LETTERING: Welcher Stift ist der richtige?

Wenn es ums Lettering geht, geht es immer auch um Stifte. Schließlich sind die Stifte das Werkzeug, das, was für Bildhauer Hammer und Meißel sind, sind für „Letterer“ nun einmal Stifte. Welcher Stift eignet sich für welche Schriftart? Welchen Look kreiert welcher Stift? Und welche Stifte sind für kleine bzw. für große Letterings geeignet? Es gibt eine ganze Menge an verschiedenen Stiften und da den Überblick zu behalten, ist schwer. Nun habe ich mich aber schon einige Zeit mit dem Thema beschäftigt und mittlerweile eine Auswahl an Stiften getroffen, die ich empfehlen kann.

Für „Fake-Letterings“: Fineliner von Staedtler

Name: Staedtler pigment liner 0,5 (schwarz) und Staedtler triplus fineliner (schwarz und 0,1)
Preis: 3,65€ und 1,05€
Geeignet für: ganz kleine und feine Letterings, Ausbesserung von Linien, „Fake-Letterings“ (mehr darüber hier), Zeichnungen
Schwierigkeitsgrad: einfach

Mit Finelinern habe ich angefangen und ich benutze sie immer noch sehr gerne. Von den klassischen Finelinern von Stabilo bin ich irgendwann auf die von Staedtler übergegangen, mit denen ich wrklich sehr glücklich bin. Durch die dünne Miene lassen sich hiermit besonders feine Schreib- und Serifenschriften zaubern.

Mein Favorit: Fudenosuke Brush Pen von Tombow

Name: Tombow Fudenosuke WS-BH Brush Pen in schwarz
Preis: 2,90€
Geeignet für: kleine bis mittelgroße Letterings, Überschriften in einem Bullet Journal
Schwierigkeitsgrad: mittel

Diesen Brush Pen benutze ich wirklich sehr, sehr gerne. Die Handhabung ist zwar nicht soo einfach wie mit einem Fineliner, aber für Brush Pens absolut akzeptabel, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Durch die elastische Spitze gelangt durch unterschiedliche Druckausübung relatv schnell der typische „Lettering-Look“. Die erzielte Schrift ist relativ fein und sollte daher nur für kleine bis mittelgroße Letterings verwendet werden, da sonst der gesamte Effekt (also dass die nach unten gehenden Striche dicker sind als die anderen) verloren geht. Hier eignen sich Schreib- und Druckschriften am besten. Da ich bald ein richtiges Bullet Journal starten werde (kleiner Spoiler ;)), werde ich diesen Stift besonders für meine Überschriften und die Wochentage verwenden, aber das werde ich euch, wenn es soweit ist, sicherlich noch zeigen!

DSC08014.jpg

Der Klassiker: Dual Brush Pens von Tombow

Name: ABT Dual Brush Pen Select von Tombow (Farbe N15 = schwarz)
Preis: 3,90€
Geeignet für: mittelgroße und große Letterings; Filzstiftseite auch für kleinere Arbeiten
Schwierigkeistgrad: schwer

Von diesen Stiften hat vermutlich jeder, der sich auch nur ein wenig fürs Lettering interessiert, bereits etwas gehört. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass diese Stifte einfach unglaublich gut sind, dafür in ihrer Benutzung allerdings relativ schwer. Der Stift besteht aus zwei Seiten, eine Filzstiftseite und eine Brushseite, die man sich wie einen Pinsel vorstellen kann. Da die Spitze relativ dick ist, sind kleine und feine Letterings mit diesem Pen fast unmöglich. Große gelingen dafür umso besser. Ich selbst besitze die Farben schwarz, grau sowie das Pastell-Set, die Farbauswahl ist allerdings gigantisch. Durch das Schreiben entsteht eine eher runde Schrift, die, wenn man es richtig macht, genauso aussieht wie man sich eine Lettering-Schrift vorstellt. Leider ist es relativ schwierig, mit diesem Stift direkt gute Ergebnisse zu erzielen, das erfordert ein ganzes Stück Übung und Geduld. Besonders hier ist es daher wichtig, sich vorher eine Skizze zu machen. Druck- und Schreibschriften sind die Stärken des Tombow Dual Brush ABTs.

Ein paar Worte zu Lettering-Stiften im Allgemeinen

Mit Brush Pens schreiben sieht immer so einfach aus. Leider ist es das eigentlich wirklich nicht. Wie bereits in einem anderen Blogpost erwähnt, reicht es bei diesen Stiften eben nicht aus, einfach nur eine schöne Handschrift zu haben. Es geht hier auch viel um Technik. Wie halte ich den Stift und wie übe ich unterschiedlich viel Druck aus? Manchmal hilft es auch schon, wenn man erst einmal mit schwarzen Fineliner vormalt und anschließend nur die dickeren Linien mit dem Brush Pen nachzieht. Auch solltet ihr generell keine Angt davor haben, mit einem Fineliner später noch Verbesserungen zu treffen oder Verbindungslinien erst im Nachhinein zu ziehen. Insgesamt gilt die Devise: Übung macht den Meister! Empfehlenswert ist es ebenfalls, wie ein Erstklässler Alphabete zu bearbeiten ;) .

Welche Stifte benutzt ihr für eure Letterings?

xoxo Lila

2 Kommentare zu „LETTERING: Welcher Stift ist der richtige?

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