige Tag ein einzigartiger werden könnte, wenn wir ihm die Chance dazu geben. Die Zeit kann man nicht aufhalten und nichts ist für die Ewigkeit, aber wir können oder besser wir müssen versuchen, aus der Zeit, die wir haben, das beste zu machen. Das postive und schöne aus den Dingen zu ziehen, Träume zu haben. Dann haben wir vielleicht eine Chance.

xoxo Lila

(dieser Beitrag enstand in keinerlei Kooperation mit Daniel Wellington)